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Artikel und Hintergründe zum Thema

Logistikimmobilien

Marvin Meyke,

Distribo 3.0: Nachhaltig und technologieoffen

Mit der Logistikhalle Distribo 3.0 möchte der Transport- und Logistikdienstleister Zufall Logistics Group einen neuen Maßstab für nachhaltige Logistikimmobilien setzen. Im Jahr 2021 unter den Aspekten von Prozesssicherheit, Technologieoffenheit und Nachhaltigkeit geplant, erweitert der Bau das bereits seit 2014 bestehende Logistikzentrum Groner Siekanger. Zufall investierte mehr als 20 Millionen in das Projekt. 

Der Erweiterungsbau Distribo 3 lässt sich gut an der Sheddach-Konstruktion erkennen. Die gezackte Dachform lässt sehr viel Tageslicht in die Halle strömen. © Zufall Logistics Group

Bewirtschaftet wird der Komplex aus sieben Hallenabschnitten durch das Unternehmen Disitribo, das als Life-Science-Logistiker die Produktionsversorgung und -entsorgung sowie die weltweite Distribution von Life-Science-Produkten für Sartorius leistet. Das Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen der Friedrich Zufall und dem Technologiekonzern Sartorius. Jetzt ist der 10.000  mІ groЯe Erweiterungsbau eingeweiht worden, der ausgehend von den Prozessen, geplant und gebaut worden ist. Teil des Baus ist außerdem ein neues 2.000  Quadratmeter großes Repair Center für Sartorius, das unter den gleichen Gesichtspunkten errichtet wurde.

Positive Energiebilanz: Wärmepumpen, Eisspeicher und Lagertechnik

Life-Science-Produkte müssen bei konstanten Temperaturen gelagert werden. Dieser Herausforderung begegnet Zufall mit besonderer Technik und kombiniert Betonkernaktivierung, Wärmepumpen, Eisspeicher und Photovoltaik. Das Besondere ist, dass Halle und Repair Center sowohl beheizt als auch aktiv gekühlt werden. Ganzjährig werden, je nach Arbeitsbereich und Bedarf, Temperaturen zwischen 15 und 25 °C garantiert. Die Bilanz ist energiepositiv. Der Einsatz von moderner Lagertechnik, unter anderem von fahrerlosen Transportsystemen, und die Verwendung von intelligenten LED-Beleuchtungssystemen ­ergänzen die Maßnahmenpalette.

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Das Cradle-to-Cradle-Prinzip liefert die Grundidee: Die beim Bau verwendeten Materialien sollen nach Ende der Lebensdauer einfach recycelt und wiederverwertet werden können. Zufall als Bauherr verzichtete weitestgehend auf Verbundwerkstoffe und Kunststoffe.

Das Dachtragwerk ist aus Holz konstruiert. Für Fassaden und Dächer sind mineralische Dämmstoffe und Putze verwendet worden. Auch das Außengelände ist Teil des Nachhaltigkeitskonzeptes. Eine Fassadenbegrünung schützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Regenwasser wird in naturnahen Feuchtbio­topen auf dem Grundstück gehalten. Die ausgewählten Baumarten sind zudem an mögliche zukünftige Klimaveränderungen angepasst.

Gewachsene Partnerschaft

Die Partnerschaft mit Sartorius für die Übernahme komplexer Logistikleistungen besteht seit über 20 Jahren, im Transportbereich mehr als doppelt so lange. In dieser Zeit hat Zufall das Wachstum des Bio-Pharma-Unternehmens logistisch begleitet, mit zwei Erweiterungsbauten am Standort Raum gegeben und eine besondere Expertise für Life-Science-Logistik aufgebaut. Dazu gehört die Lagerung in sieben unterschiedlichen Temperaturzonen bis zu –180 °C und der Umgang mit Produkten, die unter die Gentechnik-Sicherheitsverordnung fallen. Die dafür erforderliche Sicherheitsstufe 2 hat Distribo bereits im Jahr 2020 erhalten.

Logistik nachhaltig zu gestalten ist das Ziel von Peter Müller-Kronberg, CEO und Inhaber der Zufall Logistics Group. „Nachhaltig ist die Logistikhalle durch die vielen einzelnen Bausteine, die zusammen eine lange Lebenszeit des Gebäudes garantieren, sich klimafreundlich auswirken und unsere Energiekosten minimieren. Und sie schaffen eine gute Umgebung für die rund 210 Mitarbeitenden von Distribo und Sartorius, die hier arbeiten. In unseren Entscheidungen geht es immer um diesen Dreiklang aus People, Planet und Profit. Wir stehen bei diesem Projekt in allen drei Dimensionen auf Grün. Das zeigt eindrücklich, dass unsere Strategie aufgeht.“

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