Förder- & Hebetechnik

Maßgeschneidertes Textil-Management

Ob Putztücher, Berufsbekleidung, Arbeits- oder Schutzkleidung – MEWA organisiert als Full-Service Dienstleister das Management für Betriebstextilien. Das manuelle Handling der Stoffrollen für die Reparatur der Berufsbekleidung wurde unlängst am norddeutschen Standort Lauenburg durch einen platzsparenden, DV-gesteuerten Vertikallift der Firma Hänel modernisiert.

Lean-Lift Vertikallift von Hänel
85 Prozent der ehemaligen Stellfläche wurde durch den Lean-Lift Vertikallift von Hänel eingespart. Bild: Hänel/Gerd Knehr

Gegründet 1908, produzierte die Mechanische Weberei Altstadt, kurz MEWA, mehrfach verwendbare Putztücher aus Baumwolle für die Reinigung von verschmutzten Maschinen. Außer dem Lieferprogramm von Putztüchern, Ölauffang- und Fußmatten versorgt MEWA heute europaweit von 44 Standorten aus Unternehmen mit Berufsbekleidung und Schutzkleidung im Full-Service. 2015 erzielte die gesamte Gruppe 612 Mil­lionen Euro Umsatz.

MEWA in Lauenburg: Neubau 2014

Um dem wachsenden Bedarf für die Pflege von Berufsbekleidung weiterhin gerecht zu werden, wurde im Jahre 2014 am norddeutschen Standort Lauenburg ein neues Firmengebäude errichtet. Die neuen Waschstraßen sind bis zu 14 Meter lang und 19 Tonnen schwer. Der technische Geschäftsführer, Rolf Lausmann: „Unsere gesamte Wasch- und Trockentechnik ist führend in der Branche und garantiert ein effizienteres und umweltschonenderes Arbeiten.“ Eine leistungsfähige Förder- und Sortiertechnik transportiert die Berufsbekleidung auf Hängebahnen durch den gesamten Pflegeprozess. Zu Beginn wird mit Barcode-Scannern die Kleidung in IT-gesteuerten Systemen transparent erfasst. An ergonomischen Arbeitsplätzen warten die Näherinnen darauf, die Kleidungsstücke bei Bedarf auszubessern. „Finisher“ trocknen und glätten die Kleidung. Anschließend wird die Berufsbekleidung auf Hängebahnen den Touren zur wöchentlichen Auslieferung bereitgestellt. „Als größter Arbeitgeber in der Region haben wir im Neubau mit dem MEWA Berufskleidungsbetrieb unsere Kapazität nahezu verdoppeln können“, so Rolf Lausmann.

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Modernes Stoffrollenlager

Rund 20.000 Teile werden täglich bei MEWA gewaschen und bearbeitet. Defekte Kleidungsstücke werden aussortiert und repariert. Die Stoffrollen für die Flicken sind in einem DV-gesteuerten Hänel Lean-Lift in der Näherei untergebracht. Rolf Lausmann: „Der Lean-Lift mit Vertikaltechnik nutzt die gesamte Hallenhöhe bis zur Decke und durch die höhenoptimierten Einlagerungen den gesamten Raum maximal. Auf diese Weise wurde die Stellfläche ohne Rangierfläche für die Stahlständer mit den Stoffrollen von 40 auf 6 m2 reduziert!“

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Intra meint: Vorbildlich

Wenn ich mir den Anwenderbericht von Berufbekleidungshersteller MEWA so durchlese, muss ich unweigerlich grinsen: So ein tolles, ordnungsschaffendes Hänel-System würde in der Redaktion von Materialfluss und LT-manager sicher auch nicht schaden – vom Thema Kleidungsstil der Kollegen mal ganz abgesehen. Wann kommt der verpflichtende Blaumann für Redakteurinnen und Redakteure?

Zur Lagerung von jeweils vier Stoffrollen hintereinander sind 19 Container mit Sonderaufnahmen ausgestattet. Neun Container hingegen mit Sonderaufnahmen für jeweils drei Stoffrollen für dickere Stoffe. Mit der integrierten Lagerortverwaltung der Hänel Liftsteuerung wird jede Stoffrolle mit dem zugehörigen Tiefenfach auf den Containern systematisch erfasst. „Im manuellen Lager musste bei einem Reparaturauftrag zuerst die richtige Stoffrolle gesucht und gefunden werden. Bei über hundert Stoffrollen herrscht mit dem Hänel Lean-Lift heute Übersicht“, bemerkt der MEWA Geschäftsführer.

Komfortable und systematische Bereitstellung

Jede Näherin besitzt von jeder Stofffarbe eine bestimmte Anzahl von Flicken. Werden die Mindestbestände am jeweiligen Arbeitsplatz erreicht, wird sogleich eine Nachschubbestellung ausgelöst und der Bedienerin am Lean-Lift zugeführt. Mit der Artikelpoolverwaltung können auch Artikeldaten ohne Lagerortangabe am Terminal eingegeben werden. Bereits übertragene Daten müssen nicht erneut erfasst werden. Umgekehrt werden durch Eingabe von Auftrags- oder Artikelnummern, Lagerplätzen oder Stoffarten mit den zugehörigen Infos in den Zusatz-Datenfeldern die Stoffrollen gesucht und gefunden.

An der Entnahmestelle lassen sich die Stoffe auf dem Container abrollen, messen und mit der Schere abtrennen. Die Flicken werden anschließend ausgestanzt und den Näherinnen zugeführt. Ist der Mindestbestand des Stoffes einer Rolle erreicht, wird dies auf der Hänel-Steuerung angezeigt und am Arbeitsplatz-PC eine Bestellung im SAP Host-System ausgelöst. Eine seitlich in der Entnahmestelle fixierte Karte signalisiert dies. Zur Rückmeldung an das SAP Hostsystem werden alle Daten im Bewegungsjournal gespeichert. „Den Vertikallift betreiben wir derzeit noch als Stand-alone-Lösung. Mit seiner Schnittstelle lässt sich der Hänel Lean-Lift jedoch in unser SAP-Hostsystem integrieren“, resümiert Rolf Lausmann. Der Lean-Lift mit den Stoffrollen wurde für die Änderungen und Reparaturen defekter Kleidungsstücke von Hänel für MEWA maßgeschneidert. Die Stellfläche des manuellen Stoffrollen­lagers konnte hierbei auf 15 Prozent reduziert werden. Und mit der Artikelpoolverwaltung im LVS von Hänel wurde auch die Suche nach der richtigen Stoffrolle beendet.

Gerd Knehr

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