Interview mit Jörg Buschmann

„Wir wachsen mit den Projekten“

AR Racking hat mit der Eröffnung eines Büros in Duisburg vergangenes Jahr ein Zeichen gesetzt: Der deutsche Markt ist das Ziel und durchaus selbstbewusst arbeitet das Team unter der Leitung von Laura Garrido an der Etablierung des Unternehmens hierzulande. Jüngster Neuzugang ist Jörg Buschmann, der von SSI Schäfer wechselt und seit Mitte Mai für AR Racking arbeitet.

Jörg Buschmann © AR Racking

materialfluss: Herr Buschmann, wie kommt man von SSI Schäfer zu AR Racking?
Jörg Buschmann: Ich war bei SSI Schäfer fast 14 Jahre tätig und wollte eigentlich in den Ruhestand gehen, da ich mit 61 Jahren nicht mehr so viel strampeln wollte. Zeitgleich sprach mich ein Head­hunter an, der jemand für die Einführung eines neuen Lieferanten für Deutschland suchte. Nach einigen Gesprächen war mir klar, dass diese Aufgabe zum Abschluss meines Berufslebens sehr reizvoll wäre: Einen Lieferanten auf einem sehr stark umworbenen Markt zu etablieren.

mfl: Der Ruhestand muss also noch warten…
Buschmann: Richtig. Ein bisschen was hat mir doch gefehlt und um nur noch Motorrad zu fahren, bin ich doch noch zu jung (lacht).

mfl: Wie sind Sie in Duisburg aufgestellt?
Buschmann: Wir haben in Deutschland keine Niederlassung, sondern ein Büro. Dort ist unsere technische Leiterin Claudia Avenhues, die zusammen mit einem weiteren Kollegen den Vertrieb unterstützt und Projekte im Bereich der konventionellen Lager abwickelt. Dazu kommen vier Vertriebsmitarbeiter: Laura Garrido, Roseta Fischer, Bart Pulles und meine Wenigkeit.

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mfl: Wie weit sind Sie schon in Deutschland?
Buschmann: Es geht darum, weiter den Bekanntheitsgrad von AR Racking zu steigern. Wir sind bereits mit Händlern hervorragend unterwegs. Das ist der Grund, den nächsten Schritt zu gehen, ­nämlich bei größeren Projekten mitbieten zu können. Es ist eine Ergänzung, kein Wettbewerb zu unseren Händlern. Wir sind gerade dabei, das erste Projekt in Deutschland zu realisieren. Den Namen des Kunden darf ich nicht nennen, es handelt sich um ein großes E-Commerce-Unternehmen.

mfl: Wie haben Sie AR Racking wahrgenommen, als das Unternehmen noch Konkurrent war?
Buschmann: Als sehr guten Regalbauer mit sehr gutem Produkt. Ich habe mich immer gewundert, dass AR Racking sich gegenüber dem deutschen Markt so zurückgehalten hat. Das, was jetzt passiert, habe ich schon lange erwartet. Auch die Produktionsstätte von AR Racking ist die modernste in Europa, die ich kenne. Die Abläufe und die Maschinen dort sind hervorragend. Das erklärt auch die kurzen Lieferzeiten von drei bis sechs Wochen, die schafft derzeit kein anderer Wettbewerber.

mfl: Mit welchen Argumenten wollen Sie sich auf dem deutschen Markt durchsetzen?
Buschmann: Nicht nur mit den Lieferzeiten. Wir haben ein weiteres Alleinstellungsmerkmal auf dem deutschen Markt: Die Nachverfolgbarkeit unserer Produkte. Jedes unserer Produkte, egal ob ­Rahmen oder Traverse, ist eineindeutig mit einer Nummer gekennzeichnet, die im Werk aufgetragen wird. Das wird auch auf dem deutschen Markt noch wichtig werden und das können andere Marktteilnehmer aktuell nicht darstellen.

mfl: Welche Ziele haben Sie bis zum Jahresende?
Buschmann: Unsere Ziele sind mittelfristig. Wir wachsen mit den Projekten, die wir hier generieren können und setzen nicht 30 Mitarbeiter in eine Büroetage und verschwinden nach zwei Jahren wieder. Wir wollen bis Ende des Jahres unseren Bekanntheitsgrad signifikant gesteigert haben, dass wir wahrgenommen werden und möglichst schon das eine oder andere Projekt haben. Das kann aber auch ein Thema für 2020 sein, da muss man realistisch sein. Meine Arbeit besteht darin, Türen zu öffnen, Kontakte zu nutzen und dafür zu sorgen, dass wir bei den großen Logistikern gelistet werden. Dass ich bei denen zwar auf einen Kaffee vorbeikommen, aber nicht meine Regale mitbringen darf, kann nicht das Ziel sein (lacht).

Mit Jörg Buschmann sprach Martin Schrüfer.

Über Jörg Buschmann
Jörg Buschmann (61) blickt auf eine umfangreiche Karriere in der Intralogistik zurück: Von 1990 bis 2005 arbeitete der studierte Elektrotechniker bei Swisslog in Ludwigsburg, ­Dortmund und Buchs (Schweiz) in verschiedenen leitenden ­Positionen und zuletzt als Manager Project and Risk Management. Im August 2005 wechselte er zu SSI Schäfer und ­war dort zuletzt als Head of Sales Projects tätig – bis er zu AR Racking wechselte.

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