Lösungen für KMU

Joachim Kieninger, mm,

Keine Berührungsängste bei Automatisierung und digitaler Transformation

Automatisierung und Digitalisierung sind unumgänglich und bilden für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowohl Herausforderungen als auch große Chancen für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Kosteneinsparungen und Umsatzsteigerungen. Einstiegsszenarien sind flexibel mitwachsende Lösungen sowohl auf Hardware- als auch Software-Ebene.

A.R.T. Components setzt in Hohenbrunn, südöstlich von München, auf Element Logic als Automatisierungspartner. © Element Logic

Rund 2.000 Quadratmeter Lagerfläche stehen am Unternehmenssitz zur Verfügung, den die A.R.T. Components GmbH in Hohenbrunn, südöstlich von München, Ende 2024 bezogen hat. Als einer der maßgeblichen regionalen Anbieter von Elektromechanikbauteilen bevorratet das Unternehmen dort den Großteil seines Standardsortiments. Zur Optimierung der Lagerprozesse und Beschleunigung der Auftragsabwicklung setzte der Mittelständler mit Umzug an den neuen Standort auf Automatisierung. Nach Vergleich verschiedener Automatisierungslösungen und Anbieter fiel die Wahl auf die AutoStore-Technologie und Systemintegrator Element Logic als Projektplaner und -realisierer. Um die Lagerfläche optimal zu nutzen, hat Element Logic die Anlage mit 7.340 Stellplätzen bei A.R.T. Components ist auf einer Stahlbaubühne errichtet. Die Fläche unter der Anlage steht für weitere Lagerungsoptionen, Kommissionierprozesse, Versandfertigung und -bereitstellung zur Verfügung. Mit der Lösung von Element Logic konnten A.R.T. Components die Kapazitäten für die Kleinteilelagerung verdreifachen und für die Paletten stehen fünfmal mehr Stellplätze zur Verfügung. Zudem hat der Konstruktionsteile-Großhändler mit der Automatisierung seinen Durchsatz deutlich gesteigert und die Auftragsabwicklung spürbar beschleunigen können.

Anzeige

Steigerungen bei Performance und Produktivität

Das Beispiel dieser kompakten, effizienten Lösung zeigt, dass Automatisierung auch für kleinere und mittelständische Unternehmen sinnvoll ist. Trotz solcher Erfolge herrscht bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) in Sachen Digitalisierung und Automatisierung der Intralogistik allerdings nach wie vor Nach- und Aufholbedarf. Doch Prozessautomatisierung ist für KMU unverzichtbar, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie ersetzt repetitive Tätigkeiten durch softwarebasierte Abläufe mit Geräten und Systemen. Damit erschließt die Automatisierung signifikante Steigerungen bei Performance und Produktivität. Mit dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik (Digitalisierung), also der Erfassung, Archivierung und Analyse von Prozess- und Artikeldaten, stellen KMU sich überdies zukunftsfähig im Wettbewerb auf. Sie optimieren ihre Geschäftsmodelle, den Ressourceneinsatz, den Datenaustausch mit Partnerunternehmen und Lieferanten – und sie können belastbare Prognosen über die Entwicklung verschiedener Geschäftsbereiche generieren. Diese Vorteile von Digitalisierung und Automatisierung sind bei den KMU inzwischen angekommen. Sie haben bei der Umsetzung allerdings mit grundlegenden Herausforderungen zu kämpfen.

Enorme Effizienzpotenziale ungenutzt

© Element Logic

Bei der Automatisierung sind diese insbesondere durch die richtige Wahl zukunftsfähiger Systeme und die damit einhergehenden Investitionskosten geprägt. Aktuellen Studien und Untersuchungen zufolge, wie etwa der Digitalisierungs-Studie des Digitalberatungsunternehmens Maximal.Digital, dem Bitkom-Studienbericht „Digitalisierung der Wirtschaft 2025“ oder der KMU-Studie der Technischen Hochschule Mittelhessen, operieren immer noch rund 80 Prozent der Unternehmen mit überwiegend manuellen oder teilautomatisierten Prozessen. Infolge bleiben Datenerfassung, Prozessdokumentation und Datenanalyse sowie datengetriebene Entscheidungen und Innovationen unterentwickelt. In der Folge bleiben enorme Effizienzpotenziale ungenutzt.

