Automatisierung

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Flexibel automatisieren und nahtlos integrieren

In der Intralogistik halten immer mehr Automatisierungstechnologien Einzug. Verschiedenste Förderanlagen, Lager-, Transport- oder Pick-Roboter versprechen Effizienz und eine verbesserte Ergonomie. Doch nur wenn alle Prozesse und Gewerke nahtlos aufeinander abgestimmt sind, ergibt sich ein reibungsloser Ablauf.

In der zweigeschossigen AutoStore-Anlage von Erima lagern über 3,5 Millionen Artikel, die an den Carousel- Ports kommissioniert und per Fördertechnik automatisch abtransportiert werden. © AM Logistic Solutions

Das Thema Lagerautomatisierung beschäftigt derzeit viele Unternehmen – ob im Rahmen einer Neuanlagenplanung zur Ablösung manueller Prozesse oder um eine bestehende Anlage zu ergänzen oder zu ersetzen. "Bei der Auswahl der passenden Technologie sollten nicht nur die üblichen Faktoren wie Artikelgröße, Auftragsstrukturen oder die benötigte Leistung geprüft werden, sondern auch die Möglichkeiten der Integration in bestehende Strukturen. Dazu gehört sowohl die Anbindung der Technologie in die bestehende IT-Landschaft als auch die Implementierung in das bestehende Intralogistik-Gesamtsystem. Kurz gesagt, die Lösung muss zum Prozess passen", betont Peter Bimmermann, Managing Director AutoStore System Deutschland und Director Business Development DACH & CEE.

Wer sich für ein AutoStore als Kleinteilelager und Fulfillment-System entscheidet, kann das System verschiedenartig in seine Materialflüsse und Prozesse einbinden, zum Beispiel an Förderstrecken, mobile Transportroboter wie AMR, automatische Pickroboter, Wendelförderer oder Aufzüge.

Fördertechnik- anbindung mit Transferzelle

Am häufigsten wird AutoStore mit Fördertechnik kombiniert. Über die Transferzelle übernehmen beziehungsweise übergeben AutoStore-Roboter die Bins direkt an die Fördertechnik. So können Transporte zu anderen Bereichen ermöglicht, Arbeitsplätze individuell gestaltetet, flexibel positioniert und an weitere Funktionsbereiche angebunden werden. Zudem ermöglicht die Transferzelle unter anderem die Anbindung von Geschossen und Bühnen.

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Ein AutoStore lässt sich nahtlos in bestehende Lager- und IT-Architekturen einbinden. Am häufigsten wird AutoStore in Kombination mit Fördertechnik eingesetzt. © Gerd Knehr

Um hohe Hallen effizient zu nutzen oder das System intelligent in den Materialfluss einzubinden, kann AutoStore auch auf Bühnen übereinander installiert werden. Den Transport zwischen den Ebenen übernehmen in diesem Fall BinLifts. Auf diese Weise hat AM Logistic Solutions für den Sportartikel-Hersteller Erima die kompakte Lagerung von fast 150.000 Behältern mit einer hohen Kommissionierleistung realisiert. Insgesamt lagern in den doppelstöckig angeordneten Lagerblöcken im neuen Logistikzentrum in Kirchentellinsfurt rund 3,5 Millionen Artikel. Das Einlagern und Kommissionieren in beziehungsweise aus beiden Systemen findet an Carousel-Ports statt, die über Fördertechnik mit weiteren Lagerbereichen verbunden sind, darunter einem Gebhardt-Shuttle als Sequenzierpuffer vor der Packerei.

Ludwig Meister, Lieferant für Antriebstechnik, Werkzeugtechnik und Fluidtechnik, zählte 2013 zu den ersten AutoStore-Anwendern in Deutschland und ist mit dem System kontinuierlich gewachsen. Nach der ersten Erweiterung 2016 hat der Fachhändler sein AutoStore zuletzt 2022 von 40.000 auf 60.000 Bins und 37 Roboter im laufenden Betrieb erweitert sowie fünf neue Ports für den Wareneingang und die Kommissionierung installiert. Um die Kommissionierung der Bestellungen ergonomischer zu gestalten und die Mitarbeiter von einigen Verpackungs- und Versandtätigkeiten zu entlasten, hat das Unternehmen insgesamt 200 Meter Fördertechnik vom Wareneingang bis zur neuen automatischen Verpackungsstraße ergänzt. Die Einlagerung der Bins von der Fördertechnik ins AutoStore wird ebenfalls über eine Transferzelle realisiert. Für die Kommissionierung werden die nun maschinell aufgestellten Kartons vom Kartonagenaufrichter über die Fördertechnik ergonomisch an den Port gefahren, hier mit den benötigten Artikeln aus dem AutoStore befüllt und anschließend zum automatischen Kartonverschließmaschine befördert, der jedes Paket nach Füllhöhe volumenoptimiert verschließt und etikettiert. Mit AutoStore konnte die Kommissionierleistung um das Dreifache auf täglich bis zu 6.000 Picks erhöht werden – mit Luft nach oben: Ein Skalieren auf bis zu 13.500 Picks ist möglich.

Automatisches Order-Picking

Ein weiterer Schritt sind vollautomatische Kommissionierstationen. Bisher ist ihr Anteil am Gesamtmarkt noch gering, der Trend nimmt jedoch zu, insbesondere bei Logistikzentren, die im Mehrschicht-Betrieb arbeiten und mit Personalmangel zu kämpfen haben.

AutoStore hat auch bei Neuentwicklungen die Integration mit anderen Technologien im Blick. Der im Frühjahr 2023 von AutoStore eingeführte FusionPort mit zwei Entnahmeöffnungen und der FusionPort Staging mit zusätzlich angebundener Fördertechnik stellt eine neue Lösung für die Hochleis-tungskommissionierung dar.

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