Fördertechnik
Shuttle-Technologie sorgt für Geschwindigkeit
In Zeiten wachsender Anforderungen an Liefergeschwindigkeit und Zuverlässigkeit wird die Intralogistik zum strategischen Erfolgsfaktor. Das Unternehmen Friedrich Picard, ein weltweit tätiger Spezialist für Wälzlager und Lineartechnik, hat diesen Wandel frühzeitig erkannt und investiert gezielt in die Modernisierung ihrer Logistikprozesse. Mit dem Evo Shuttle von Knapp nutzt Picard eine Shuttle-Technologie, die auf eine Verbesserung der Lieferperformance sowie auf eine höhere Effizienz und Ergonomie abzielt.
Im technischen Handel ist Lieferperformance weit mehr als ein operativer KPI – sie ist ein zentrales Differenzierungsmerkmal. Kunden erwarten nicht nur eine breite Produktverfügbarkeit, sondern auch eine schnelle und zuverlässige Lieferung, oft innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Gerade bei Komponenten wie Wälzlagern oder Lineartechnik, die in Produktionsprozesse eingebunden sind, kann jede Verzögerung zu Stillständen und hohen Folgekosten führen. Picard beliefert Kunden in über 100 Ländern. Geschwindigkeit, Vollständigkeit und Termintreue sind dabei entscheidend.
Hohe Lagerdichte realisiert
Um dieses Leistungsversprechen auch bei steigendem Auftragsvolumen und wachsender Komplexität einzuhalten, wurde die bestehende Lagerstruktur grundlegend modernisiert. Die neue Automatisierungslösung von Knapp schafft die Voraussetzungen für eine skalierbare und leistungsfähige Logistik. Das Herzstück: das Evo Shuttle-System 1D, das mit 58.000 Behälterstellplätzen auf 42 Ebenen hohe Lagerdichte und Durchsatz ermöglicht. Die 1D-Technologie erlaubt eine effiziente Nutzung der Lagerfläche und ist besonders gut für Anwendungen mit hohem Volumen und variabler Artikelstruktur geeignet.
Höhere Prozesssicherheit und verbesserte Ergonomie
Die neue Anlage bei Picard soll nicht nur ein technologisches Upgrade darstellen: Mit der Lösung möchte das Unternehmen zudem auch ein klares Bekenntnis zur Mitarbeiterorientierung abgeben. Die fünf ergonomischen Pick-it-Easy-Arbeitsplätze ermöglichen eine effiziente und fehlerfreie Auftragsbearbeitung. Die Umstellung vom klassischen Person-zu-Ware-Prinzip hin zum Ware-zu-Person-Prinzip reduziert nicht nur die körperliche Belastung, sondern erhöht auch die Prozesssicherheit und Geschwindigkeit. Die intelligente Steuerung durch die Logistiksoftware KiSoft One vernetzt alle Prozesse und sorgt für Echtzeit-Transparenz. Ergänzt durch KiSoft Scada und KiSoft Analytics entsteht ein durchgängiges System, das flexibel auf Marktanforderungen reagieren kann – ein wichtiger Vorteil in einem Umfeld, das keine Verzögerungen verzeiht.
Partnerschaft als Erfolgsmodell
Die Zusammenarbeit zwischen Picard und Knapp begann 2022 und entwickelte sich rasch zu einer echten Partnerschaft. Gemeinsam wurden mehrere Automatisierungskonzepte entwickelt und bewertet, bis die optimale Lösung gefunden war. Die offene Kommunikation und die lösungsorientierte Herangehensweise prägten den Projektverlauf positiv, so die Unternehmen. Mit der neuen Anlage möchte Picard ein starkes Zeichen für Innovation, Effizienz und Kundennähe setzen und zudem zeigen, wie Automatisierung zum Schlüssel für nachhaltigen Erfolg im technischen Handel werden kann.
„Gemeinsam mit unserem Partner Knapp haben wir eine zukunftsweisende Lösung realisiert, die nicht nur exakt auf unsere Anforderungen zugeschnitten ist, sondern auch den Grundstein für unser Wachstum und unsere Leistungsfähigkeit in den kommenden Jahren legt“, so Markus Haeser, Head of Logistics bei Picard.











