Logistikdienstleister im Gespräch

Martin Schrüfer,

Logistik auslagern: Augen auf bei der Partnerwahl

Wenn die Aufträge immer mehr werden und die Garage nicht mehr ausreicht, schlägt die Stunde von Logistikdienstleistern. materialfluss wollte zum Abschluss des Jahres 2018 wissen, wie ein Logistikdienstleister bei der Planung eines stimmigen Logistikkonzeptes für seinen Kunden vorgeht.

Thomas Krüger, BLG Logistics. © BLG Logistics

Auf ein Wort mit Thomas Krüger, Geschäftsführer BLG Handelslogistik - Aus einer Idee wird ein stimmiges Gesamtkonzept

materialfluss: Nach welchen Parametern stricken Sie als Logistikdienstleister normalerweise die Logistiklösung beziehungsweise das Angebot?
Thomas Krüger: Um als Logistikdienstleister überzeugen zu können, stellen wir in der Kontraktlogistik der BLG Logistics hohe Ansprüche an uns, wenn es um die Konzeption von passgenauen, kundenindividuellen Lösungen geht. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden ganzheitliche Logistikkonzepte, die am konkreten Bedarf ausgerichtet sind. Den vielfältigen, ­spe­zifischen Bedürfnissen begegnen wir mit langjähriger Erfahrung, umfangreichem Know-How sowie bewährten Standards und Methoden, die für Projekte individuell adaptiert werden können. Hinter unseren Projekten steht eine starke, engagierte Mannschaft, die es sich zur Aufgabe macht, für jede Anforderung schnell und flexibel eine passende Lösung zu finden und über die rein logistischen Lösungen hinaus ein umfang­reiches Service-Paket anzubieten. Wir unterstützen dabei, aus einer ersten Idee ein stimmiges Gesamtkonzept entstehen zu lassen und sind während der gesamten Projektlaufzeit an der Seite unseres Kunden: von der Suche oder dem Bau der passenden Immobilie, die alle nötigen Standortfaktoren berücksichtigt, bis hin zur erfolgreichen Umsetzung mithilfe von smarten IT-Systemen und effizienzsteigernden Technologien. Unser Ziel als Logistikdienstleister ist es, die Prozess- und Durchlaufzeiten zu beschleunigen, damit unsere Kunden glänzen können. Markt- und ­Projektmanagement-Expertise, strukturelle Stärke, hohes Leistungsvermögen und eine gefestigte Unternehmens- und ­Projektkultur gehen hierbei Hand in Hand und stellen eine kompetente Beratung sicher, die uns zu einem verlässlichen Partner macht.

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Georg Maurer, Leiter Sales & Strategy, Logistics Development & Strategy, Schenker Deutschland AG - Manche Kunden nimmt man an die Hand

© DB Schenker

materialfluss: Nach welchen Parametern stricken Sie als Logistikdienstleister normalerweise die Logistiklösung beziehungsweise das Angebot?
Georg Maurer: Wir müssen hier differenzieren zwischen konservativen Branchen und der Start-up/E-Commerce Branche. Bei letztgenannter hat man einen intensiveren Kundenkontakt bei den Erstgesprächen. Wir merken, dass man hier auch als „Berater“ fungiert und die Start-ups teilweise an die Hand nehmen muss, um die passende Logistiklösung gemeinsam zu entwickeln. Das komplette Gegenteil dazu ist die Automobillogistik, die prozessual viel mehr Know-how mitbringt und man mit mehr Detailtiefe diskutiert. Start-up Unternehmen sind froh, wenn sie sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können und die Logistik einem Experten überlassen. Allerdings ist die Identifizierung mit den eigenen Produkten meist sehr hoch und somit muss man vertrieblich auch die emotionale Verbundenheit berücksichtigen. Herausfordernd ist ebenfalls die Volatilität, die ein solches Unternehmen oftmals mit sich bringt, dass keine historischen Daten vorweisen kann, um ein valides Logistikkonzept zu kalkulieren. Deshalb haben wir eine Art Baukastenprinzip für E-Commerce Kunden entwickelt, bei der man von einzelnen Logistikprozessen bis hin zum One-Stop-Shopping inklusive Webshop alles individuell zusammenstellen kann und gleichzeitig trotzdem eine hohe Prozesssicherheit dank der standardisierten Bausteine erhält. In den Fällen, in denen es sich nicht um ein Start-up Unter-nehmen handelt, ist es entscheidend ein ausgewogenes Logistikkonzept zu entwickeln, das sowohl innovativ, aber auch bezogen auf das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht am Ziel vorbeischießt. Dafür nehmen wir uns viel Zeit, um mit unseren Kunden die individuellen Prozesse zu designen und so zu modellieren, dass beide Seiten zufrieden sind. Letzten Endes können wir vor allem mit unseren starken logistischen Konzepten punkten, die eine hohe Prozesssicherheit aufweisen, zukünftige Entwicklungen wie zum Beispiel Wachstum berücksichtigen und sehr realistisch kalkuliert sind. Es wird immer einen günstigeren Anbieter geben, jedoch ist ein ausgemachter und von Kunden prämierter USP (Beste Logistik Marke für Kontraktlogistikdienstleistungen 2017) die hohe Qualität, die wir grundsätzlich bieten und darüber hinaus unsere Prozesse kontinuierlich im Tagesgeschäft verbessern.

