Kommissioniertechnik

Da geht´s am besten automatisch

Gerade beim automatischen Kommissionieren sind in den letzten Jahren viele neue Einsatzmöglichkeiten hinzugekommen. Aber welche Branchen liegen derzeit besonders im Trend, und für welche Produkte bietet sich diese Lösung vor allem an?

Kommissioniertechnik: Da geht´s am besten automatisch

SSI Schäfer: Tendenz hin zum E-Commerce

„Da unser Angebot so breit gefächert ist, sind wir in der Lage, die verschiedensten Branchen abzudecken,“ erklärt Maria Stumpfl, Leitung Marketing bei der SSI Schäfer. Peem GmbH: „Was wir seit einiger Zeit schon merken ist, dass es eine branchenübergreifende Tendenz hin zum E-Commerce gibt. Hier sind nicht nur die großen Internetversandhäuser gemeint. Nein, auch die Unternehmen, die bisher nur B2B orientiert waren, satteln um und bieten zusätzlich über das Internet ihre Waren direkt an die Endkunden an. Dies bedeutet eine zusätzliche Herausforderung an das Distributionszentrum und die Umstrukturierung auf einen gleichzeitigen Versand für B2B und B2C. Diese neue Entwicklung haben wir früh genug erkannt und bieten hier zugeschnittene Lösungen an. Unsere Fulfilment Factory ist eine solche Lösung, die das Kommissionieren und den Versand von großen und einzelnen Bestellungen zugleich ermöglicht.“

„Produkte werden heute so verpackt, dass sie einem gewissen Marketingstandard entsprechen und nicht unbedingt logistischen Anforderungen gerecht werden. Dies bedeutet, dass wir auch hier bei der Entwicklung von unseren automatischen Kommissioniersystemen die Bedingungen berücksichtigen. In Distributionszentren in den Branchen Pharma, Kosmetik, Media (Bücher und CDs) und Büroartikel können wir einen Automatisierungsgrad von 80% erreichen, 50% in diversen anderen Bereichen.“

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Kommissioniertechnik: Da geht´s am besten automatisch

Dematic: Den Handel im Blick

Ein hoher Automatisierungsgrad und der Fokus auf automatische Kommissionierlösungen ist laut Thomas Metz, Director Sales Integrated Solutions, Dematic, grundsätzlich bei Unternehmen im Groß-, Einzel- und Versandhandel, in der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie gegeben: „Ein gutes Beispiel für die aktuelle Entwicklung und hohen Anforderungen bei der automatischen Kommissionierung ist der Lebensmittelhandel. In der Frischelogistik sind hohe Lieferbereitschaft und modernste Kommissionierprozesse wichtige Wettbewerbsfaktoren. Je schneller die Aufträge ausgeliefert werden können, je kleiner die Losgrößen, die die Kunden bestellen können, desto höher ist die Wettbewerbsfähigkeit des Herstellers am Point of Sale. Im Fokus für den Lebensmittelhandel steht daher verstärkt die Wirtschaftlichkeit der logistischen Gesamtprozesse, d.h. die Gesamtkosten je Kolli oder Ladungsträger.“

„Herausforderung hier ist es, die Logistikzentren für Lebensmittelretailer und deren -Zulieferer als hocheffiziente Produktionspufferlager mit dynamischen, durchgängig sequenzierten Kommissionierprozessen zu gestalten. Mit einem beispielsweise gekühlten Automatischen Kleinteilelager (AKL), optimierten Materialflüssen, modernen, ergonomischen Kommissionierstationen in Verbindung mit dem Dematic Multishuttle System sowie einem anspruchsvollen IT-Konzept lässt sich eine zuverlässige Hochleistungskommissionierung bis auf Einzelstückebene erzielen. Durchgängig sequenzierte, automatisierte Prozesse sorgen zudem für eine Auftragszusammenstellung mit filialoptimierter Packstück- und Ladungsträgerbefüllung sowie tourenoptimierter Lkw-Lkw-Beladung“, so Metz weiter.

Kommissioniertechnik: Da geht´s am besten automatisch

Knapp : Individuelle Kundenvorgaben im Blick

Mit ständig wachsender Artikelanzahl, stärkerem Konkurrenzdruck und einer Vielzahl an Verkaufskanälen, die von der Logistik bedient werden müssen, haben sich laut dem Geschäftsführer der Knapp Deutschland GmbH, Joachim Erhard, die Anforderungen an ein automatisches Kommissioniersystem in den letzten Jahres wesentlich verändert: „Die Zukunft wird eine weitere Flexibilisierung der Intralogistiklösungen bringen. Das Stichwort ist hier das Konzept des „Multi-Channel Warehouse“ – ein Lagersystem, mit dem Filial- und Endkundenbelieferung unter Berücksichtigung von Auslastungsschwankungen, Spitzenabdeckungen und viele Formen von „value added services“ noch effizienter möglich sind.“

„Das Angebot der Knapp-Gruppe reicht von shop-freundlicher Kommissionierung bis zur Sequenzierung der Einzelstücke gemäß individueller Kundenvorgaben im Versandkarton oder Behälter. Die Lösungsbreite rund um das OSR-Shuttle-System nach dem Ware-zur-Person-Prinzip macht das Distributionslager unabhängig von Änderungen in der Auftragsstruktur und gegenüber Verschiebungen des Volumens zwischen den einzelnen Verkaufskanälen. Mit einer Multichannel-Lösung von Knapp ist es möglich, die herkömmliche Trennung zwischen B2B und B2C vollständig aufzuheben und beide Geschäftsfelder völlig flexibel in einer Anlage abzuwickeln.“

Kommissioniertechnik: Da geht´s am besten automatisch

Witron: Fokus auf Lebensmittel

Prinzipiell ist laut Ulrich Schlosser, Leiter Vertrieb Logistiksysteme bei der Witron Logistik + Informatik GmbH, der Einsatz von automatisierten Kommissionier-Systemen zunächst nicht branchen- oder produktbezogen: „Entscheidend ist, für den Kunden eine Lösung zu finden, die sich rechnet und nachweislich Wettbewerbsvorteile generiert. Nach wie vor besteht eine hohe Nachfrage nach automatisierten Lösungen im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels, im E-Commerce, in der Pharma-Industrie sowie in der Ersatzteildistribution.“

Eine große Herausforderung für die Logistikverantwortlichen sei es aber immer noch, temperaturgeführte Ware wirtschaftlich und in optimaler Qualität in die Filialen zu liefern: „Durch innovative Technologien ist es Witron gelungen, Aufgabenstellungen im Frische-Bereich mit höchster Wirtschaftlichkeit und insbesondere optimalen ergonomischen Prozessen zu lösen. Sowohl bei der Einzelstück-Kommissionierung als auch beim marktgerechten Ganzbehälter-Handling. Dies gilt ebenso für die hochdynamische, filialgerechte Kommissionierung von Tiefkühlartikeln. Da in diesen Bereichen bisher meist noch konventionell gearbeitet wird, sehen wir hier ein großes Marktpotenzial für Automatisierung. Zahlreiche Anfragen aufgrund bester Referenzen belegen dies. Ganzheitliche automatisierte Lösungen generieren in der Frische- und Tiefkühllogistik erhebliches Optierungspotenzial innerhalb der gesamten Supply Chain – vom Lieferanten, über das Logistikzentrum, über den Transport, bis in die Filiale bzw. zum Endkunden.“

Knapp Deutschland GmbH, E-Mail: sales.de@knapp.com, www.knapp.com

SSI Schäfer Peem GmbH, E-Mail: info@ssi-schaefer.de, www.ssi-schaefer-peem.com

Witron Logistik + Informatik GmbH, E-Mail: info@witron.de, www.witron.de

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