Status quo und Ziele transparent gemacht

Martin Schrüfer,

Linde Material Handling stellt Nachhaltigkeitsbericht vor

Der Aschaffenburger Warenumschlagspezialist Linde Material Handling (Linde MH) stellt seinen Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2020 vor. Er bilanziert soziale, ökologische und ökonomische Aspekte des unternehmerischen Handelns und formuliert Zielvorgaben. Nachhaltigkeit ist in der Unternehmensstrategie fest verankert. Mit regelmäßigen Updates sollen die gemachten Fortschritte auch zukünftig dokumentiert werden.

© Linde Material Handling

„Wir bei Linde Material Handling sind davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit zu einem entscheidenden Faktor geworden ist“, sagt Stefan Prokosch, Senior Vice President Brand Management bei Linde MH. „Dabei richten wir den Fokus sowohl auf unser eigenes nachhaltiges Wirtschaften als auch auf die von uns hergestellten Produkte und Lösungen.“ Seinen Kunden möchte das Intralogistikunternehmen ein verantwortungsvoller und zuverlässiger Partner sein und sie mit innovativen Technologien bei der Erreichung ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Der Nachhaltigkeitsbericht fasst den Status quo sowie Zielsetzungen für die kommenden Jahre zusammen. Das Dokument ist angelehnt an die internationalen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative (GRI). Als PDF steht es zunächst als englischsprachige Fassung auf der Webseite von Linde MH zum Download.

Linde MH berichtet seit 2014 über die eigenen Aktivitäten und legt mit dem aktuellen Werk einen umfassenden Leitfaden vor: Dem Hauptteil mit den Themenbereichen Unternehmensorganisation und ‑strategie, Arbeitgeberprofil, Mitarbeiter, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Produkte und Lieferketten sowie gesellschaftliche Verantwortung folgt ein ausführlicher Anhang mit relevanten Kennzahlen in tabellarischer Form. Es gibt ein klares Bekenntnis zum nachhaltigen Wirtschaften und dieses Ziel bildet zusammen mit Kundenzufriedenheit und profitablem Wachstum einen Dreiklang innerhalb der Unternehmensstrategie 2027. „Für uns ist nachhaltiges Handeln ein Erfolgsmaßstab, denn es sichert die Zukunft unseres Unternehmens“, erläutert Hans-Georg Connor, Director Health, Safety & Environment bei Linde MH. Um dies zu erreichen, werden konkrete Ziele formuliert: Genannt werden ein EcoVadis-Rating von mindestens 75 Punkten bis 2027, eine Senkung der meldepflichtigen Unfälle um jährlich fünf Prozent, die Zertifizierung aller Unternehmensstandorte nach ISO 14001 und ISO 45001 bis 2024 sowie eine durchschnittliche Krankheitsrate von maximal 3,3 Prozent für das Jahr 2021.

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Als tragende Säule nennt der Bericht die Mitarbeitenden von Linde MH. Unter anderem mit Karrieremöglichkeiten, Teamwork und Weiterbildungsangeboten präsentiert sich das internationale Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber, der auch in den beiden Jahren der Corona-Pandemie am hohen Ausbildungsengagement festgehalten hat. Europaweit gab es im Berichtsjahr 334 Auszubildende in 14 Berufen sowie 30 Studentinnen und Studenten in zehn berufsbegleitenden dualen Studiengängen in Deutschland.

Ein weiteres Kapitel ist dem Themenkomplex Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety and Environment – HSE) gewidmet. Genannt werden Maßnahmen und Ziele, mit denen die Gesundheit der Mitarbeiter erhalten und Unfälle möglichst vermieden werden sollen. Das Gleiche gilt für den Bereich Umweltschutz: Ein erstes Etappenziel ist, die energiebezogenen Treibhausgase bis 2027 um 30 Prozent zu senken. Als Basis gilt der CO2-Fußabdruck in Produktion, Vertrieb und Dienstleistungen des Jahres 2017. Ein Stück des Weges ist bereits erreicht: Rund 79 Prozent des Strombezugs kamen 2020 aus erneuerbaren Energiequellen.

Breiten Raum widmet der 57 Seiten starke Bericht dem Beitrag, den Linde MH mit seinen Produkten und Lösungen für mehr Nachhaltigkeit leistet. Warum der Fokus bei den Produkten auf deren Nutzungsphase liegt, erklärt Brandmanager Stefan Prokosch: „Dort gibt es die größte Hebelwirkung für den Klimaschutz. Das sagen uns die Ökobilanzen. Und mit der neuen Elektrostaplergeneration von Linde schaffen wir eine weitere Voraussetzung, langfristig CO2-Neutralität zu erreichen.“ Überhaupt spielt das Thema Energie für Linde MH eine wichtige Rolle. Prokosch: „Wir wollen für unsere Kunden Energieberater sein und für jede Anwendung die beste Lösung liefern. Dafür steht uns das breiteste Angebot an Energieoptionen zur Verfügung. Beim Recycling von Lithium-Ionen-Batterien besteht bereits eine tragfähige Lösung. Herausforderung bleibt das Recycling der Zellen, bei denen der Recyclinganteil heute noch gering ist.“ Hier arbeitet das Unternehmen eng mit Batterieherstellern zusammen.

Mit den zahlreichen Sicherheitslösungen gibt es zudem ein ganzheitliches Konzept zur Verbesserung der Sicherheit in der Intralogistik. Dazu zählt neben Sensor- und Ultra-Breitband-basierten Assistenzsystemen eine Sicherheitsberatung, mit der sich sicherheitskritische Stellen im Betrieb identifizieren und entschärfen lassen. Last, but not least trägt auch die hohe Produktqualität der Flurförderzeuge zu einem verantwortungsvollen Ressourceneinsatz bei.

Zunehmende Bedeutung gewinnen die Grundsätze von Linde Material Handling bezüglich des Lieferantenverhaltens. Sie legen die klare Erwartung fest, dass Menschenrechte geachtet und internationale Sozialstandards eingehalten werden. Dazu gehören insbesondere das Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit gemäß den Anforderungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie die Durchsetzung von gesetzlichen Mindest-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards. Um eine größtmögliche Transparenz über die Nachhaltigkeit der Lieferkette zu erreichen, wird ein EcoVadis-Rating oder eine vergleichbare Bewertung für Zulieferer angestrebt: 25 Prozent der strategischen Top-Lieferanten sollen es bis 2022 sein, 100 Prozent der strategischen und risikobehafteten Lieferanten bis 2023 sowie 100 Prozent der direkten Lieferanten bis 2025. Bis 2023 sollen außerdem Mindestanforderungen für Nachhaltigkeit in der Lieferkette definiert und kommuniziert werden, ab 2027 sollen sie für alle Lieferanten verpflichtend sein.

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