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Artikel und Hintergründe zum Thema

FTS

Marvin Meyke,

Transportroboter in der Fertigungsautomation

Ob Automobil- oder Flugzeugproduktion – FFT gilt als weltweit führender Systemanbieter von schlüsselfertigen Produktionsanlagen. Mit dem neuen fahrerlosen Transportsystem erweitert das Unternehmen seine Lösungskompetenz im Bereich des automatisierten Materialtransports. Das induktive Ladesystem von Wiferion sorgt dabei für höchste Effizienz.

Mit seinem neuen FTS reagiert FFT auf die steigenden Kundenanforderungen nach Automatisierungslösungen. © FFT

FFT ist ein weltweit führender Systemanbieter für automatisierte und flexible Fertigungsanlagen. Als Turnkey-Partner realisiert das Unternehmen aus Fulda schlüsselfertige Produktionssysteme für Kunden aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Neben Rohbauanlagen setzt FFT auch automatisierte Wartungskonzepte und Fertigungszellen im Bereich der Endmontage um. Im Rahmen des Turnkey-Ansatzes bietet FFT seinen Kunden eine Komplettlösung aus Produktionsanlage und zugehöriger Fördertechnik. Diese sind optimal aufeinander abgestimmt und funktionieren als Gesamtsystem.

FTS in drei Varianten

Um sein Leistungsspektrum zu erweitern und den Kundenanforderungen nach flexiblen Automatisierungslösungen für die logistische Verkettung ihrer Produktionsanlagen gerecht zu werden, hat der Generalunternehmer das fahrerlose Transportsystem FFT-IGV entwickelt. "Unsere Kunden erwarten eine perfekt auf ihre Anforderungen abgestimmte Produktionsumgebung aus einer Hand. Deshalb haben wir uns entschieden, ein eigenes FTS zu produzieren", sagt Christian Schuster, Account Manager bei FFT.

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Das fahrerlose Transportsystem ist in drei Varianten erhältlich. Das FFT-IGV One S ist das vielseitige Basismodell mit bidirektionalem Antrieb und einer Traglast von bis zu 1,5 Tonnen. In der Version FFT-IGV Elevate verfügt das Fahrzeug über einen integrierten Hubtisch und kann eine Last von bis zu einer Tonne auf eine Höhe von 1,56 Meter heben. Das Modell FFT-IGV Agility kann omnidirektional navigieren und verfügt über eine integrierte Hubeinheit (Hub: 150 Millimeter). "Der große Vorteil unseres FTS ist, dass er als integraler Bestandteil der Gesamtanlage über die SPS gesteuert werden kann. Damit vereinfachen wir die Systemarchitektur und vermeiden, dass sich ein Kunde mit zwei unterschiedlichen Systemen herumschlagen muss", erklärt Jan Kreuzer, Projektleiter Elektrik.

Hohe Ladeleistung für große Lasten

Standardmäßig ist das FFT-IGV mit der induktiven Ladetechnik von Wiferion ausgestattet. "Aufgrund der engen Taktzeiten im Rohbau und der stark gestaffelten Zyklen war für uns von Anfang an klar, dass wir bei der Energieversorgung auf kabelloses Laden setzen", erklärt Jan Kreuzer. "Da das Eta-Link-System hier der Standard ist und bereits mehrere tausend Systeme erfolgreich im Einsatz sind, kam für uns nur Wiferion in Frage". Die Herausforderung bestand darin, dass die Roboter aufgrund des schweren Transportgutes in kurzer Zeit mit hohen Strömen beladen werden mussten. Wiferion hat daher ein auf diese Anforderungen abgestimmtes Energiesystem aus Hochleistungsbatterien und Ladegerät entwickelt. Das FFT-IGV verfügt über zwei Eta-Link 3000-Schnellladesysteme, die parallel geschaltet eine Ladeleistung von sechs Kilowatt erbringen und die Batterien mit einer Laderate von 2 C mit Energie versorgen.

FFT steht für Flexible Fertigungstechnik. Daher ist die Flexibilität des Eta-Link-Schnellladesystems ein entscheidender Faktor. Die Ladepunkte können an nahezu jeder häufig frequentierten Stelle im Lager platziert werden. Fährt ein Roboter an einen Ladepunkt, startet die Energieübertragung automatisch und überträgt nach nur einer Sekunde den Strom mit voller Leistung. "Wir laden unsere AGVs im Prozess. So vermeiden wir Ladepausen und unproduktive Fahrzeiten zu stationären Ladestationen und stellen die Verfügbarkeit der Fahrzeuge rund um die Uhr sicher", sagt Nils Kramm, Projektleiter Mechanik. So kann FFT hochproduktive Produktionslinien wie im Werk der BMW Group in Leipzig realisieren.

Weltweit sind bereits 130 Ladesysteme in AGVs von FFT im Einsatz. Derzeit realisiert der Systemlieferant für die BMW Group im Werk Leipzig eine neue Fertigungsanlage mit einer zweistelligen Roboterzahl.

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