Element Logic bei Stihl

Martin Schrüfer,

Auf Wachstum eingestellt

Element Logic hat ein flexibel mitwachsendes Autostore-System bei einem österreichischen Gartengerätehersteller realisiert. Zur Automatisierung der Kleinteilelagerung und zuverlässigen Versorgung von Produktion und Ersatzteilaufträgen hat Gartengeräte-Hersteller Stihl Tirol ein automatisiertes Autostore-System in Betrieb genommen.

© Element Logic

Das flexibel skalierbare Lager- und Kommissioniersystem wird kontinuierlich an den wachsenden Bedarf angepasst und bietet bei optimaler Raumnutzung mehr Lagerkapazität und maximale Zuverlässigkeit durch Redundanz sowie eine kurze Amortisationszeit.

Stihl Tirol hat in den vergangenen Jahren erheblich in den Ausbau des Produktionsstandorts Langkampfen investiert. Die stetige Verbesserung der Produktion, der Anlagen und der Abläufe zeitigte eine erfolgreiche Entwicklung. Durch die serienbegleitende Prozessoptimierung wurden Störungen reduziert, der Materialfluss verbessert und die Effizienz gesteigert. Fertigungskapazitäten ließen sich kurzfristig erhöhen, um die Nachfrage der Märkte zu bedienen.

Optimale Raumnutzung im Raster

Das Unternehmen entschied sich für eine Automatisierungslösung mit Order-Fulfillment nach dem Ware-zur-Person-Prinzip. „Wir suchten ein System, das das Unternehmenswachstum begleiten und abdecken kann, sich flexibel und unbegrenzt bei laufendem Betrieb erweitern lässt und uns langfristige Investitionssicherheit bietet“, erklärt Christoph Krismer, Abteilungsleiter Logistik Distribution bei Stihl Tirol. „Nach Vergleich verschiedener AKL-Technologien und Lösungsansätze haben wir uns für die Autostore-Technologie entschieden. Die Lagerung im Raster sorgt für optimale Raumnutzung. Die flexibel anpassbare Kapazität und Leistung erfüllen unsere Anforderungen.“

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Geplant und realisiert wurde die erste Autostore-Anlage in Österreich durch den Systemintegrator Element Logic Germany aus Bad Friedrichshall. „Element Logic ist der erste offizielle Autostore-Integrator und konnte entsprechend zahlreiche Referenzanwendungen und Systemerfahrungen in das Projekt einbringen“, erläutert Krismer. „Das war die richtige Entscheidung. Von der Planung über die Anlieferung und den Aufbau lief alles tadellos und im geplanten Zeitplan und Umfang ab.“

Robots lagern ein und aus

Bei diesem Lagerkonzept werden die Behälter in Schächten übereinandergestapelt und von kleinen Robotern, sogenannten Robots, ein- und ausgelagert. Das System überzeugt durch Effizienz und Flexibilität. Die Behälterstapel werden in einem standardisierten, bis zu 5,40 Meter hohen Aluminium-Raster, dem sogenannten Grid, gelagert. Auf dessen Oberfläche arbeiten die Robots. Je nach Behälterhöhe sind in einem Grid bis zu 16 beziehungsweise 24 Behälter übereinandergestapelt. Das kompakte Gesamtsystem mit integrierten Kommissionierstationen – den Ports – bietet gegenüber herkömmlichen AKL-Lösungen eine um 60 bis 70 Prozent verbesserte Raumausnutzung.

Das Anlagenlayout ist an vorhandene bauliche Gegebenheiten anpassbar. Steigen Kapazitätsbedarf und Durchsatzanforderungen, ist die Anlage durch zusätzliche Robots, Ports oder Schächte im laufenden Betrieb skalierbar. Auf diese Weise erzielen Autostore-Anlagen unter den verfügbaren AKL-Lösungen die höchste Lagerdichte. Bei einem Energiebedarf von durchschnittlich 100 Watt je Robot pro Stunde arbeiten diese Anlagen im Vergleich zu anderen AKL-Lösungen sparsam.

Kontinuierliche Erweiterung

In Langkampfen sind Lagerplätze für insgesamt 66.500 Behälter eingerichtet. Inzwischen bedienen 26 Robots insgesamt drei Conveyor-Ports für Ein- sowie vier Caroussel-Ports für Auslagerungen. Die Ein- und Auslagerungskapazitäten liegen bei jeweils 400 Behältern pro Stunde. Die Behälter können in bis zu 32 Fächer unterteilt werden und werden chaotisch eingelagert. Der Zugriff auf Behälter weiter unten im Stapel erfolgt über Umlagerungen; das erfolgt problemlos, weil die Aufträge in Wellen kommissioniert werden. In Kombination mit der hohen Lagerdichte und der hohen Durchsatzleistung gelten Autostore-Anlagen pro Quadratmeter Hallenfläche als schnellste Order-Fulfillment-Systeme am Markt.

Der Beitrag erschien in materialfluss SPEKTRUM 2022 (7/22).

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