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Martin Schrüfer,

Zalando und Fiege sichern Standort Brieselang

Zalando und der Logistikdienstleister Fiege haben eine Perspektive für den Logistikstandort Brieselang entwickelt. Der gemeinsame “Zukunftsvertrag” sieht vor, dass Fiege zum 1. April 2019 Betreiber des Standorts werden soll. Künftig will Fiege in Brieselang Logistikdienstleistungen für mehrere Auftraggeber abwickeln, darunter auch Zalando. Zalando hatte im April 2018 eine Standortgarantie bis Mitte des Jahres 2020 zugesichert. Ein Umbau zum Multi-User-Standort durch Fiege kann nun eine Perspektive darüber hinaus eröffnen.  

Ein Blick in den Zalando-Standort in Brieselang. © Zalando

„Fiege ist ein sehr erfahrener Logistikanbieter, mit dem wir bereits erfolgreich an anderen Standorten zusammenarbeiten. Daher freuen wir uns, dass wir unsere langjährige Partnerschaft nun am Standort Brieselang weiter vertiefen können”, so David Schröder, SVP Convenience bei Zalando.  „Wir glauben fest an das Potenzial des Standortes und eröffnen mit unserem Konzept eine Zukunft für Brieselang, die es vorher so nicht gegeben hätte“, sagt Christoph Mangelmans, Managing Director Fashion & Online Retail bei Fiege. „Wir wollen Brieselang mit Neugeschäften - und somit weiteren Kunden neben Zalando - als Multi-User-Center betreiben. ​Zusammen mit den erfahrenen Mitarbeitern in Brieselang wollen wir alles für diese neue Chance auf eine langfristige Perspektive tun und den Standort weiterentwickeln.​“

 Zalando hatte Brieselang im Jahr 2011 als Bestandsimmobilie übernommen. Das Logistikzentrum ist mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern der kleinste Standort in Deutschland, die selbst entwickelten Logistikstandorte in Lahr, Mönchengladbach und Erfurt sind mit 130.000 Quadratmeter mehr als viermal so groß. Als schnell wachsendes Unternehmen mit mehr als 25 Millionen Kunden in 17 europäischen Märkten hat Zalando besondere Anforderungen an seine Logistikstandorte. Eine Herausforderung in Brieselang sind die kapazitären Beschränkungen, durch die nur ein vergleichsweise kleiner Teil des Sortiments eingelagert werden kann.  “Zalando bietet seinen Kunden eine fast grenzenlose Auswahl von 300.000 Mode- und Lifestyle-Artikeln. In Brieselang stoßen wir daher allein räumlich an Grenzen. Zusätzlich lassen sich hier moderne Automatisierungstechnologien, die in unseren anderen Logistikzentren Standard sind, nur in begrenztem Umfang einbauen. Über die Jahre ist es für uns daher zunehmend schwerer geworden, den Standort für unsere Zwecke wirtschaftlich effizient zu betreiben und ein Ende von Zalando in Brieselang war absehbar. Deshalb war es uns wichtig, eine Lösung zu finden, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Zukunftsperspektive bietet”, so David Schröder.

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In Brieselang arbeiten derzeit rund 1.000 Mitarbeiter. Der Zukunftsvertrag sieht vor, dass sie ab dem 1. April bei Fiege beschäftigt sind. Um den Übergang zu einem Multi-User-Standort zu unterstützen, garantiert Zalando ein Auftragsvolumen bis mindestens Mitte des Jahres 2020. Auch darüber hinaus will Zalando die Entwicklung bis Mitte 2024 mit Aufträgen unterstützen. “​Brieselang und das engagierte Team vor Ort haben als erster eigener Logistikstandort eine zentrale Rolle in der Unternehmensentwicklung von Zalando gespielt, und es ist uns ein Anliegen, die Weiterentwicklung des Standorts zu unterstützen.​ Daher ist es uns wichtig​, ​weiterhin einen Teil unserer Logistik in Brieselang abzuwickeln und so unseren Teil dazu beizutragen, dass die neue Strategie aufgeht”​, so David Schröder.

 „Das Logistikzentrum in Brieselang ist verkehrsgünstig gelegen und mit der Nähe zum Ballungsraum Berlin ein interessanter Standort für E-Commerce-Logistik“, sagt Christoph Mangelmans. „Gerade durch das erfahrene Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehen wir ein gutes Potenzial den Standort erfolgreich zu betreiben.“ Im Raum Berlin ist Fiege bereits an drei Standorten in Rangsdorf, Großbeeren und Berlin tätig.  

Der Zukunftsvertrag für Brieselang befindet sich derzeit in der Konsultationsphase und soll zeitnah unterzeichnet werden. Brieselang würde dann der 186. Logistikstandort im internationalen Netzwerk von Fiege werden. 

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