FTS im Trend

Zentrales Nervensystem in der Fabrik der Zukunft

Über die Bedeutung der LogiMAT für die FTS-Branche sind sich die Experten der FTS-Anbieter E&K Automation und MLR einig. Was sie dort zeigen und welche Schwerpunkte in der Produktentwicklung die Unternehmen setzen, verrät unsere kurze Fragerunde.

Zwei Fragen an Markus Kölsch, Leiter Unternehmenskommunikation MLR Gruppe

Markus Kölsch - Foto: MLR Gruppe

materiafluss: Mit welchem Produkt wollen Sie 2018 die Kunden begeistern?

Markus Kölsch:MLR hat seinen Gabelhochhubwagen Phoenix RH-1,0 komplett überarbeitet: Das Fahrzeug wurde mit einem selbstsperrenden Spindelhub aus-gestattet und kommt so komplett ohne Hydraulik aus. Dadurch lässt sich das Fahrzeug nun auch in sensiblen Umgebungen, wie z.B. in Krankenhäusern, einsetzen. Ein weiteres Highlight sind ausfahrbare Ladekontakte sowie die Möglichkeit induktives Laden einzusetzen. Als Batterien sind dabei Blei- oder LiFePo4-Batterien möglich. MLR hat außerdem ein modernes Bedienkonzept eingeführt: Die Dialoge mit der Fahrzeugsteuerung werden zukünftig über Touch-Screens abgewickelt. Hierbei wurde insbesondere Wert auf eine einfache und intuitive Bedienbarkeit gelegt. Über die Touch-Screens können außerdem vor Ort Schnelllauftore (auf/ab) oder Ladestationen (an/aus) bedient, sowie verschiedene Displaysprachen angewählt werden.

mfl: Auf welchen Messen sind Sie präsent oder liegt Ihr Schwerpunkt woanders?

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Kölsch:Auch wenn wir mittlerweile über 90% der Erstkontakte durch unser Online-Marketing erzielen – nichts ersetzt den persönlichen Kontakt, wie zum Beispiel auf einer Messe. Für die FTS-Branche ist die LogiMAT nach wie vor die wichtigste Fachmesse. Hier sind die meisten FTS-Hersteller vertreten – so auch MLR. Wir beteiligen uns ferner regelmäßig an der Fachtagung des Forums FTS sowie am Technologieforum von Fraunhofer IPA, da wir dort qualitativ hochwertige Kontakte erhalten.

Zwei Fragen an Ronald Kretschmer, Director Marketing & Sales E&K Automation

materiafluss: Mit welchem Produkt wollen Sie 2018 die Kunden begeistern? Roland Kretschmer: Unseren Fokus legen wir auf die folgenden vier Themen: 1. Smart Move – Transportrobotik Out of the Box. Mit automatisierten Serienflurförderzeugen der Hersteller Jungheinrich und Linde MH bietet EK kostenoptimierte Standardlösungen für automatisiertes Paletten-Handling. Über 20 Jahre Erfahrung in der Automatisierung von Serienfahrzeugen garantieren industrietaugliche Qualitätsstandards mit höchster Verfügbarkeit. Kundenspezifische Anpassungen und innovative Li-Ion-Energiesysteme ermöglichen maximale Flexibilität. 2. Simulation als digitales Planungswerkzeug. Auf Basis einer von EK entwickelten FTS-Toolbox werden komplexe Materialflusssysteme in 3D simuliert. 3. Punktwolken zur Visualisierung von Intralogistikumgebungen und Simulationsergebnissen. EK Automation erstellt mit 3D-Scantechnologie hochpräzise digitale 3D-Kopien der realen Logistikumgebung und kann somit Planungsrisiken erheblich minimieren sowie Aufwendungen in der Anlagenrealisierung reduzieren. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden einen virtuellen Blick in die Zukunft ihrer Intralogistikumgebungen. 4. Transportrobotik gilt als Schlüsseltechnologie der Industrie 4.0. Autonome Transportroboter bilden das zentrale Nervensystem in den intelligenten Fabriken der Industrie 4.0, da nur sie die nötige Flexibilität im Materialfluss für die individualisierte Massenproduktion der Zukunft gewährleisten können. In diesem Kontext wird EK eine Konzeptstudie einer multifunktionalen flachen Transportplattform präsentieren.

mfl: Auf welchen Messen sind Sie präsent oder liegt Ihr Schwerpunkt woanders?

Kretschmer: EK Automation wird auf der LogiMAT 2017 an neuer Stelle und Größe in der Halle 7 auftreten. Der Fokus von EK Automation liegt eindeutig auf der LogiMAT, die wir als Leitmesse für Intralogistiksysteme und Fahrerlose Transportsystem empfinden. Wir erwarten hier eine große Resonanz durch ein qualifiziertes Fachpublikum. Die Internationalität der Messe steht nicht im Fokus.

Martin Schrüfer

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