Logistikimmobilien
Branchenexperten diskutieren
Experten der Logistikimmobilienbranche diskutierten im Rahmen des 35. Deutschen Logistik Kongresses der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) innerhalb eines interaktiven Formats aktuelle Herausforderungen.
Wie lassen sich künftig Flächen für Ansiedlungsvorhaben gewinnen und welchen Herausforderungen muss die Branche dabei begegnen? Die vom BVL Themenkreis Logistikimmobilien initierte Diskussionsrunde knüpfte an die Ergebnisse der 3. Studie der Initiative Logistikimmobilien (Logix) zu den Flächen- und Beschäftigungspotentialen in den 23 Top-Logistikregionen Deutschlands an. In beiden Bereichen steht die Branche vor Herausforderungen. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass es aktuell keine deutsche Logistikregion gibt, in der gleichzeitig noch hohe Flächen- und Arbeitskräfteverfügbarkeiten vorhanden sind. Diskutiert wurde zudem, wie das negative Image der Branche verbessert und Ansiedlungsprozesse optimiert werden können.
Aufzeigen der Konsequenzen alternativer Standorte
Oft wird die Ansiedlung eines Logistikunternehmens in das Umland anstatt den Ballungsraum gefordert, mit dem Ziel das Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Hier kam die Diskussionsrunde zu dem Schluss, dass dies nur vordergründig eine Alternative darstellt. Denn durch die längeren Wege für einen KEP-Dienstleister oder zur Arbeit pendelnde Lagermitarbeiter, nehme das Verkehrsaufkommen zu und die Emissionswerte steigen. Dies müsse offen kommuniziert werden.
Ökologische Mehrwerte schaffen
Das Schaffen ökologischer Mehrwerte könnte die Akzeptanz bei Bürgern und Kommunen verbessern, zum Beispiel durch Gründächer oder die Integration von Photovoltaikanlagen. Zudem könnten Logistikimmobilien mit Funkmasten ausgestattet werden und so insbesondere in ländlichen Regionen den Breitbandausbau vorantreiben.
Automatisierung für erhöhte Standortunabhängigkeit
Besonders für den süddeutschen Raum wies die Logix-Studie massive Probleme bei der Flächenverfügbarkeit und der Gewinnung von Arbeitskräften aus. Eine Möglichkeit, dem Mangel an Fachkräften zu begegnen, könne die zunehmende Automatisierung der Intralogistik sein. Dies ermögliche ansiedlungsorientierten Logistikdienstleistern ihre Standortwahl unabhängiger von der bislang notwendigen Nähe zu arbeitskräftestarken Ballungszentren zu treffen.










