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Artikel und Hintergründe zum Thema

Logistik-Dienstleister

Ökonomie und Ökologie in Einklang

Globalisierung - Green Logistics - Supply Chain Management. Über diese Themen sprach Materialfluss mit exklusiv mit dem Schenker-Chef Dr. Hansjörg Rodi. DB Schenker will ein großes Logistikzentrum im Norden von Leipzig eröffnen. Warum gerade dort? Über unser neues Logistikzentrum werden wir ab Mitte des Jahres im Auftrag von BMW Automobilwerke in China und Südafrika mit Bauteilen versorgen, wichtigste Destinationen sind dabei die Fabriken im chinesischen Shengyang sowie im südafrikanischen Rosslyn. Um die dortigen Produktionslinien termingenau zu beliefern, werden rund 600 Mitarbeiter von DB Schenker am neuen Standort 8 000 verschiedene Bauteile im Datenverbund in Empfang nehmen, verpacken und bedarfsgerecht in Containern verstauen. Auch die Konservierung der Blechteile für den Seeweg durch unterschiedliche Klimazonen wird in Leipzig vorgenommen. Für den Standort sprach vor allem die Nähe zum dortigen BMW-Werk. Außerdem haben wir gute Erfahrungen mit der sächsischen Landeshauptstadt gemacht. Bereits seit vielen Jahren sind wir am Standort Leipzig als Logistikdienstleister für Landverkehr in Europa, internationale Luft- und Seefracht sowie Kontraktlogistik für Industrie und Handel aktiv und mit den Geschäftsstellen Chemnitz und Dresden auch in anderen sächsischen Städten präsent. Mit dem neuen Logistikzentrum verdoppeln wir die Mitarbeiterzahl im ostdeutschen Freistaat auf mehr als 1 200.

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Wie stark wird dort das Thema Green Logistics gewichtet sein? Green Logistics ist bei DB Schenker ein übergreifendes Thema, das sich nicht nur auf den Standort Leipzig bezieht. Vielmehr haben wir Umwelt- und Klimaschutz auf oberster Konzernebene fest in unseren Unternehmensleitlinien verankert - und setzen diese auch konsequent um.

Unser Ziel wollen wir erreichen, indem wir Verkehrswachstum und CO2-Wachstum entkoppeln. Dafür haben wir unsere Umwelt-Aktivitäten in den vier Leuchtturmprojekten Green Logistics Networks, Green Road, Green Products und Green Terminals zusammengeführt. Unsere Prinzipien für die besonders umweltfreundliche Ausprägung von Terminals gelten natürlich auch für das Logistikzentrum Leipzig.

Ganz generell implementieren wir nachhaltige Technologien wie Photovoltaik, Solarenergie, natürliche Kühlsysteme, Regenwasseraufbereitung oder Geothermie beim Bau neuer Logistikzentren oder bei der Modernisierung älterer Terminals überall dort, wo es sinnvoll ist. An diesen Vorgaben misst sich auch unser neues Logistikzentrum in Leipzig.

Das neue Projekt für BMW ist zugleich ein guter Beleg dafür, wie wir mit unseren Green Logistics Networks Warenströme von der Straße auf die Schiene und von der Luft- auf die Seefracht verlagern. Green Logistics Networks ist unsere Lösung, die wir unseren Kunden für CO2-optimierte Transportketten anbieten. Dank der verstärkten Einbindung umweltschonender Transportmittel und alternativer Transportangebote können wir gemeinsam mit unseren Kunden Emissionen deutlich reduzieren.

Nochmal zum Thema Green Logistics: Was wird DB Schenker generell diesbezüglich unternehmen und welchen Stellenwert hat das Thema für Sie persönlich? Für mich persönlich ist es als Mensch, Verbraucher und Unternehmer gleichermaßen eine Verpflichtung, mit unseren beschränkten Ressourcen verantwortungsbewusst umzugehen. Dies sind wir den nachfolgenden Generationen schuldig.

Mit der Verankerung von Grundsätzen und konkreten Zielen im Umwelt- und Klimaschutz beweist DB Schenker unternehmerische Verantwortung. Wir wollen Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen. Mit der Umweltoffensive DB Eco Program haben wir es uns weltweit und als Verkehrsträger übergreifend zum Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um mehr als 20 Prozent zu reduzieren. Dies ist schließlich auch ein absolutes Gebot der Wirtschaftlichkeit; darum sparen wir Energie ein, wo immer es möglich ist!

Mir ist es wichtig, unsere Kunden auf dem Weg zu einer umweltfreundlicheren Logistik mitzunehmen. So zeigen wir in intensiven Gesprächen auf, welche Vorteile den kurzfristigen Mehrkosten gegenüberstehen, die diese umweltfreundlichen Transporte für unsere Kunden mit sich bringen. Wir müssen also auch Überzeugungsarbeit leisten und gute Argumente liefern.

Welchen weiteren wichtigen Themen muss sich die Logistik in Zukunft stellen? Angesichts der voranschreitenden Globalisierung wird uns das Thema Supply Chain Management in Zukunft noch stärker als bisher begleiten, denn nur mittel- und langfristig ausgerichtete Partnerschaften erlauben unseren Kunden die Konzentration des eigenen Kapitals auf ihre Kernkompetenzen - zum Beispiel die Entwicklung und Konstruktion neuer Anlagen und Komponenten. Wir als Logistikpartner können in der langfristigen Zusammenarbeit kritische Stellen der Supply Chain stabilisieren, zugleich alle Logistikprozesse kontinuierlich verschlanken und somit jährlich Einsparungen auf der Kostenseite erzielen.

Dabei werden global standardisierte Kundenlösungen, die individuell an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden, für uns zur zentralen Voraussetzung für die weltweite Beherrschung der komplexen Logistikprozesse unserer Kunden. Dank unserer geografischen Präsenz und eigener weltweiter Netzwerke für alle Verkehrsträger können wir unseren Kunden zukunftsweisende Lösungen anbieten, die sich reibungslos in die Prozesse ihrer Unternehmen einbinden lassen. Damit wird die Logistik in Zukunft noch mehr als bereits heute zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden.

Schenker Deutschland AG, E-Mail [email protected], www.dbschenker.com/de

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Zur Person Dr. Hansjörg Rodi ist seit dem 1. September 2008 Vorsitzender des Vorstands der Schenker Deutschland AG, Kelsterbach, und zugleich Leiter der Region Europe Central bei DB Schenker Logistics. Der promovierte Diplom-Volkswirt blickt auf eine 15-jährige Karriere in unterschiedlichen Funktionen bei DB Schenker zurück. So war er unter anderem seit 2003 Chief Financial Officer (CFO) bei der Schenker S.A., Paris, sowie CFO der Region Europe West der Schenker AG. Hansjörg Rodi begleitete während dieser Zeit die Integration des 2003 übernommenen französischen Logistikunternehmens Joyau in die Schenker AG und hatte maßgeblichen Einfluss auf die positive Geschäftsentwicklung in der gesamten Region Europe West. 2007 spielte er eine wesentliche Rolle bei der erfolgreichen Akquisition des spanischen Logistikers Spain-Tir.

Interview mit Dr. Hansjörg Rodi, Vorstandsvorsitzender der Schenker Deutschland AG

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