zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

TPBK-Radserie aus recyceltem Kunststoffgranulat

pb,

Joghurtbecher werden zur runden Sache

Torwegge setzt ein Zeichen für Nachhaltigkeit in der Fördertechnik. Der Bielefelder Intralogistikspezialist stellt seine TPBK-Räder vollständig aus recyceltem Kunststoffgranulat her – gewonnen aus Joghurtbechern.

Torwegge verwendet für die Herstellung der TPBK-Radserie recyceltes Kunststoffgranulat. © Torwegge

Mit einer Jahresproduktion von mehr als 100.000 Räder-Einheiten bietet Torwegge eine umweltfreundliche Lösung für Branchen wie den Maschinenbau, die Möbelproduktion oder die Lebensmittelherstellung. Dank ihrer besonderen Eigenschaften sind die TPBK-Räder tragfähig, spurlos, geruchsneutral und frei von krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). „Indem wir recyceltes Granulat verwenden, senken wir den Verbrauch von Primärressourcen in der Produktion und die Menge an Kunststoffabfällen. Mit diesem Ansatz vereinen wir ökologische Verantwortung und die hohen Anforderungen an Funktionalität und Qualität, die moderne Industrie- und Handelsunternehmen erwarten“, erläutert Niclas Lottmann, Produktionsleiter bei Innova Plast Kunststofftechnik, Tochterunternehmen von Torwegge. Das Bielefelder Unternehmen hat den Kunststoffspezialisten Innova Plast im vergangenen Jahr übernommen und sein Leistungsspektrum erweitert. Unter anderem wurde die Sparte Kunststofftechnik ins Portfolio aufgenommen, die die Entwicklung und Konstruktion von Kunststoffartikeln umfasst.

Die Herstellung der TPBK-Räder erfolgt in präzisen Arbeitsschritten: Nach der Sichtung des Materials wird das Granulat erhitzt und das Kugellager umspritzt. Der Produktionsprozess erfordert nur geringe Anpassungen im Vergleich zur Verwendung neuen Granulats. Die Einspritztemperatur wird aufgrund der spezifischen Eigenschaften des Regranulats um etwa fünf Grad leicht erhöht. „Die Entscheidung für recyceltes Material haben wir bewusst getroffen, um Kosten zu optimieren und die Umweltbelastung zu reduzieren“, erklärt Lottmann und ergänzt: „Das Granulat erfüllt unsere strengen Anforderungen an Fließfähigkeit und Stoßfestigkeit, sodass die Qualität der Räder jederzeit gewährleistet bleibt.“

Anzeige

Radkörper aus recycelten Joghurtbechern

Die TPBK-Räder bestehen aus einem Kugellager, einer Lauffläche aus thermoplastischem Gummi und einem Radkörper aus recyceltem Polypropylen (PP), gewonnen aus Joghurtbechern. Zum Schutz vor Staub und Schmutz sind sie mit Fadenschutzscheiben ausgestattet. Ihre spurlose Beschaffenheit, hohe Tragfähigkeit und geruchsneutrale Nutzung machen sie ideal für vielseitige Anwendungen vor allem in Innenräumen. Durch die PAK-freie Herstellung erfüllen die Räder höchste Umwelt- und Gesundheitsschutzstandards und sind für die Lebensmittel- und Medizinindustrie geeignet.

Die Verwendung recycelten Materials ist ein Beitrag zur Ressourcenschonung und Förderung der Kreislaufwirtschaft. „Unsere TPBK-Räder zeigen, dass sich Nachhaltigkeit und Funktionalität erfolgreich kombinieren lassen“, betont Lottmann. Gleichzeitig bietet das recycelte Granulat wirtschaftliche Vorteile, da es kostengünstiger ist als neues Polypropylen.

Für die Zukunft bleibt Torwegge offen für weitere recycelte Materialien. „Wir sind überzeugt, dass der Einsatz nachhaltiger Werkstoffe in der Fördertechnik weiter an Bedeutung gewinnen wird“, sagt Lottmann. 

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Schnell montiert

Fördertechnik ohne Schaltschrank

Neue Materialien, effizientere Komponenten und digitale Steuerungskonzepte verändern klassische Fördertechnik zunehmend. Im Fokus vieler Entwicklungen steht dabei vor allem ein Ziel: die Senkung der Gesamtkosten. Besonders auf der Baustelle...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren