Lager- und Regalsysteme
Innovationstreiber Industrie 4.0 und E-Commerce
Die Digitalisierung verändert auch die Lager- und Regaltechnik nachhaltig. Wie eine Umfrage von materialfluss unter führenden Herstellern ergab, treibt Industrie 4.0 den Automatisierungs- und Vernetzungsgrad in der Branche weiter voran. Entwicklungspotenziale ergeben sich nach Expertenmeinung aber auch aus dem anhaltenden Trend zum Online-Handel.

Aufgrund disruptiver Innovationen, die in den vergangenen Jahren im Zuge der Digitalisierung aufgetreten sind, steht die Branche vor einem Umbruch“, meint Christian Janhsen, Marketingleiter der Schulte Lagertechnik. Logistikunternehmen aller Größenordnungen seien gezwungen, sich aktiv darauf einzustellen und umzudenken. „Von automatisierten Prozessen bis hin zur komplett digitalen Anbindung an Maschinen ist die Bandbreite mittlerweile groß“, sagt er. Daraus leitet er die Herausforderung ab, mit dieser Entwicklung zeitnah einherzugehen und die richtigen Wege der Digitalisierung zu schaffen. „Denn die Kunst liegt nicht nur darin, diese einfach hinzunehmen, sondern den bestmöglichen Kundennutzen aus ihr zu ziehen.“
In Zeiten kurzer Produktlebenszyklen und schnellen Veränderungen ist es der Schulte Lagertechnik wichtig, ihre Produkte ständig zu verbessern und lösungsorientiert zu denken. Christian Janhsen nennt ein Beispiel: „Die spezielle Ausführung unserer Multiplus-Fachböden und die Kombination der eingesetzten Fertigungsverfahren sind für uns eine wichtige Grundlage für weitere Entwicklungen.“ Dabei liege der Fokus auf der bestehenden Produktpalette, die das Unternehmen 2018 durch weitere Kooperationen stetig verbessern und erweitern möchte.

Digitalisierung ist Thema der Stunde
Auch aus Sicht der META Regalbau GmbH & Co. KG treibt das smarte Lager die Logistiker um. „Das bestimmende Thema der Branche ist natürlich die Digitalisierung unter dem Stichwort Industrie 4.0. Für uns als Hersteller professioneller Lagertechnik bedeutet dies, dass sich Kommissioniertechniken ändern und wir unser Produktsortiment darauf ausrichten müssen“, skizziert Peter Beilenhoff, Bereichsleiter Vertrieb bei META Regalbau. Deswegen arbeite sein Unternehmen im Bereich der Kommissionierlösungen eng mit dem Spezialisten Safelog zusammen. Aber auch andere Pick-Lösungen lägen im Fokus. „Seit einiger Zeit stehen wir mit dem Fraunhofer-Institut in Dortmund und dem dort angesiedelten Innovationslabor Logistik im Austausch“, sagt er. Chancen ergeben sich laut Beilenhoff aber auch aufgrund des boomenden E-Commerce. „Einerseits in Form von neuen Großprojekten, bei denen unsere innovativen Lagerlösungen zum Einsatz kommen können. Zum anderen werden wir eine weitere Verstärkung dieses Verkaufskanals in den kommenden Jahren erleben“, ist Beilenhoff überzeugt.

META Regalbau arbeite konsequent an der Verbesserung seiner Produkte, um den Kunden auch in Zukunft eine optimale Lagerausstattung anbieten zu können. „Dabei setzen wir auf die Weiterentwicklung unserer Systemlösungen und effizienten Zubehörteilen. Dies soll unsere Wettbewerbsvorteile im Projektgeschäft weiter ausbauen“, sagt Peter Beilenhoff. Als Beispiel nennt er die zu den META Multipal-Palettenregalen passenden Gitterrückwänden und -böden, die das Unternehmen auf der vergangenen LogiMAT erstmals präsentiert habe. Punkten wolle das Unternehmen nicht nur mit Produkten, sondern auch mit einem herausragenden Service. Deswegen werde das Angebot einer ganzheitlichen Logistikplanung ausgebaut. Hierfür sei META Regalbau bestens aufgestellt. Peter Beilenhoff: „Zu unserer umfassenden Lagerplanung können wir in Abstimmung mit Kooperationspartnern effiziente Kommissionier- und LED-Beleuchtungslösungen anbieten.“ Zum Ausbau der Servicequalität zählt für ihn auch die erfolgte Erweiterung der technischen Beratung vor Ort, um näher beim Kunden zu sein. Zukunftsweisend sei dabei die neu geschaffene Abteilung Business Development International. „Seit vielen Jahren sind wir im E-Commerce ein kompetenter Partner beim Bau großer Regalanlagen. Dabei hat sich META viele Kompetenzen angeeignet, die auch bei Großprojekten zum Einsatz kommen können“, meint Peter Beilenhoff.
Sehr gute Projektsituation

