Krane & Komponenten

Neues von Kran und Co.

Bei der Materialflussoptimierung spielen Krane und Hebezeuge eine wichtige Rolle. Effizienzsteigerungen lassen sich aber auch durch die intelligente Kombinationen bewährter Systeme und Komponenten erzielen. Materialfluss stellt neue Produkte und Lösungen vor.

Neue Standards hinsichtlich Einsatz- Flexibilität, Effizienz und Sicherheit soll das neue Brückenkransystem Smarton von Konecranes setzen. Das auf bewährten Komponenten basierende System bietet Tragkräfte von 30 bis 500 Tonnen und ist von klassischen Handlingsaufgaben bis zu komplexen automatisierten Prozessen einsetzbar. Durch seinen modularen Aufbau ist das System maßkonfigurierbar und jederzeit erweiterbar. Zudem verfügt es über eine Energierückspeiseeinheit, die den Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent verringern soll.

Mit einer intelligenten Steuerung, die über eine Geschwindigkeitsautomatik und Schwingungsdämpfung verfügt, lassen sich Lasten präzise und sicher positionieren. Individuelle Parameter für die Positionierung und den Arbeitsbereich sind ohne Spezialkenntnisse programmierbar. Eine Funkfernsteuerung zeigt fortlaufend alle wichtigen Last- und Krandaten an. So lässt sich der Kran komfortabel bedienen. Darüber hinaus erstellt ein intelligentes Selbstdiagnosesystem detaillierte Statusmeldungen und unterstützt damit auch Problemlösungen.

eepos

Für Wartungsarbeiten, Kontroll- und Reparaturarbeiten steht ein ausklappbarer Laufsteg zur Verfügung. Hilfestellung im Störungsfall bietet KoneCranes aber auch per Ferndiagnose mit einem globalen 24/7-Service. Ein neue Service-Leistung des Unternehmens ist die 3-D-Laservermessung von Kran- und Katzbahnen sowie die Vermessung der Achsparallelität von Laufrädern für alle Fabrikate. Dieses Angebot umfasst sowohl die Ursachenfindung für starken Verschleiß an Kranschienen, Laufrädern und Spurführungsrollen als auch eine vorausschauende Instandhaltungsplanung. Effizienzsteigerungen lassen sich nicht nur mit neuen Produkten erzielen.

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Bereits durch die intelligente Kombination bewährter Produkte und Komponenten lassen sich intralogistische Transporte optimieren. Demag Cranes & Components hat beispielsweise beim Anlagenbauer SMS Meer in Mönchengladbach für den innerbetrieblichen Transport schwerer Bauteile bis zu einem Gewicht von 180 t fünf Lauf- und Konsolkrane in drei Arbeitsebenen installiert.

Auf der obersten Ebene in rund 14 m Höhe übernimmt ein Prozesskran mit zwei Multi-Purpose-Windwerken den Transport der Schwergewichte zu einem Portalfräszentrum. Die beiden Windwerke der Krananlage verfügen über Tragfähigkeiten von 180 t und 90 t und arbeiten stufenlos mit lastabhängigen Geschwindigkeiten. Bei großvolumigen Bauteilen arbeiten die Windwerke auch im Tandembetrieb. So lassen sich Rohteile bei der Bearbeitung der auf einem Gantry-Bearbeitungszentrum sicher und präzise wenden.

Frequenzgeregelte Antriebe garantieren auch bei Kran- und Katzfahrten ein komfortables Handling und eine präzise Positionierung. Zwei Standard-Laufkrane mit einem Spurmittenmaß von 20,32 m transportieren in etwa 10 m Höhe weitere Roh- und Montageteile. Sie können die Produktionshalle in der gesamten Länge überfahren.

Für Lasten bis 32,5 t Kran 1 arbeitet im östlichen Bereich der Halle und ist mit einer Einschienenkatze EK-DR Pro mit 10 t Tragfähigkeit ausgestattet. Ein weiterer Zweiträger- Laufkran verfügt über einen Seilzug DR 20 für Lasten bis 32,5 t sowie über ein 10-t-Hilfshubwerk. Damit sich auch kleinere Bauteilen wenden lassen, war eine Raum sparende Installation der ohnehin kompakt gebauten Seilzüge erforderlich.

Kranausleger

Durch den Einbau von zwei Hubwerken auf einer Katze können alle Maschinenelemente von SMS Meer für die beidseitige Bearbeitung vorbereitet werden. Um jegliche Kollision von Krananlage und dem Fräsportal im laufenden Betrieb zu vermeiden, wurden zusätzliche Sicherheitseinrichtungen mit Abstandssensoren installiert. Unterhalb der Laufkrane verfahren in einer dritten Arbeitsebene zwei baugleiche Konsolkrane mit einer maximalen Hakenhöhe von 6,24 m und einer Ausladung von 7 m.

Ausgestattet mit einem 5-t-Seilzug DR-Pro übernehmen sie auf einer insgesamt 98 m langen Kranbahn den Materialtransport zu den einzelnen Arbeitsplätzen. Zusätzlich werden sie für Positionieraufgaben an den Montagestationen eingesetzt. Über die Funksysteme lassen sich die fünf installierten Krananlagen in der Schwerlasthalle komfortabel mit größtmöglicher Bewegungsfreiheit und einem sicheren Abstand zur Last steuern.

Auch Vetter Krantechnik hat im neuen Werk Mergelstetten des deutschen Getriebeherstellers Voith Turbo die Arbeitsabläufe optimiert. Für das Einlegen von den bis zu 3 t schweren Getriebeteilen in verschiedene Bohr-, Fräs- oder Schleifmaschinen wurden 22 Schwenkkrane vom Typ „Meister“ installiert. Neu ist hier unter anderem das Kompaktankerbefestigungssystem.

Bei diesem System wird ein vorbereitetes Rohrstück mit Anschlussflansch in das Kranfundament eingelassen. Anschließend wird der Kran dort aufgeschraubt. Diese schnelle und zugleich saubere Methode hat den Vorteil, dass im weiteren Verlauf der Bauphase keine störenden Ankerstangen aus dem Hallenboden herausstehen. Der Kompaktanker ist plan und kann sogar von Gabelstaplern überfahren werden.

Für die Teileversorgung einer Dreh-/ Fräsmaschine wurden wegen beengten Platzverhältnissen zwei Ausleger an eine Säule montiert. Der Werker nimmt mit dem Ausleger 1 einen Rohling auf und fährt diesen in eine Parkposition vor die Maschine. Mit dem Ausleger 2 entnimmt er das bearbeitete Werkstück aus der Maschine und schwenkt das Teil erst einmal zur Seite.

Mit dem Ausleger 1 platziert er anschließend den geparkten Rohling in die Maschine. Während dieser maschinell bearbeitet wird, kann der Werker das gefertigte Werkstück nacharbeiten, ablegen und sofort wieder einen neuen Rohling aufnehmen. Durch diese effektive Arbeitsweise wurde eine um 5 Prozent höhere Maschinenlaufzeit erreicht.

Fokus auf Service Ein neues Fertigungs- und Lieferkonzept bietet STAHL CraneSystems an. Seit 2009 baut das Unternehmen keine Krananlagen mehr. Stattdessen sollen neue Freiräume genutzt werden, welche die Entwicklung und den Bau moderner Hebe-, Fahr- und Steuertechnik noch intensiver vorantreiben könnten. Kundenberatung, Planung, der Bau der Krananlage sowie der Service und das Ersatzteilgeschäft übernimmt der Kranbauer vor Ort.

Zum einen sei der Kranbauer vor Ort flexibler, er kenne seine Kunden und könne sie schneller und direkter beraten. Zum anderen profitiere er von ausgereifter Technik und dem Wissen, das der Kranbauer in 130 Jahren gesammelt hat und ihm für seine Projekte zur Verfügung stellt. Durch die klare Trennung von Kranbau und Krantechnik sei STAHL CraneSystems für ihn kein Konkurrent auf dem Kranmarkt, sondern ein zuverlässiger Partner. Angestrebt werde eine klassische Win- Win-Situation für alle Beteiligten.

XL-Profil

Neues XL-Profil Die eepos GmbH, Hersteller von Aluminium- Kransystemen im Baukastenprinzip, hat ihre Produktpalette um das neue XL-Profil erweitert. Dieses Aluminiumprofil ergänzt das Produktprogramm nach oben und soll noch flexiblere und vielfältigere Anwendungsmöglichkeiten bieten.

In Verbindung mit dem Verstärkungsprofil können mit dem XL-Profil bei einer Spannweite von 14 m noch Lasten von 160 kg bewegt werden. Durch die geringen Abstufungen der Profile lassen sich nach Angaben des Herstellers optimale Konfigurationen zusammenstellen. Das betrifft sowohl komplexe Krananlagen, Leicht- und Schwenkkrane oder Hängebahnen einschließlich der Hebezeuge.

Krane

eepos GmbH, E-Mail: v.muecher@eepos.de, www.eepos.de Demag Cranes & Components AG, E-Mail: info@demagcranes.de, www.demagcranes.de Konecranes GmbH, E-Mail: info@konecranes.com, www.konecranes.de Stahl CraneSystems GmbH, E-Mail: info@stahlcranes.com, www.stahlcranes.com Vetter Krantechnik GmbH, E-Mail: info@vetter-krane.de, www.vetter-krane.de

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