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Artikel und Hintergründe zum Thema

Logistikzentrum

Daniel Schilling,

Multicube Osthessen mit umfassendem Nachhaltigkeitskonzept

Vor rund einem Jahr nahmen Nestlé Deutschland und Logistikpartner Pfenning Logistics den Betrieb im neuen Distributionszentrum auf. Nun gewährten beide Unternehmen einen Blick hinter die Kulissen des hochmodernen Logistikzentrums und präsentierten das umfassende Nachhaltigkeitskonzept.

Das Schmalganglager im Multicube Osthessen arbeitetmit vollautomatisierten Regalbediengeräten. Das Ein- und Auslagern erfolgt mit Schubmaststaplern. © Nestlé


Bis 2050 will Nestlé die Grüne Null erreichen – rund 3,5 Mio. Tonnen CO2 sollen hierzu weltweit allein im Bereich Transport und Logistik eingespart werden. Die Nachhaltigkeitsambitionen des Unternehmens spiegeln sich auch im neu gebauten Distributionszentrum Multicube Osthessen in Mecklar bei Bad Hersfeld wider. Von der Bauphase bis zum Betrieb, in allen Bereichen legten Nestlé Deutschland und ihr Logistikpartner Pfenning Logistics großen Wert auf die Nachhaltigkeit des Gebäudes.

Beim Bau wurde beispielsweise auf den Einsatz ressourcenschonender Materialien sowie den geringen Eingriff in Flora und Fauna vor Ort geachtet. Zur Heizung der Büroflächen sowie zur Heizung und Kühlung der Hallenflächen werden 32 moderne Luft-Luft-Wärmepumpen verwendet, die sich künftig über einen Strom-Mix aus nachhaltigen Stromquellen speisen und somit die Unabhängigkeit von Gas sichern. Eine Aufdach-Photovoltaikanlage mit knapp 24.000 Solarmodulen auf etwa 50.000 Quadratmetern Fläche wird künftig für die Produktion von grünem Strom sorgen und kann rund 5.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Sie fügt sich nahtlos in das innovative und nachhaltige Versorgungskonzept ein und leistet einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einem emissionsarmen Logistikbetrieb.

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Rana Matthias Nag, Geschäftsführer der pfenning-Gruppe: „Unser Multicube-Konzept folgt stets strengen Nachhaltigkeitskriterien. Hier in Mecklar sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und haben vor dem Hintergrund der Gaskrise in 2022 den Betrieb von diesem fossilen Energieträger unabhängig gemacht. Das macht die gesamte Anlage CO2-neutral, sodass wir die Bewerbung um das Platin-Zertifikat der DGNB bereits eingereicht haben.“ 

„Wir sind stolz darauf, dass nach der ersten Testphase und einem schrittweisen Umzug nun alles nahezu reibungslos läuft und sich die Prozesse sehr gut eingespielt haben. Mit dem multicube osthessen setzen wir neue Maßstäbe und gehen einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung“, sagt Matthias Fleischer, Director Supply Chain IS/ IT bei Nestlé Deutschland.


Zentrale Lage für kürzere Transportwege
Bereits der Standort des Multicube Osthessen wurde mit Bedacht gewählt. Die zentrale Lage bietet hervorragende Transportverbindungen zu Handels- und Endkunden, die Nestlé mit Produkten aus den Sortimenten Kaffee, Schokolade, Cerealien und Nestlé Professional beliefert. Hierdurch reduzieren sich die Transportkilometer um ganze 30 Prozent, was wiederum den CO2-Fußabdruck nachhaltig verringert. 

Mit automatischen Regalbediengeräten werden die rund 640.000 Paletten, die das Distributionszentrum jährlich verlassen, vollautomatisch im Schmalgang-Lager (VNA) von A nach B befördert. Für das automatische Bestandsmanagement kommen moderne Drohnen (Multicopter) zum Einsatz, die die Warencodes in den über 14 Meter hohen Regalen scannen und die Daten ins digitale Lagersystem übermitteln. 

Zudem kann Nestlé Deutschland im Food-Segment hier zum ersten Mal komplett den neuen europäischen Palettenstandard EUL1 anbieten, um eine effizientere Auslastung der Fahrzeuge zu erreichen. Die Paletten können durch ihre Höhe von 1,20 Metern in 2,60 Meter hohen LKWs gestapelt werden, wodurch der Platz optimal genutzt wird. Nestlé arbeitet gemeinsam mit ihren Handelspartnern daran, dass der europäische Palettenstandard in Deutschland von Industrie und Handel flächendeckend umgesetzt wird.

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