Unternehmenskulturelle Widerstände

Das ließe sich oft mit Implementierung einer modular konzipierten Lagerverwaltungssoftware schnell ändern. Aber geringe Digitalkompetenzen, gewachsene, hartnäckige Strukturen und mitunter auch der Mangel an IT-Fachkräften bremsen den digitalen Wandel in vielen Unternehmen aus. Etwa jedes zweite KMU kämpft bei der digitalen Transformation mit unternehmenskulturellen Widerständen. Das reicht von Schwierigkeiten, Investitionen intern zu rechtfertigen, über mangelnde Unterstützung des Top-Managements bis hin zu Konflikten zwischen IT und Fachabteilungen. Die Mehrzahl der KMU hat überdies kein ausgewiesenes Digitalisierungsbudget und sieht sich außerstande, die Rentabilität etwaiger Digitalisierungsinvestitionen zu ermitteln. Damit bleiben Kosteneinsparungen und Umsatzsteigerungen im jeweils zweistelligen Prozentbereich ungenutzt.

Mitwachsende Lösungen für einen sanften Einstieg

Grundlegender Aspekt sowohl bei Automatisierungs- als auch bei Digitalisierungsprojekten ist vor diesem Hintergrund das Thema Flexibilität. Die Flexibilität von Systemen sowohl der Hardware als auch der Software bietet Zukunftsfähigkeit durch mitwachsende Automatisierungslösungen und einen sanften Einstieg in die digitale Transformation. Ein erfolgreiches Beispiel im Bereich der Hardware zeigt die AutoStore-Technologie. Als weltweit erster und führender AutoStore-Integrator hat Element Logic seit 2003 annähernd 500 AutoStore-Anlagen realisiert. Auf Basis der Technologie und angebundenen Peripheriesystemen lassen sich alle Prozesse vom Wareneingang bis zur Versandbereitstellung automatisieren – bei Bedarf auch schrittweise. Erfolgsgarant der AutoStore-Technologie ist die durchgängige Skalierbarkeit aller Komponenten. Als mitwachsende Lösung mit hoher Prozessgeschwindigkeit, Lagerdichte und Genauigkeit für Lagerung und Kommissionierung bietet das Lagersystem gerade auch mittelständischen Unternehmen optimale Bedingungen und einen zukunftssicheren Einstieg in die Automatisierung. Ein flexibel gestaltbares Aluminiumraster, das sogenannte Grid, erschließt maximale Lagerkapazität und stellt den Rahmen für die Lagerplätze. Sie sind vertikal in Schächten angeordnet, in denen die Systembehälter übereinandergestapelt und die Produkte vorgehalten werden. Autonome Roboter, die auf dem Grid fahren und die Ein-, Um- und Auslagerungen übernehmen, sorgen für hohe Effizienz und Anlagenverfügbarkeit. Die Kommissionierung erfolgt an integrierten Arbeitsstationen, den so genannten Ports. Das Gesamtsystem bietet gegenüber statischen Palettenregalen in Verbindung mit Fachbodenregalen eine um bis zu 70 Prozent verbesserte Raumausnutzung. Dabei kann das Anlagenlayout exakt auf jedwede bauliche Gegebenheit angepasst werden und ist bei wachsendem Leistungs- oder Kapazitätsbedarf durch zusätzliche Roboter, Ports oder Schächte bei laufendem Betrieb skalierbar.

Breites Spektrum für weitere Ausbaustufen

Mit weiteren Automatisierungskomponenten von der Fördertechnik aus dem ELCON-Baukastensystem von Element Logic über fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) oder Autonome Mobile Roboter (AMR) ausgewiesenerRobotik-Spezialisten bis hin zur eigenentwickelten Robot-Picking-Lösung eOperator bietet Element Logic ein breites Spektrum für weitere Ausbaustufen der Automatisierung in der Intralogistik. Mit dem bewährten Lagerverwaltungssystem (LVS) SuPCIS-L8 des Tochterunternehmens S&P Computersysteme deckt Element Logic überdies den Softwarebereich für intelligente Digitalisierung mit Komplettlösungen aus einer Hand ab. Bereits im Systemstandard deckt das modular konzipierte LVS als zentrale Plattform für die Intralogistik alle Funktionen für effizientes Warehouse Management.

Stabile, performante IT-Plattform

Prozesse im Lager können mit SuPCIS-L8 digital, papierlos und automatisiert umgesetzt werden. Automatisierte Lagersysteme lassen sich herstellerübergreifend über zwei unterschiedliche Schnittstellenvarianten anbinden. Das prozessführende Softwaresystem sorgt für transparenten Lagerverwaltung und koordinierte Prozesssteuerung aller Automatisierungskomponenten im Lager. Durch die direkte Anbindung werden dabei beispielsweise die Daten zwischen LVS und der AutoStore-Anlage in Echtzeit automatisch synchronisiert. SuPCIS-L8 bietet insgesamt eine bewährte, stabile und performante Plattform, die mit den logistischen Anforderungen mühelos mitwächst. Auf Basis der Modulbausteine des System lassen sich Intralogistik-IT-Lösungen jeder Größenordnung realisieren – Standard-implementierungen für KMU in nur wenigen Wochen. Damit sind auch im IT-Bereich hohe Flexibilität und Effizienz gewährleistet. Als Standardsystem lässt sich SuPCIS-L8 schnell implementieren und mit den einzelnen Modulen bedarfsgerecht zuschneiden. Bei wachsenden Anforderungen werden weitere Funktionalitäten einfach aufgeschaltet.

Schulungsangebote und umfassende After Sales Services

Auf Basis der modularen Anlagenkonzepte sind für die Hardware und Softwaresysteme zur Gewährleistung einer hohen Anlagenverfügbarkeit vor Ort keine großen Teams von Technikern und IT-Spezialisten mehr erforderlich. Systemintegratoren wie Element Logic bieten zur Einführung entsprechende Schulungsangebote sowie umfassende After Sales Services. Software-Unternehmen wie S&P bieten in der Regel bereits vorkonfigurierte und sukzessive funktional erweiterbare Standardlösungen auch aus der Cloud. Mit ihnen können KMU ihre grundlegenden Prozesse steuern, digital abbilden und analysieren und auch im IT-Bereich einen sanften Einstieg in die Digitalisierung beschreiten. Systemauswahl und Zuschnitt unterstützt überdies die Plattform „warehouse logistics“ des Fraunhofer IML.

Digitalisierung als Chance begreifen

Die genannten Beispiele zeigen: Automatisierung und digitale Transformation gehen Hand in Hand. Vor ihrer Umsetzung muss sich niemand fürchten. Im Gegenteil. Systemintegratoren und Software-Entwickler bieten maßgeschneiderte, flexibel mitwachsende und zukunftsfähige Lösungen, in die sich auf künftige technologische Entwicklungen integrieren lassen. Wer jetzt nicht handelt, riskiert vielmehr den Anschluss zu verlieren. Der digitale Wandel wartet nicht auf den Mittelstand. Indem KMU die Digitalisierung als Chance begreifen und aktiv angehen, können sie ihr Wachstumspotenzial maximieren und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Unternehmen, die jetzt in Automatisierung und Digitalisierung investieren, sichern sich einen unmittelbaren Vorteil und legen zudem das Fundament für zukünftiges Wachstum und Innovationen.

Realisierungspartner auf Augenhöhe

Die Integration neuer Lösungen erfordert allerdings eine sorgfältige Planung und Umsetzung, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Beim Einstieg in die Automatisierung ist es daher ratsam, mit kleinen Projekten zu beginnen und dann schrittweise zu skalieren, neue Workflows hinzuzunehmen, die Flotte auszubauen und so weiter. Lösungsanbieter wie Element Logic stehen KMU bei der Projektplanung, Systemauswahl und Projektrealisierung bei Bedarf frühzeitig als Realisierungspartner auf Augenhöhe zur Seite.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren