"Bestes Produkt Logimat 2026"
Ehrhardt Partner Group erhält Auszeichnung für KI-Lösung AURA Observer
Die Ehrhardt Partner Group (EPG) ist auf der LogiMAT 2026 mit dem Preis „Bestes Produkt LogiMAT 2026“ in der Kategorie „Software, Kommunikation & IT“ ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der EPG "AURA Observer", eine spezialisierte Lösung innerhalb der KI-nativen Umgebung "EPG AURA". Für die Unternehmensgruppe ist dies nach 2014 und 2023 bereits die dritte Auszeichnung mit dem Logistik-Award.
„Die Auszeichnung mit dem Preis „Bestes Produkt LogiMAT 2026“ bestätigt unsere führende Rolle bei der Entwicklung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Logistik“, sagt Peter Bollinger, CEO der EPG. „Logistiksoftware muss heute so gestaltet sein, dass Mitarbeitende schneller handlungsfähig werden und nicht auf tiefes Systemwissen angewiesen sind. Mithilfe von AURA rückt das logistische Verständnis in den Mittelpunkt, so dass sich Mitarbeitende nicht mehr auf die Bedienung einzelner Anwendungen spezialisieren müssen. Genau diese Fähigkeit macht AURA einzigartig auf dem Logistikmarkt.“
Der AURA Observer erfasst operative Abläufe direkt im realen Lagerumfeld und nutzt Videodaten als operative Datenquelle. Die Auswertung erfolgt flexibel ohne Programmierung. Mithilfe von Intelligent Video Analytics (IVA) werden Bewegungen, Interaktionen, Gefahren, Palettenstandzeiten und Abweichungen im Lagergeschehen in Echtzeit erkannt und verarbeitet. Use Cases lassen sich über natürliche Spracheingaben (Prompts) erstellen oder anpassen.
Hintergrund für die Entwicklung sind zunehmende Komplexität und Dezentralisierung von Lagerstandorten sowie steigende Anforderungen an Transparenz, Sicherheit und Reaktionsgeschwindigkeit. Gleichzeitig bleiben bislang viele Aspekte des operativen Geschehens unbeobachtet, da das Verhalten von Personen und Objekten nicht systematisch erfasst wird. Der AURA Observer soll diese Lücke schließen, indem er visuelle Daten in strukturierte Ereignisse überführt, die „Out of the Box“ oder integriert in bestehende IT-Infrastrukturen nutzbar sind.
Zu den Anwendungsfeldern zählen unter anderem die Erkennung von Störungen im Materialfluss, Palettenstandzeiten, ungewöhnlichen Bewegungsmustern, abweichenden Prozessabläufen und sicherheitsrelevanten Situationen. Eine kameraübergreifende Analyse ermöglicht es, Personen und Objekte über mehrere Perspektiven hinweg zu verfolgen und daraus ein konsistentes Bewegungsmodell zu erzeugen. Auf dieser Basis lassen sich unter anderem Aufenthaltsdauern, Laufwege und stark frequentierte Bereiche analysieren sowie Heatmaps zur Identifikation von Engpässen erstellen.
Ein weiterer Bestandteil ist die semantische Ereigniserkennung. Mithilfe von KI-gestützten Vision-Language-Modellen interpretiert das System das Geschehen im Lager und erkennt beispielsweise Stürze, Hindernisse, blockierte Notausgänge oder Verstöße gegen Arbeitsschutzregeln. Die erfassten Ereignisse werden so aufbereitet, dass sie priorisiert und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt werden können. Laut Anbieter erfolgt die Verarbeitung datenschutzkonform, die Daten werden anonymisiert und nicht gespeichert.
Technologische Grundlage ist eine Partnerschaft mit NVIDIA. Der AURA Observer basiert auf der Plattform "NVIDIA Metropolis", die für die Analyse von Videodaten in industriellen Umgebungen entwickelt wurde. Dadurch können KI-Modelle für Objekterkennung, Bewegungsanalyse und Ereignisklassifikation in Echtzeit ausgeführt werden. Die Lösung ist sowohl ohne Integration als auch in hybriden Architekturen einsetzbar und lässt sich in bestehende IT- und OT-Strukturen integrieren.










