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Artikel und Hintergründe zum Thema

Energiezuführung/Motoren/Antriebe

Gemeinsam zum starken System

Moderne Intralogistik kann nur dann energieeffizient sein, wenn es alle verbauten Komponenten in Summe auch sind. Das ist die einhellige Meinung führender Anbieter von Fördertechnik und deren Komponenten.

Energiezuführung/Motoren/Antriebe: Gemeinsam zum starken System

Nord Drivesystems: Genau abgestimmte Lösungen gefordert

„Effiziente Antriebstechnik in Förderanwendungen bedeutet genau abgestimmte Lösungen statt Elektronik mit nicht benötigten Features“, erklärt Jörg Niermann, Bereichsleiter Marketing bei Nord Drivesystems: „Unser Sortiment reicht von Motorstartern mit Schutzfunktion über kompakte, auf Basisfunktionen beschränkte Umrichter bis zu dezentralen Alleskönnern, die nicht nur standardmäßig positionieren, sondern auch Sicherheitsfunktionen bis SIL3 bieten. In einfachen Schaltanwendungen ohne Drehzahlregelung genügt oft ein Motorstarter, kombiniert mit einem Energiesparmotor und den passenden Getriebestufen aus unserem sehr breiten Programm.“

Energiezuführung/Motoren/Antriebe: Gemeinsam zum starken System

„Um Überdimensionierungen zu vermeiden, berücksichtigen wir u. a. die Überlasttoleranzen, die unsere Antriebskomponenten auch dauerhaft erbringen können“, so Niermann weiter: „Wir sparen in der Peripherie Kosten z. B. für Motorschutzschalter durch die Integration von Schutzme­chanismen für Netz (Strombegrenzung), Gerät (Über- und Unterspannungsschutz), Motor (PTC/I²t, Motorphasen), Anlage (Momentbegrenzung, Überlast) in die Elektronik. Nicht alle Förderantriebe laufen stets mit voller Leistung. In horizontalen Förderstrecken z. B. kann durch eine automatische Magnetisierungsanpassung im Teillastbetrieb – bei Nord-Umrichtern eine Standardfunktion – der Energieverbrauch um bis zu ein Drittel gesenkt werden. Für noch bessere Wirkungsgrade verschalten wir einen 230 V-Stern-Dreieck-Motor mit einem um zwei Leistungsstufen größeren 3~400 V-Umrichter, sodass der Motor im 87-Hz-Betrieb bei höheren Drehzahlen das Nenndrehmoment hält. Wir können alle mechatronischen Antriebseinheiten verdrahten, vorparametrieren und für den Bestimmungsort in der Anlage eindeutig nummerieren. Der OEM muss nur noch die Schrauben anziehen und die Stecker verbinden.“

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Gilgen: Maßgeschneiderte Komplettlösungen

Energiezuführung/Motoren/Antriebe: Gemeinsam zum starken System

Nachhaltigkeit ist laut Gilgen-CEO René Holzer ein fester Bestandteil der Unternehmens- und Führungskultur der Gilgen Logistics; sie hat bereits früh mit der Integration eines umweltverträglichen Denken und Handelns begonnen: „Wir gehen sehr sorgsam und verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen und der gesellschaftlicher Verantwortung um. Unsere Systeme sind auf das Sparen ausgelegt; die Regalbediengeräte rekuperieren, die Fördertechnik arbeitet nur wenn nötig. Von der Planung und Konzipierung eines Gesamtsystems werden die künftigen Betreiber für mögliche Energieeinsparungen sensibilisiert. Nach Analyse des Workflows im Betrieb zeigt Gilgen die geeignete Logistiklösung auf und integriert die Produkte effektiv in die Arbeitsprozesse. Wichtig dabei ist die Auslegung des Lagerlayouts. Entsprechend müssen ERP-System, Lagerverwaltungssystem, Steuerung und Antriebstechnik eng auf das gewünschte Sparziel abgestimmt werden. Ein wichtiger Baustein zum nachhaltigen Umweltschutz ist die Entwicklung von energieeffizienten Produkten, welche durch ihre Funktion einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten. Eine ständige Verbesserung streben wir an.“

„Die innovativ und modular aufgebauten System­elemente mit energieeffizienten Antriebssystemen der neusten Generation sorgen für nachhaltige und ressourcenschonende Prozesse. Nachhaltige Logistiklösungen verstehen wir als unternehmerische Aufgabe und bringen diese mit neuen Technologien zum Ausdruck.“

Lenze: Auslegung der Antriebstechnik im Mittelpunkt

Energiezuführung/Motoren/Antriebe: Gemeinsam zum starken System

Für Lenze, als Spezialist für Motion Centric Automation, ist Nachhaltigkeit in der Intralogistik weit mehr als die bloße Berechnung einzelner Kennzahlen. „Vielmehr setzen wir auf eine von Beginn an intelligente Auslegung der Antriebs- und Automatisierungstechnik, die verbunden mit konstruktiven Optimierungen zu einem geringeren Energieverbrauch und kurzen Amortisationszeiten führt. Unsere Experten haben bei der Betrachtung der Energiebilanz immer auch die Wirtschaftlichkeit fest im Blick, was in der Lebenszyklusbetrachtung ihren Ausdruck findet“, so Dr. Tim Bendig, Leiter Corporate Communications, Lenze SE. „Die Basis für unsere effizienten Lösungen bildet unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Bewegungsführung wie auch unser skalierbares Portfolio langlebiger Produkte mit hohem Wirkungsgrad. Sie finden Ausdruck in den ,Lenze BlueGreen Solutions‘. Lenze folgt bei der Steigerung der Energieeffizienz von Antrieben drei Ansätzen: Elektrische Energie intelligent einsetzen, Energie mit hohem Wirkungsgrad wandeln und rückgespeiste Bremsenergie nutzen. Ein wichtiges Tool ist dabei unser Drive Solution Designer (DSD) der es ermöglicht, einen kompletten Antriebsstrang auszulegen und verschiedene Lösungen zu vergleichen und in Bezug auf die Energieeffizienz zu optimieren. Der DSD macht Energiesparpotenziale auf einen Blick sichtbar und das bekommt man sogar schriftlich – mit dem Energiepass.“

„Ganz gleich, ob stetig oder dynamisch, heben oder senken, fahren oder positionieren – wir bieten hochwertige Lösungen für die steigenden Anforderungen an energieeffiziente Maschinen und sorgen somit für einen reibungslosen innerbetrieblichen Materialfluss“, so Bendig weiter.

Leuze: Parametrierungen via IO-Link

Energiezuführung/Motoren/Antriebe: Gemeinsam zum starken System

Parametrierungen, wie die Einstellung der Tastweitenparameter in Sensoren, stellen laut Dieter Esslinger, Produktmanager RFID / Identtechnik bei der Leuze electronic GmbH, besondere Herausforderungen dar: „Beispielsweise müssen bei einem Formatwechsel in der Anlage die Tastweiten der Sensoren bislang manuell verstellt oder mehrere Taster für multiple Detektionsaufgaben eingesetzt werden. Erst die elektronische Einstellung der Tastweite in Verbindung mit der IO-Link-Schnittstelle erlaubt die Anpassung der Sensoren an veränderte Prozessparameter über die Steuerung. Zielsetzung der IO-Link-Schnittstellentechnologie ist die durchgängige Kommunikation von der Anlagensteuerung

bis zur Sensor-Aktor-Ebene. Mit der einheitlichen Schnittstelle und intelligenten Sensoren als IO-Link-Devices können zudem zusätzliche Informa­tionen wie Meldungen über Detektionssicherheit, Veschmutzung u.v.m. unmittelbar abgerufen und zur Verbesserung der Anlagenperformance genutzt werden. Zusätzlich bietet der HRTR 46B-TEACH Sensor von Leuze electronic weitere interessante Optionen. Je nach Gerätevariante lassen sich z. B. zwei individuelle Tastweiten einstellen, die über zwei Schaltausgänge ausgegeben werden. So sind auch anspruchsvollere Lösungen wie Zwei-Punkt-Regelungen oder die Abfrage zweier Distanzwerte mit nur einem Sensor realisierbar.“

ABM: Energieeffiziente Antriebe für die Materialflusstechnik

Energiezuführung/Motoren/Antriebe: Gemeinsam zum starken System

Da in Anlagen der Materialflusstechnik sehr viele Elektroantriebe arbeiten, kann laut Wolfgang Wegmann, Vertriebsleiter Industrieanwendungen bei der ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH, der Anwender große Einspareffekte bei Energie- und Betriebskosten erzielen, wenn er energiesparende Antriebe einsetzt: „Mit ABM Sinochron Antrieben lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 40 % senken. Somit sind bei großen Anlagen Kosteneinsparungen im sechsstelligen Euro-Bereich möglich. Mehr als 85 % der Antriebe in der Intralogistik, speziell in der Fördertechnik, werden im Teillastbereich betrieben. Das vom Motor zur Verfügung gestellte Drehmoment wird nur kurz zum Starten der Last abgefordert. Anschließend laufen die Antriebe nicht selten mit nur 20–30 % der Nennlast. Der ABM Sinochron Motor zeigt genau hier sein Stärken: Er ist ein permanent erregter Synchronmotor, welcher nahezu keinerlei Rotorverluste hat. Je nach Applikation und Einsatzfall liegt der Wirkungsgrad doppelt so hoch wie beim Asynchronmotor. Im Vergleich zum Asynchronmotor ist die Leistungsdichte des ABM Sinochron Motors deutlich höher. Dadurch kann ein kleinerer Motor gewählt und somit Bauraum und Energie gespart werden.

Der ABM Sinochron Motor lässt sich laut Wegmann mit allen ABM Getrieben, die aus eigener Fertigung stammen, kombinieren und bietet somit den idealen Antrieb für „Green Logistics“.

Sick: Den Eigenenergieverbrauch der Sensoren nicht unterschätzen

Energiezuführung/Motoren/Antriebe: Gemeinsam zum starken System

„Die Antriebstechnik sowie die mechanische Auslegung bestimmen derzeit die Diskussion um effiziente Fördertechnik“, so Gerhard Mutter, Chairman Corporate Solution Center Logistics Automation Sick: „Sensoren stehen noch nicht im Fokus der Betrachtung. Dennoch spielen sie bei näherer Betrachtung eine wichtige Rolle.

Beispielsweise ist das Systemverhalten von intelligenter Sensorik ein wichtiger Bestandteil des Systemverhaltens, das es erlaubt energielose, wiederanlauffähige Betriebsmodi z. B. für Energiesparprofile in Pausenzeiten zu realisieren. Darüber hinaus sollte der Eigenenergieverbrauch der Sensoren nicht unterschätzt werden, da sie oft in hoher Anzahl vorkommen. Sick bietet eine Vielzahl von kompakten intelligenten Sensoren an, die sich vorteilhaft bei Gewichtsreduktion der bewegten Anlagenteile und dem direkten Energieverbrauch auswirken.“

ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH, E-Mail: [email protected], www.abm-antriebe.de

Gilgen Logistics AG, E-Mail: [email protected], www.gilgen.com

Leuze electronic GmbH + Co. KG, E-Mail: [email protected], www.leuze.de

Getriebebau Nord GmbH & Co. KG, E-Mail. [email protected], www.nord.com

Sick Vertriebs-GmbH, E-Mail: [email protected], www.sick.de

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