Flurförderzeuge
Nicht immer lohnt der Kauf
Manchmal lohnt es sich nicht, ein Flurförderzeug zu kaufen, manchmal fehlt ganz einfach das Bargeld. Doch auch dann müssen Unternehmen nicht auf ein neues Gerät verzichten, denn es gibt eine Reihe von interessanten Angeboten.

Zahlreiche Unternehmen „leiden“ an einem zu großen Fuhrpark an Staplern. Überzählige, überalterte oder untaugliche Maschinen können die Finanzkraft gefährden und zur Unwirtschaftlichkeit des Lagerbetriebes führen. Kommen dann noch Betriebserweiterungen, Umstrukturierungen im Unternehmen oder ähnliches hinzu, wächst das Problem. Darauf hat sich Atlet, schwedischer Hersteller von Flurförderzeugen, mit vielen alternativen Vertragsangeboten eingestellt.
Atlet-Kunden können sich entscheiden, ob sie langfristig mieten wollen oder den Stapler nur wenige Tage für besondere Anforderungen benötigen. Egal, ob man saisonale Spitzen auffangen muss, das Lager umgestalten möchte, nicht sicher ist, welches Flurförderzeug man für eine bestimmte Aufgabe benötigt oder im Fuhrpark gebundenes Kapital frei bekommen will: Wie immer die Situation aussieht – Atlet bietet seinen Kunden Mietverträge, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Eine sehr effiziente Form ist die klassische Miete. Sie bietet die Möglichkeit, ohne Kapitalbindung zu expandieren. Die Mietdauer ist flexibel und umfasst vollen Service und eine Verfügbarkeitsgarantie. Auch der Mietkauf hat viele Vorteile. Die Mietdauer variiert zwischen 1 und 10 Jahren. Kunden können ein Wartungsniveau wählen und den Kauf des Staplers über einen längeren Zeitraum verteilen.
Der Atlet-Kauf- und Rückmietvertrag wird immer häufiger gefragt: Atlet kauft den vorhandenen Fuhrpark des Kunden, der dann im Rahmen einer Gesamtvereinbarung wieder angemietet werden kann. Austausch und Erneuerung erfolgen nach Wunsch und entsprechend des erforderlichen Einsatzbedarfes. Der kurzfristige Verleih mit Mietzeiten von einer Woche bis drei Monaten inklusive Rundumservice ist ebenso möglich wie eine klassische Leasingvereinbarung mit flexibler Laufzeit und entsprechenden Servicepaketen.
Laut Manuela Damato, Produktmanagerin Added Value bei Toyota Material Handling Deutschland, werden die Anforderungen, die Leasing-Kunden stellen, aber immer beratungsintensiver. „Gefragt sind zunehmend individuelle Produkte. Auch Flexibilität wird großgeschrieben, damit unsere Kunden zu jeder Zeit auf Veränderungen in ihren Unternehmen reagieren können. Für uns bedeutet das, dass wir unsere Angebotspalette kontinuierlich erweitern. Schon jetzt bieten wir ein breites Spektrum an – beginnend bei der klassischen Finanzierung über verschiedene individuelle Leasingprodukte- und Laufzeiten bis hin zu risikoarmen Mietangeboten. Die Laufzeiten variieren von einem Tag bis sieben Jahre und auf Wunsch auch darüber hinaus. Alles unter der Prämisse, jederzeit den Bedarf unserer Kunden zu decken. Der Kreativität bei der Entwicklung neuer Angebote sind kaum Grenzen gesetzt – solange sich die Lösungen für unsere Kunden rechnen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Wir etablieren gerade die ‚Miete mit Kaufoption’, bei der Unternehmen sowohl von den Vorteilen der Kurzzeitmiete als auch des handelsüblichen Kaufs eines neuen Gabelstaplers profitieren können.“
Flexibel und individuell
Auch Linde Material Handling bzw. die deutsche Händlerorganisation decken mit ihrem umfassenden Dienstleistungsangebot das gesamte Spektrum an Finanzierungs- und Nutzungskonzepten ab: Kurzfristmiete für zeitlich begrenzten Bedarf oder saisonale Spitzen, Leasing mit individueller Laufzeitgestaltung und Mietkauf mit unterschiedlicher Ratengestaltung über das Linde-Rental-Paket, das neben der Finanzierung auch den kompletten Wartungs- und Reparaturservice mit festen All-in-Raten umfasst. Alle genannten Finanzierungsalternativen werden vertraglich flexibel auf das individuelle Kundenprofil ausgestaltet. Das entsprechende Backup leistet eine eigene
Finanzierungsgesellschaft, die Linde Leasing GmbH. Ebenso wichtig ist jedoch das Beratungs-Know-how der Händlermitarbeiter. Denn letztlich geht es darum, dem Kunden das zu seiner individuellen Situation passende Finanzierungsmodell anzubieten. Dessen Wahl ist abhängig von einer ganzen Reihe unterschiedlichster Kriterien. Dazu gehören die zu leistenden Betriebsstunden der Flurförderzeuge, die geplante Laufzeit – aber auch die aktuellen Zinssätze. Eine gute Beratung hilft hier, bares Geld einzusparen.
Wie gut die unterschiedlichen Finanzierungslösungen ankommen, sieht man an der anhaltend hohen Nachfrage in den vergangenen Jahren. Fahrzeuge, die nicht gekauft, sondern gemietet oder geleast werden, schaffen Liquiditätsspielräume für den Kunden. Zudem werden seine Kreditlinien nicht berührt; er kann aufgrund der vertraglich fixierten monatlichen Miet-, Leasing- oder Rental-Raten sicher kalkulieren und verfügt über garantiert einsatzbereite Stapler und Lagertechnikgeräte. Auch das Vorhalten von Stand-by-Geräten für besonders zeitkritische Anwendungen lässt sich vertraglich regeln. Die monatlichen Rental-Raten sind dabei als Betriebsausgaben abzugsfähig. Da die Fahrzeuge nach Ablauf des Rental-Vertrages – in der Regel nach drei bis fünf Jahren – ausgetauscht werden, entspricht die Flotte immer dem aktuellsten Stand der Technik und sorgt für höchste Wirtschaftlichkeit.
Mit insgesamt rund 6.200 Fahrzeugen der Marke Linde steht bei den Vertragshändlern deutschlandweit eine der größten Kurzfrist-Mietflotten bereit. Da Linde Material Handling über ein komplettes Produktangebot verfügt, erhalten die Kunden zum Beispiel auch Reach Stacker oder Stapler für explosionsgeschützte Bereiche aus einer Hand.
Auch Jungheinrich bietet ein breit gefächertes Spektrum an Finanzdienstleistungen an, allerdings sind die Angebote nicht für jeden Interessenten transparent. Widersprüchliche Kundenanforderungen erschweren zudem in vielen Fällen die Entscheidung zugunsten der richtigen Finanzierungsvariante. So sind zum Beispiel die Anforderungen eines Operate-Lease-Vertrages nach US-GAAP oder IFRS nicht mit jedem Finanzierungsvertrag vereinbar. Sorgfältige Recherchen sind notwendig, wenn es um Vertragsinhalte geht. Auch unter gleichem Begriff geführte Finanzdienstleistungen haben teilweise von Anbieter zu Anbieter unterschiedliche Inhalte.
Der Kunde sollte sich grundsätzlich entscheiden, ob er eine reine Nutzung oder einen späteren Kauf anstrebt. Er muss zudem prüfen, ob er bei einer herstellerunabhängigen Leasing-Gesellschaft insgesamt günstigere Konditionen aushandeln kann, wenn er weitere Wirtschaftsgüter einbezieht. Eventuell bringt ihm auch der Vertrag mit einem Flurförderzeughersteller wie Jungheinrich in Kombination mit Servicedienstleistungen mehr Vorteile. Entscheidend ist letztlich die Frage, ob der Anbieter eine genau auf die Kundenanforderung zugeschnittene Finanzierungslösung offerieren kann, und ob sich früher gewählte Alternativen nahtlos und ohne zusätzliche finanzielle Belastungen in die neue Konzeption einbinden lassen. Die getroffene Entscheidung ist endgültig und verpflichtet den Kreditnehmer über einen längeren Zeitraum.
Teilzahlung ist dabei die älteste und einfachste Form der Finanzdienstleistung. Als Kreditgeschäft darf sie institutionell grundsätzlich nur von Banken angeboten werden. Ausnahmen gibt es jedoch für Hersteller beim Vertrieb eigener Produkte.
Mietkauf verändert, wie die Teilzahlung, die Bilanz des Kunden. Im Gegensatz zur Teilzahlung besteht jedoch keine Kaufverpflichtung am Ende der Laufzeit, sondern eine Kaufoption zum kalkulierten Restwert. Nur wenn dieser Vorteil – erst mieten, dann freie Entscheidung über Kauf oder Rückgabe – Bestandteil des Vertrages ist, handelt es sich um echten Mietkauf. Die Bilanzierung beim Kreditnehmer ermöglicht es, staatliche Fördermittel und Investitionszulagen auszuschöpfen. Das gilt gleichermaßen für Teilzahlungsverträge. Im Unterschied zum Leasing, das zwingend eine Vertragsdauer von zwischen 40 und 90 Prozent der Abschreibungszeit fordert, kann man die Laufzeit beim Mietkauf frei vereinbaren und wirtschaftlich optimieren.
Vorteil Leasing
Im Bereich der Außenfinanzierung hat das Leasing bereits einen höheren Stellenwert erreicht als die klassische Bankfinanzierung. Es erfordert keine Kapitalbindung beim Leasing-Nehmer, die Bilanzierung erfolgt nach HGB grundsätzlich beim Leasing-Geber. Die vertraglich vereinbarte Monatspauschale deckt den Wertverlust und die Verzinsung ab, auf Wunsch lässt sich eine Gewaltschaden-Abdeckung einschließen. Der Leasing-Erlass gibt die Rahmenbedingungen vor, zu denen der Leasing-Geber während der Nutzungs- beziehungsweise Abschreibungszeit wirtschaftlich über das Objekt verfügt. Der Erlass regelt auch die Laufzeit, sie beträgt 39 bis 86 Monate bei einer gesetzlichen AfA (Absetzung für Abnutzungen) von acht Jahren.
Leasing wird oft als Finanzierungsform missverstanden. Die Grundidee dieser Finanzdienstleistung lautet jedoch „Nutzen statt kaufen“ und sieht die Rückgabe des Wirtschaftsgutes bei Vertragsablauf vor. Die Praxis fordert allerdings häufig eine Übernahme durch den Kunden.
Sorgenfreie Nutzung, um sich auf die eigenen Kernkompetenz konzentrieren zu können – dieser Gedanke steckt auch in der Grundidee des Rentals. Aktiviert wird nach HGB in der Bilanz des Vermieters. Rental ist ein reiner Nutzungs- und Verfügbarkeitsvertrag, der am Ende der Laufzeit keinen Verkauf des Fahrzeugs an den Betreiber vorsieht. Das wäre auch nicht im Sinne des Konzepts, weil ein Dienstleistungsvertrag in der Regel keine Kaufoption enthält. Der Kunde hat Anspruch auf die vertraglich vereinbarte Leistung. Der Vertragsgegenstand selbst darf aber innerhalb der Laufzeit vom Rentalgeber getauscht werden. Aus diesem Grund ist Rental nicht als Leasing in Kombination mit Full-Service zu definieren.
Das eindeutige Ziel eines Rental-Vertrages ist die größtmöglichste Verfügbarkeit der in den Vertrag eingebundenen Flurförderzeuge zu einer Alles-inklusive-Monatspauschale. Eingerechnet sind sämtliche Wartungs- und Servicekosten einschließlich Ersatzteilen und Monteurstunden, bis hin zu kostenlosen Ersatzgeräten und, bei Bedarf, eine Maschinenbruchabsicherung. Rental bildet so eine sichere Kalkulationsgrundlage für mittel- bis langfristige Planungen. Die Laufzeiten liegen regelmäßig zwischen zwölf und 120 Monaten und sind daher länger als beim Leasing. Der garantierte Gerätetausch nach Ende der optimalen Nutzungsdauer bietet dem Betreiber die in Verbindung mit einem modernen Fuhrpark auftretenden positiven Nebeneffekte: zum Beispiel reduzierten Energieverbrauch und höhere Arbeitssicherheit. Vor allem sichert er sich aber gegen unplanmäßige Ausfälle wegen Überalterung ab.
Stichwort Basel III

Gründe für die Fremdfinanzierung durch Flurförderzeughersteller liefert auch Basel III, das Regelwerk zur Bankenregulierung, das Eigenkapitalvorschriften für Banken sowie zusätzliche Empfehlungen zur Stabilisierung der Finanzwelt enthält. Da das Reformpaket Basel III die Bestimmungen zum Eigenkapital gegenüber Basel II noch strenger definiert und sie mit höheren Mindestanforderungen und der Einführung neuer Kapitalreserven kombiniert, sollten Banken künftig wirtschaftlichen und finanziellen Krisen besser standhalten können. Ein Vorteil, der zu einem nachhaltigen wirtschaftlichem Wachstum beitragen dürfte.
Atlet Flurförderzeuge GmbH, E-Mail: [email protected], www.atlet.de
Jungheinrich AG, E-Mail: [email protected], www.jungheinrich.de
Linde Material Handling GmbH & Co. KG, E-Mail: [email protected], www.linde-mh.de
Toyota Material Handling Deutschland GmbH, E-Mail: [email protected], www.toyota-forklifts.de