Auf die positive Konjunkturlage in der Branche weist Stefan Pfeifer hin. Der Geschäftsführer der voestalpine Krems Finaltechnik GmbH bewertet die derzeitige Projektsituation als sehr gut. „Es wird offensichtlich viel in Logistikprojekte investiert“, sagt er. Dabei falle auf, dass sich die Planungszeiten immer öfter ausdehnten. In der Vorprojektphase werden laut Pfeifer mehrere Varianten für die Optimierung von Logistikabläufen in Betracht gezogen. Demnach kann die Planungsphase mehrere Monate dauern, bis die richtige Lösung gefunden ist. „In der Umsetzung wiederum geht es sehr schnell. Wir sind dabei gefordert, die gewünschten Zeiten mit gutem Gewissen zusagen zu können. Dabei setzen wir auf optimierte, digitale Prozesse“, beschreibt er. Der Markt ist aus seiner Sicht schnelllebiger geworden. „Jede Woche, in der das Lager früher in Betrieb geht, ist für die Investoren ausschlaggebend.“ Außerdem seien viele Kunden in Ballungsräumen mit knappen Flächen konfrontiert. „Unsere Expertise liegt in der Realisierung von hohen Lagern. Damit erzielen wir höchste Kapazitäten auf engstem Raum“, sagt Pfeifer.
Im Zuge der Digitalisierung in der Intralogistik konzentriert sich Krems Finaltechnik auf den Kundennutzen. „Dabei stehen 3D-Darstellungen in der Planungsphase und Optimierungen in der Projektierung im Fokus“, beschreibt der Geschäftsführer. In Zukunft setze sein Unternehmen in der Planung auf digitale Komponenten, um näher am Markt zu sein und bestmöglich auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Das Hochregallager an sich und die dazugehörigen Komponenten als Kernprodukte der Krems Finaltechnik befänden sich bereits auf einem sehr hohen Niveau. „Natürlich werden laufend Optimierungen vorgenommen, die uns bei der Umsetzung helfen. Die schnelle Projektrealisierung wir dabei künftig zu einem entscheidenden Faktor“, meint Pfeifer.
Intralogistik in ständigem Wandel

Effiziente Lagerlösungen sind aus Sicht von AR Racking weit mehr als bloße Reihen von Regalen. „Die richtige Ausführung und die passende Konfiguration bestimmen den reibungslosen Ablauf in der modernen Lagerhalle“, sagt Laura Garrido, Regional Area Manager für Deutschland. Die Intralogistik ändere sich ständig. Dies betreffe Pick-Lösungen ebenso wie WMS-Systeme oder Regalbediengeräte, die immer schneller und höher führen. „Generell richten sich unsere Produkte und Angebote nach den Bedürfnissen unserer Kunden und deren Bestreben, einen schnellen Return on Invest zu erreichen. Zu unseren Kompetenzen gehört auch, bestehende Lager in einem Zeitraum von fünf bis fünfzehn Jahren weiterzuentwickeln“, schildert Laura Garrido. AR Racking biete ein umfangreiches Angebot an innovativen und modularen Lagerlösungen für jeden Unternehmenstyp – mit hohem technologischem Anspruch, der sich aus der Arbeit der eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung ableite. „AR Racking ist deswegen zunehmend auf dem anspruchsvollen deutschen Markt präsent, auch dank eines dichten Vertriebs- und Verkaufsnetzes“, so Laura Garrido. Ihr Unternehmen stehe für ein großes Lösungsangebot und Serviceleistungen, die von der Planung der Lagersysteme bis zur Inbetriebnahme reichten. „Alle Projektphasen zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der Betreiber durch effiziente Lösungen mit hohen Qualitätsstandards zu verbessern.“
Unsere Aktivitäten im Markt für Silos sind sehr ausgeprägt. Wir haben in vielen Industriebereichen weltweit Projekte realisiert. Durch unser neu entwickeltes Produktportfolio bieten wir wettbewerbsfähige und exzellente Industrieausführungen für jede Logistik-Anforderung. Der deutsche Markt ist für uns von strategischer Bedeutung, und wir wollen expandieren, um den schnell wachsenden Intralogistik-Sektor und seine System-Integratoren adäquat zu begleiten. Silos spielen in unserem Portfolio eine wichtige Rolle.
Klaus Hiemer










