Potenziale und innovative Ideen entdecken

Martin Schrüfer,

Ressourceneffizienz: Auszeichnung für Kasto

Der Säge- und Lagertechnik-Spezialist Kasto aus Achern hat die Inbetriebnahme seiner vollautomatischen Lagersysteme digitalisiert. Dafür wurde das badische Unternehmen beim Wettbewerb „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ ausgezeichnet.

© Kasto

Mitte Oktober überreichte Umweltministerin Thekla Walker im Rahmen des 10. Kongress BW in Stuttgart die Auszeichnung des Leuchtturmprojekts.

„Selbst in bestens organisierten und hochtechnisierten Unternehmen finden sich noch Potenziale oder innovative Ideen, wie der Ressourceneinsatz reduziert werden kann.“ Mit diesen Worten würdigte die baden-württembergische Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Thekla Walker die neun Unternehmen, die sie in den Kreis der „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ aufgenommen hat. Dazu gehören auch die Säge- und Lagertechnik-Spezialisten Kasto aus Achern. Die Badener konnten die Jury des Wettbewerbs mit dem digitalisierten Prozess der Inbetriebnahme ihrer vollautomatischen Lagersysteme überzeugen.

Mit der virtuellen Inbetriebnahme unserer vollautomatischen Lagersysteme inklusive Sägetechnik und Handling-Einrichtungen reduzieren wir den zeitlichen und energetischen Aufwand bei der Inbetriebnahme. Das vermeidet unnötige Probeläufe und Nacharbeit, was den Energie- und Ressourceneinsatz wesentlich verringert“, erläutert Sönke Krebber, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung und Mitglied der Geschäftsleitung bei Kasto. „Dabei wird die gesamte Prozesskette digital und komplett virtuell vernetzt.“ Die CAD-Modelle der einzelnen Anlagenkomponenten bilden dafür die Basis. Softwareunterstützt entsteht ein bewegliches mechatronisches 3D-Modell der gesamten Anlage, ein sogenannter digitaler Zwilling. „Wir können die Mechanik, Elektrik und Software parallel und vorab testen“, beschreibt Sönke Krebber. Ebenso lassen sich Fehler rechtzeitig erkennen und beheben. Damit sind weniger Fahrten auf die Baustelle erforderlich, was Zeit spart, aber auch CO2-Emissionen. Zudem lässt sich die Inbetriebnahme beschleunigen – und den Stress bei den Mitarbeitenden verringern.

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Bei einem beispielhaften Lagerprojekt innerhalb Deutschlands und Anfahrt per Auto könnten sich die CO2-Emissionen voraussichtlich um etwa vier Tonnen reduzieren lassen – zum Vergleich: Ein Auto, das 4.000 Kilometer zurücklegt, verursacht etwa eine Tonne CO2. Die Einsparung hängt stark vom jeweiligen Projekt, Anfahrtsweg und Transportmedium ab.

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