Bilanzpressekonferenz in Frankfurt

Martin Schrüfer,

3,8 Milliarden Umsatz: Jungheinrich wächst weiter

Glänzende Zahlen legte Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstands der Jungheinrich AG, bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt vor: Der Umsatz wuchs um elf Prozent auf 3,8 Milliarden Euro bei einem EBIT von 275 Mio (plus sechs Prozent). In Einheiten betrachtet wurden 121.000 Fahrzeuge produziert.

Hans-Georg Frey, Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG. © Jungheinrich

 Jungheinrich habe in den vergangenen fünf Jahren den Umsatz um 66 Prozent gesteigert. Dr. Volker Hues, Finanzvorstand von Jungheinrich, präzisierte das „erneut gute Jahr“. Der Weltmarkt für Flurförderzeuge sei um zehn Prozent auf 1,5 Millionen Einheiten gewachsen, zudem gebe es in Europa und China einen deutlichen Trend zu lagertechnischen Geräten (die neben den Elektro-Gegengewichtstaplern und den verbrennungsmotorischen Staplern die Hauptsegmente bei Jungheinrich darstellen). Bei den Logistiksystemen habe man einen Auftragseingang nach Wert von plus 20 Prozent gesehen, der Umsatz damit erreichte 617 Millionen Euro. 2016 waren es noch 441 Millionen Euro, 2017 schon 581 Millionen – Jungheinrich wächst stark in diesem Bereich. Die Auftragsgröße in diesem Bereich liegt laut Hans-Georg Frey in diesem Segment bei automatisierten Lösungen zwischen einer und 20 Millionen Euro, was auf eine heterogene Kundenstruktur schließen lässt.

Ergebnisbelastend wären laut unter anderem Personalkosten, Rohstoffpreise und die Kosten für die Branchenleitmesse CeMAT gewesen, das Ergebnis nach Steuern lag bei 176 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote des Konzerns lag bei 29 Prozent, im Segment Intralogistik 46 Prozent; „wir sind bestens finanziert“ meinte Hues. Und auch die Aktionäre haben etwas davon: 25 bis 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern werden mit einer Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

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Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen um neun Prozent auf 84 Millionen Euro, die Investitionen wuchsen um 20 Prozent und erreichten den Wert von 106 Millionen Euro. Die Belegschaft wuchs um 1.600 Mitarbeiter auf 17.877 (+ 10 Prozent). Wie Volker Hues weiter ausführte, liege der Auftragseingang im Januar und Februar 14 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Auch Frey bekräftigte den guten Start ins neue Jahr. Markttreiber seien der E-Commerce, die Elektromobilität und das Kaufkraftwachstum. „Der Markt und Jungheinrich werden wachsen. Wenn sich was dreht oder bewegt, ist Jungheinrich dabei mit Staplern und Systemlösungen“, erklärte Frey. Das vor Jahren ausgegebene Ziel, 2020 vier Milliarden Umsatz bei einem jährlichen organischen Wachstum von sieben Prozent zu erzielen, werde beibehalten. Zudem gebe es kein Klumpenrisiko, da die zehn größten Einzelkunden von Jungheinrich nur rund 10 Prozent des Konzernumsatzes ausmachen würden.

Freude bereite auch der Bereich der Li-Ion-Fahrzeuge. Wurden 2017 davon 6.000 Einheiten verkauft, waren es 2018 schon rund 12.000, was zehn Prozent der Gesamtproduktion entspreche. „Auch 2019 stellen wir eine neue Maschine mit festverbauter Lithium-Ionen-Batterie vor, das wird so weitergehen“, ergänzte Hans-Georg Frey. Im aktuellen Jahr soll es laut dem Vorstansvorsitzenden positiv weitergehen: Der erwartete Umsatz soll zwischen 3,85 bis 4,05 Milliarden Euro liegen, das EBIT zwischen 275 und 295 Millionen Euro.

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