E. Hawle Armaturenwerke baut

Martin Schrüfer,

Mehr Kapazitäten, weniger Außenlager

Am Produktionsstandort der E. Hawle Armaturenwerke in Frankenmarkt, Oberösterreich, entsteht ein neues Logistiklager, um die angemieteten Außenlager weitestgehend zu reduzieren. Die Realisierung des 5-gassigen Hochregallagers sowie der anbindenden Fördertechnik hat Hörmann Intralogistics als Generalunternehmer übernommen.

© Hörmann Logistik

Die Hawle Österreich Gruppe produziert und vertreibt weltweit Schwerarmaturen. Die auf Generationen ausgelegten Produkte werden in der Siedlungs-Wasserwirtschaft von der Quelle bis zum Hausanschluss eingesetzt. Zur Hawle Österreich Gruppe gehören zwölf Tochtergesellschaften in Österreich, der Tschechischen Republik, Polen, der Slowakei, Russland, Türkei, Italien, Großbritannien und Indien.

IGZ, die SAP Ingenieure aus Falkenberg, setzten die Logistikprozesse in SAP EWM mit direkter Steuerungaret der Lagertechnik durch SAP MFS um. Um die zahlreichen angemieteten Außenlager zu reduzieren, den daraus resultierenden Transportaufwand zu minimieren und zusätzliche Kapazitäten in der Produktion zu schaffen, wurde Hörmann Intralogistics mit der Errichtung eines automatischen Hochregallagers beauftragt. Hier werden Roh- und Halbfertigteile für die Produktion beziehungsweise zur Bereitstellung im Versand zwischengelagert.

Die Produktionsanbindung erfolgt direkt von der Produktion über eine neue, doppelstöckige Fördertechnik für Paletten. Zusätzlich wird in der Außenwand der neuen Logistikhalle eine Aufgabe- und Abnahme-Station eingeplant, die vom Hof mit Staplern erreichbar ist und in Ausnahmesituationen dynamisch durch SAP EWM angefahren wird, um die Produktionsversorgung stets sicherzustellen.

Anzeige

Wareneingang und Versand für unterschiedliche Ladungsträger

Das 5-gassige Hochregallager ist mit fünf gassengebundenen Regalbediengeräten (RBG) ausgestattet. Diese besitzen eine Teleskopgabel zur doppeltiefen Lagerung. Pro Regalfach ist eine Dreiplatzlagerung nebeneinander vorgesehen. Die Ein- und Auslagerstiche des Hochregallagers sind mit einer Loop-Förderstrecke verbunden, die bis in die Logistikhalle reicht, um Waren aufzunehmen beziehungsweise abzugeben. Alle Regalbediengeräte sind mit einer Fachfeinpositionierung ausgerüstet, die sowohl die vordere, als auch die hintere z-Position erfasst.

Am Wareneingang werden auf drei Förderstrecken mit Gewichts- und Konturenkontrolle normale Ladeeinheiten aufgegeben. Gitterboxen werden nur auf der mittleren Förderstrecke aufgegeben. Dort wird vollautomatisch der Aufsetzplatz mit einer Holz-Unterpalette bestückt, auf die die Gitterbox aufgesetzt wird. Die dafür erforderlichen Leerpaletten werden gestapelt an einem Pufferplatz vorgehalten und bei Bedarf vereinzelt Richtung Aufsetzplatz transportiert.

Neugruppierung und Bündelung

Hörmann Logistik ist übrigens mittlerweile innerhalb der Hörmann Gruppe Teil des neuen Geschäftsbereichs Hörmann Intralogistics. Dieser bündelt die verschiedenen Geschäftsaktivitäten in den Segmenten Intralogistik und Services, um seine Kunden noch besser bei heutigen und zukünftigen Anforderungen zu unterstützen. Die Hörmann Gruppe stellt sich mit diesem Geschäftsbereich als Systemanbieter im Bereich anspruchsvoller Systemlösungen in der Intralogistikbranche breiter auf, um erfolgreich weiter wachsen zu können und um End-to-End Servicedienstleistungen anbieten zu können.

Hörmann Intralogistics setzt auf die über Jahrzehnte hinweg entwickelten Kernkompetenzen in Automatisierung und IT, sowie die in vielen Referenzanlagen nachgewiesenen Erfahrungen als Generalunternehmer zur Errichtung von schlüsselfertigen Materialflusslösungen, als Produktlieferant für Fördertechnik und als Anbieter von neuen Robotik-Anwendungen sowie Industrieservices. Unter dem Dach der Zwischenholding Hörmann Intralogistics vereint der Geschäftsbereich die Hörmann Logistik mit ihren Tochtergesellschaften, die Schwesterunternehmen Klatt Fördertechnik, Hörmann Logistik Systeme sowie die Hörmann Services mit ihren Tochtergesellschaften.

Dieser Artikel erschien in materialfluss 10/22.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Gemeinsame Marke

Fortna und MHS Global werden zu Fortna

MHS Global („MHS“), ein Anbieter von Materialflussautomatisierung und Systemintegration, und Fortna („Fortna“), Software- und Lösungsanbieter für Distribution und Fulfillment, haben sich zu einem Unternehmen zusammengeschlossen und agieren ab sofort...

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem materialfluss NEWSLETTER

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite