zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Behälter/Boxen/Paletten

Wenn Behälter wiederkehren

Bei der Herstellung von Kunststoffbehältern wird die Verwendung von Rezyklat zunehmend wichtiger. Einige Behälterhersteller erzeugen dieses Material sogar in firmeneigenen Recycling-Centern.

Immer häufiger möchten Industrieunternehmen genau wissen, was ihre Zulieferer für die Umwelt tun. Da scheint es eine gute Idee zu sein, Kunststoffbehälter aus Rezyklat einzusetzen. In der Tat ist das ein Trend, den die Hersteller deutlich registrieren. Jürgen Schultz, Vertriebsleiter der Bekuplast GmbH: „Die Verwendung von hochwertigen Mahlgütern aus Recycling-Quellen nimmt zu. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass wir hier über speziell behandelte Rezyklate aus bekannten Quellen reden. Denn um die technischen Anforderungen erfüllen zu können, sind nur Rohstoffe einzusetzen, bei denen das Vorleben bekannt ist.“ Zudem werden bei Bekuplast umfassende interne Qualitätskontrollen durchgeführt mit dem Ziel, die Homogenität des Rohstoffes sicherzustellen.

Behälter/Boxen/Paletten: Wenn Behälter wiederkehren

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Kunststoffverarbeiter ihre Silos mit Rezyklat füllen können: Zum einen kann Recycling-Material zugekauft werden. Dabei macht der Materiallieferant Aussagen über die Qualität des Rohstoffs. Eine zweite Variante ist das Recycling von Behältern oder Paletten, die der Produzent zurückgenommen hat oder die Wiederverwertung von Produktionsausschuss und -überresten. Dazu hat z.B. der Behälterproduzent Utz aus Schüttorf im Unternehmen eine moderne Wiederaufbereitungsanlage eingerichtet.

Anzeige

Ralf Jalink, zuständig für den Einkauf von Granulat bei Utz: „Pro Monat produzieren wir in unserem Recycling Center etwa 200 t Recyclat. Die gleiche Menge Recycling-Material kaufen wir darüber hinaus noch jeden Monat dazu. Allerdings bestimmt der Kunde, ob er einen Behälter aus Recycling- oder Neu-Material haben möchte.“ Recyklat ist ein Sekundärrohstoff, aber kein Material zweiter Wahl.

Gibt es Behältertypen, bei denen bevorzugt Kunststoffe aus dem Sekundärkreislauf zum Einsatz kommen? Das ist abhängig sowohl vom Einsatzzweck von Behältern oder Paletten aus „Reg“ als auch von den Kundenwünschen. Behälter aus Recycling-Material können durchaus preisgünstiger sein als solche aus Neuware. Manchmal fordern besondere Vorschriften oder gar gesetzliche Regelungen einen Einsatz von „virgin material“, was angesichts des hohen Niveaus der Preise für PP oder andere Kunststoffe einem sauren Apfel gleichkommt, in den der Kunde beißen muss - auch wenn er bereit wäre, Recycling-Material zu verwenden.

Behälter/Boxen/Paletten: Wenn Behälter wiederkehren

Jochen Wessels, langjährig in führender Position im Verkauf bei Utz tätig: „Grundsätzlich lässt sich jeder Behälter aus Recycling-Material herstellen. Geforderte Eigenschaften wie z.B. Hitze- oder Kältebeständigkeit müssen im Einzelfall dann eben überprüft werden. Und in den meisten Fällen entscheiden sich die Kunden für ein entsprechendes Mischungsverhältnis zwischen Recycling- und Neu-Material.“

Auch Bekuplast hat für diese Art der Kreislaufwirtschaft ein schlüssiges Konzept entwickelt. Jürgen Schultz: „Wenn ein Kunde auf automatische Lagertechnik umstellt und nicht AKL-fähige Behälter verwendet, rezyklieren wir die alten Behälter und verarbeiten sie zu neuen, die sich für den automatisierten Transport eignen. Das spart Ressourcen und Kosten, ohne die Qualität aus den Augen zu lassen.“ Das Unternehmen ist darauf vorbereitet, für fast alle Baureihen technische Rezyklate zu verwenden.

Jürgen Schultz: „Wir setzen Rezyklate vor allen in einzelnen Baureihen unserer Agrarbehälter ein, z.B. in Behältern für den Blumenzwiebelexport, sowie bei Lagerbehältern, bei denen keine besonderen Farbwünsche vorliegen.“

Damit ist schon ein erstes Ausschlusskriterium genannt: Wer Behälter aus Sekundärrohstoffen einsetzt, muss in Bezug auf die Farbgebung tolerant sein. Problematisch wird es auch – aber das liegt a...

Standardprodukte sind verfügbar

Auch wenn Hersteller wie Bekuplast, SSI Schäfer und Utz betonen, dass man nicht „unbesehen“ Behälter aus Recyclingmaterial einsetzen sollte, sondern jeder Einzelfall einer Prüfung bedarf, bietet der Markt doch Standardprodukte aus Sekundärrohstoffen. Ein Beispiel ist die Recyclingpalette KRP 1208 von Werit, die aus sortenreinem recyceltem PE hergestellt wird. In der Sonderausführung mit erhöhter Antirutschkante ist sie besonders für den Transport von KLT-Behältern geeignet – und wird nach Angaben von Werit immer häufiger nachgefragt. Der Trend zu „Green Logistics“ und zum nachhaltigen Wirtschaften hat somit auch Auswirkungen auf die Behälter und Paletten im inner- und überbetrieblichen Materialfluss. Darüber hinaus – darauf weisen die Hersteller hin – leistet der Einsatz von Mehrweg-Kunststoffbehältern in jedem Fall einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Jochen Wessels, Verkäufer bei Utz: „Die Behälter erfüllen lange Jahre ihren Einsatzzweck, während zur gleichen Zeit vergleichbare Einwegprodukte schon längst entsorgt werden mussten.

Bekuplast GmbH, E-Mail: [email protected], www.bekuplast.com

Georg Utz GmbH, D-48465 Schüttorf, Tel.: 0 59 23/ 8 05-0, Fax: 8 05-8 00, E-Mail: [email protected], http://www.georgutz.com

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Logimat 2025

Eine Alternative zur Holzpalette

Purus Plastics zeigt erstmals auf der Logimat 2025 den Prototypen ihrer Fidus 1208 heavy. Diese bietet eine Alternative zur Holzpalette, denn die neue Kunststoffpalette weicht nicht von den bekannten Maßen ab.  

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren