zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Etiketten

Bluhm Systeme: Alle vier Sekunden kommt ein Etikett

Täglich schickt IHLE mehrere Tausend Reifenstapel und Pakete mit Felgen an Autohäuser, Autohändler oder Autozubehör-Unternehmen in ganz Europa. Das entspricht in Spitzenzeiten bis zu 14 Sendungen pro Minute. Das Hochgeschwindigkeits-Druckspendesystem Legi-Air 6000 der Bluhm Systeme GmbH stellt dabei sicher, dass das richtige Reifenpaket auch beim richtigen Kunden ankommt.

Alle vier Sekunden kommt ein Etikett
Alle vier Sekunden kommt ein Etikett

Die IHLE Baden-Baden AG ist einer der leistungsstärksten Reifen- und Felgengroßhändler in ganz Europa und Teil des Michelin-Konzerns. In seinem Zentrallager im baden-württembergischen Muggensturm lagert er eine Million Reifen und Felgen auf einer Fläche von 57.000 Quadratmetern. Großhändler leben nicht nur von attraktiven Preisen und gutem Service. Auch eine funktionierende Logistik ist für sie absolut unverzichtbar.

Reifenpakete mit Vollgas bedruckt

Christian Lech, Technischer Leiter der IHLE AG, erklärt: „Unsere reibungslose EDV-gestützte Logistik ermöglicht verkürzte Versandzeiten und zufriedene Kunden. Die mit unserem System vernetzten Etikettieranlagen von Bluhm Systeme leisten dazu einen wichtigen Beitrag: „Alle vier Sekunden etikettieren sie zuverlässig unsere Waren und stellen so sicher, dass wir sie stets an die richtigen Adressaten schicken.“ Die Ingenieure von Bluhm entwickelten ein maßgeschneidertes System, das die vollautomatische „Reise“ der Reifen und Felgen durch das Versandzentrum bis hin zur Auslieferung ermöglicht.

Anzeige
Legi-Air 6000
Für den Legi-Air 6000 sind die unterschiedlich hohen Reifenpakete kein Problem. Der Stempelarm kann Höhendifferenzen von bis zu 500 Millimeter in weniger als einer halben Sekunde überwinden.

Nach Auftragseingang fahren die Mitarbeiter in der Kommission die bestellten Reifen und Felgen mit Staplern vom Lagerplatz zum Versandzentrum. Hier scannen die Versandmitarbeiter das auf den Produkten befindliche Etikett, prüfen die Bestellung und kleben einen kleinen Barcodeaufkleber mit der Auftragsnummer auf die Waren. Der nächste Halt ist der Schrumpffolientunnel, in dem die aufeinandergestapelten Bestellungen eingeschweißt werden. Anschließend werden die Türme, die aus bis zu vier Reifen bestehen können, zu den Etikettieranlagen befördert. Oberhalb des Förderbands erfassen Cognex DataMan 363 Codeleser die in chaotischer Reihenfolge heraneilenden Pakete. „Die Identifizierungssysteme scannen die Auftragsnummer des kleinen Barcodeaufklebers durch die Verpackungsfolie hindurch und schicken diese Information an die Versandsteuerungssoftware“, berichtet Christian Lech. Das Programm wandelt die Meldung in Druckdaten für Versandetiketten und Lieferscheine um und schickt diese Informationen an die in den beiden Etikettendruckspendern verbauten Drucker.

Hochauflösend und trotzdem rucki zucki

Daraufhin druckt der erste Etikettierer ein Versandetikett. Im Vorfeld galt es, zwei Herausforderungen zu berücksichtigen: Zum einen enthält das Etikett alle relevanten Informationen nicht nur in Klarschrift, sondern auch in Form von maschinenlesbaren Barcodes sowie verschlüsselt als zweidimensionale Codes. Zum anderen erreichen die zu etikettierenden Pakete die Etikettieranlage bereits innerhalb von wenigen Sekunden nach dem Scan. Der Druck von