Robert Bommers, Chief Operation Officer Contract Logistics, Hellmann Worldwide logistics - Das Ziel ist Kundenbegeisterung

© Hellmann Worldwide Logistics

materialfluss: Nach welchen Parametern stricken Sie als Logistikdienstleister normalerweise die Logistiklösung beziehungsweise das Angebot?
Robert Bommers: Maßgeblich bei der Auftragsvergabe ist das Zusammenspiel aus Angebotspreis und Logistikkonzept sowie Lage und Ausstattung der Logistikimmobilie. Die Gewichtung dieser Faktoren (Preis, Lage, Lösung) variiert von Anfrage zu Anfrage und hängt zum einen stark von der Branche sowie zum anderen von der Anzahl der Wettbewerber ab. In der Konsumgüter-Kontraktlogistik, die durch eine homogene Güterstruktur gekennzeichnet ist, liegt der Fokus beispielsweise eher auf dem Preis, da die Branche unter starkem Kostendruck steht. In der industriellen Kontraktlogistik, die sich durch einen höheren Spezialisierungsgrad auszeichnet, hingegen sind passgenaue, auf den Kunden individuell zugeschnittene Lösungen das ausschlaggebende Kriterium. Hier punktet Hellmann nicht nur durch Zuverlässigkeit, sondern auch durch spezifisches Branchen-Know-how.Mit unseren Angeboten verdeutlichen wir, dass wir die Problemstellung der Kunden verstanden haben und zeigen die für jeden Einzelnen individuell passende Lösung mit Blick auf Preis, Leistung sowie Skalierbarkeit auf. Unsere langjährigen Erfahrungen und auf Langfristigkeit ausgelegten Kunden­beziehungen erlauben es uns, den richtigen Mix aus zukunftsfähiger Logistiklösung, optimaler Lage der Logistik­immobilie und attraktivem Preis anbieten zu können. Aber auch die transparente, kooperative Kommunikation seitens des ­Kunden ist hierfür enorm wichtig. Neben den allgemeinen Para­metern, wie zum Beispiel Lager­bestand, Laufzeit und Anzahl der SKUs (Stock keeping units), benötigen wir für ein belastbares Angebot vor allem die dynamischen Daten des Kunden in Form der Auftragsstruktur. Nur so kann eine passgenaue Lösung ausgearbeitet werden. In unserem Angebot ebenso wie in allen weiteren Gesprächsterminen liegt unser Anliegen darin, für den Kunden spürbar zu machen, dass Logistik bei Hellmann mehr als eine gut verstandene Dienstleistung ist: Unser Geschäftsmodell lautet Kundenbegeisterung. Dafür wollen wir jeden Tag ein Stück besser werden. Hand in Hand und stellen eine kompetente Beratung sicher, die uns zu einem verlässlichen Partner macht.

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