Rampen/Tore/Ladebrücken

Kartoffelvertrieb im High-Tech-Modus

Verladetechnik von Promstahl für jährlich 70.000 Tonnen Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und exotischen Früchten findet man bei Kartoffel Kuhn in Frankenthal. Das Komplettpaket, das Promstahl lieferte, bot für das Unternehmen zahlreiche Vorteile.

Promstahl LKW Verladung
Der Umschlag von mehr als 70.000 Tonnen Gemüse erfordert effizientes Handling. Fotos: Promstahl

In Frankenthal (Pfalz), umgeben von Kartoffelfeldern so weit das Auge reicht, wuchs in unmittelbarer Nähe der Autobahn 650 aus den ersten Anfängen in Mannheim vor über 100 Jahren das heutige modernste Kartoffellager Europas. Mit dieser kontinuierlichen Entwicklung ist das nach wie vor familiengeführte Unternehmen Kuhn ein Zeichen für Weitsicht und Unternehmergeist. Statt Pferdegespann und mühevoller Handarbeit geht es heute mit videounterstützten vollautomatischen Sortier- und Verpackungsrobotern über eine mit neuester Technik ausgestattete Verladezone und mit eigenen Lkw zum Besteller. Das Unternehmen Plattenschmidt + Wirth erstellte als Generalunternehmen das komplette Gewerk.

Perfekte Lkw-Andockstellen

Mit der Entscheidung, für die Auslieferung 13 Verladestellen einzuplanen, hat Kuhn in Frankenthal ein effizientes Umfeld für eine dynamische Lkw-Abfertigung geschaffen. Jede Verladestelle ist mit Überladebrücken, Torabdichtungen und Industrietoren optimal ausgestattet. Den unterschiedlichen Lkw-Größen, die hier andocken, hat man mit dem Einbau von elektrohydraulischen Vorschubbrücken Rechnung getragen. Diese Vorschubtechnik optimiert den Verladevorgang, indem sie auch ein ungenaues Andocken der Lkw, was in der Regel ein zeitaufwendiges Manövrieren nach sich zieht, akzeptiert. Alle Überladebrücken sind außerdem mit einer Absturzsicherung gegen Unfälle mit Flurförderfahrzeugen ausgestattet, falls sich der Lkw vor Beendigung des Verladevorganges entfernen sollte. Eingebaut sind die Verladesysteme innerhalb der Halle.

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Keine Verladezone ohne Rampenwetterschutz

Tore von PromStahl
Nicht nur energietechnisch vorbildlich: Tore von PromStahl.

Diese Vorgabe wird heute in der Regel bei allen Neuprojekten von Lagergebäuden ausnahmslos praktiziert. Erkrankungen von Mitarbeitern, Beschädigung der zu verladenden Wäre aufgrund von Nässe und das Verschwenden von Energie infolge Eindringen von Kalt- oder Warmluft, ein sensibles Thema bei temperaturgeführten Lägern, lassen keine andere Lösung zu. Das hat man auch bei Kuhn sehr schnell erkannt und alle 13 Andockstellen mit Planentorabdichtungen ausgestattet. Neben anderen Torabdichtungsvarianten punktet speziell diese Version als Universaltyp für alle Lkw-Grössen.

Die Konstruktion aus federnden Rahmen und strapazierfähigen Planen ist so flexibel und robust ausgeführt, dass Beschädigungen durch nicht exakt andockende Lkw zuverlässig verhindert werden. Eine integrierte Regenrinne in der Oberplane führt Regen- oder Schmelzwasser, zum Beispiel bei Schneefall, seitlich ab. Bei Kuhn ist sogar das komplette obere Teil der Torabdichtung mit einem Hubdach für sehr hohe Lkw-Aufbauten ausgeführt. Man ging also keine Kompromisse ein. Höhenbewegliche Anfahrpuffer und Verladeleuchten runden das Verladepaket ab.

Hochisolierte Industrietore

Das neue Bauprojekt vom Unternehmen Kuhn fällt durch seine sehr komplexe Aufteilung der einzelnen Aufgabenbereich auf. Neben der Logistikhalle, die in Verbindung mit den 13 Verladestellen und 13 Sektionaltoren in der Grösse von 3.000 x 3.000 mm für die Auslieferung ausgestattet wurden, befinden sich diverse unterschiedliche Arbeitsbereiche wie Anlieferung, Wasch- und Sortieranlagen, Räume für Trocknung und mehrere Lagerbereiche plus Zwischenlager für die unterschiedlichen Produkte unter nur einem Dach.

Diese Räume werden permanent mit unterschiedlichen Temperaturen von +4, +8, +10 und +12 Grad Celsius geführt. Aus diesem Grund wurden auch im Inneren des Gebäudes isolierte Sektionaltore zwischen den einzelnen Räumen eingebaut. Zwei davon sogar mit einer Stärke von 60 mm, um die Energieverluste auch innerhalb der Halle möglichst niedrig zu halten. Für den grosszügigen Anlieferungsbereich wurden sicherheitshalber Aussentore von bis zu 7.450 mm Breite und 4.500 mm Höhe ebenerdig installiert. Bei drei weiteren Verladestellen, die von Anlieferungsfahrzeugen in einer Absenkung angefahren werden, hat man sich in Verbindung mit Überladebrücken und Torabdichtungen wieder für die gleichen Abmessungen wie bei den 13 Toren der Auslieferung entschieden, also 3.000  x  3.000 mm.

Alle von Promstahl gelieferten Sektionaltore, also Aussen- und auch die im Halleninneren eingebauten Tore, sind aufgrund der thermischen Trennung von Vorder- und Rückseitenblechen und Polyurethanschaum energietechnisch vorbildlich. Zudem entsprechen alle Sektionaltore und auch die zwei Schnellauftore, die ebenfalls von Promstahl geliefert wurden, den „Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A 1.7“. Der Sicherheitsstandard der Sektionaltore überzeugt mit einer Federbruchsicherung und einer lastabhängigen Fangeinrichtung. Der Antrieb erfolgt per GFA-Elektromotor und ein simultaner Dauertest im Werk mit 30.000 Öffnungs- und Schliessbewegungen garantiert somit einen zuverlässigen Alltagsbetrieb.

Insgesamt gesehen hat das Unternehmen Kartoffel Kuhn mit dieser Investition ein Zeichen gesetzt. Promstahl als Berater und Lieferant der kompletten Verlade- und Tortechnik hat als Partner seinen Teil dazu beigetragen.

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