diffizilen Bar- und 2D-Codes bei sehr hohen Geschwindigkeiten verlangt ein besonders präzises Arbeiten des Druckkopfs: Daher wurde ein Avery Druckmodul eingesetzt, das über die sogenannte Corner-Edge-Technik verfügt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Thermotransferdruckern, bei denen sich die Heizleiste, die das Druckbild erzeugt, flach auf der Gegendruckwalze befindet, sitzt sie bei Corner-Edge-Druckköpfen leicht abgewinkelt an deren äußerer Kante. Das zügige Ein- und Ausschalten der Heizelemente ermöglicht dem schmalen Druckkopf die besonders schnelle, präzise und somit hochqualitative Erstellung selbst feingliedriger Druckbilder.

Stempelarm überwindet Höhendifferenzen in weniger als einer halben Sekunde

Lesegeräte
Lesegeräte lesen die Etiketten auf und unter der Folie aus und überprüfen, ob die Auftragsnummern zu den Produkten, Lieferscheinen und Versandadressen passen.

Nach dem Druck ist es Aufgabe des Legi-Air 6000, die Etiketten berührungslos auf die Reifenstapel aufzubringen. Besonderheit der Ihle-Produkte: Je nach Bestellung variieren die Höhen der Reifenstapel von 160 bis hin zu mehr als 700 Millimetern. Kein Problem für den Etikettierer: Der Stempelarm des Legi-Air 6000 kann Höhendifferenzen von bis zu 500 Millimeter in weniger als einer halben Sekunde überwinden. Das liegt zum einen daran, dass alle beweglichen Teile aus leichtem Carbon gefertigt wurden. Zudem treibt ein leistungsstarker Servo-Motor den Etikettendruckspender an. Die Stempelplatte und deren Verbindungen an die Carbon-Hubstange wurden im 3D-Druckverfahren hergestellt. Dank seiner „High-Speed-Formel 1“-Technik könnte der Legi-Air 6000 sogar bis zu 40 Etikettierungen pro Minute vornehmen. „Uns reicht eine geringere Takt-rate – es ist aber gut zu wissen, dass er im Bedarfsfall auch doppelt so schnell etikettieren könnte!“, ergänzt Christian Lech.

Doppelt gescannt zur vollen Sicherheit

Die etikettierte Ware wandert auf dem Förderband weiter zum zweiten Legi-Air 6000. Diese Anlage etikettiert die Waren mit einem selbstklebenden Lieferschein. Anschließend überprüfen Cognex DataMan 503 Codeleser, ob die Bestellung korrekt und komplett gekennzeichnet wurde. Sie ermitteln dabei unter anderem, ob die Auftragsnummern zu den Produkten, Lieferscheinen und Versandadressen passen, indem sie aus bis zu sieben Barcodes und Datamatrix-Codes die jeweils richtige Nummer passend zum jeweiligen Etikett herausfiltern. Die Cognex High-End-Kameras stellen sich dabei der Herausforderung, unterschiedliche Codes sowohl unter als auch auf der Folie in rascher Bewegung zu lesen. Zusammen mit der passenden Beleuchtung kann über den gesamten Bereich vom kleinsten bis zum größten Paket eine Leserate von über 99 Prozent erzielt werden. Erst wenn die Datenbank bestätigt, dass die Kombination der Ident-Nummern exakt passt, gelangen die Pakete zum Warenausgang.

Die Steuerungstechnik ist so ausgestattet, dass jeder Etikettierer kurzerhand zusätzlich die Arbeit des anderen übernehmen könnte. Auf Knopfdruck ließe sich jede einzelne Anlage so einstellen, dass sie die beiden Etiketten auch im Single-Modus auf das Produkt aufspenden könnte. „So sind wir auf jeden Fall auf der sicheren Seite“, freut sich Christian Lech.

Kontakt: IHLE Baden-Baden AG 76532 Baden-Baden Tel.: 08 00 / 1 85 60 14 E-Mail: [email protected] www.ihlenet.de

Bluhm Systeme GmbH 53619 Rheinbreitbach Tel.: 0 22 24 / 77 08-0 E-Mail: [email protected] www.bluhmsysteme.com

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren