Fördertechnik

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Vier Etagen effizient verbunden

Wer bei dem Kosmetikhersteller Dr. Kurt Wolff in Bielefeld diesen Gebäudeteil der Lager- und Produktionsräumlichkeiten betritt, rechnet nicht mit Fördertechnik: Jeder Platz ist genutzt, geprägt von normalen Laufwegen, flankiert von Produktions- und Abfüllanlagen. Dass hier eine automatisierte Palettenförderanlage über vier Etagen verläuft, vermutet man kaum. Und doch war das der nächste Schritt der Lagermodernisierung. Der vorhandene Senkrechtförderer: über 30 Jahre alt, von einer Vorgängerfirma von Förster & Krause installiert. Die Anforderungen: gestiegen, bei begrenzter Infrastruktur.

Bei Dr. Kurt Wolff in Bielefeld – bekannt für Marken wie Alpecin und Alcina – entsteht eine zukunftsfähige Intralogistik Schritt für Schritt im laufenden Betrieb. © Förster & Krause

Die Verantwortlichen bei Dr. Kurt Wolff – als Kosmetikhersteller bekannt durch Marken wie Alpecin, Plantur und Alcina – schätzen an der Zusammenarbeit mit Förster & Krause besonders den partnerschaftlichen, lösungsorientierten Umgang, auch bei kleineren Anpassungen im Bestand. „Förster & Krause hört zu, denkt mit und entwickelt Lösungen, die nicht von der Stange sind, sondern genau zu unseren Abläufen und unserem Betrieb passen“, sagt Andreas Wiens, Technischer Leiter der Dr. Wolff Group. In einem Gebäude, das über Jahrzehnte gewachsen ist, wurde die alte Technik vollständig durch eine neue Palettenförderanlage ersetzt, die im laufenden Betrieb realisiert wurde. Ein zentrales Ziel: die Anbindung des Kellergeschosses, um Rohstoffe effizienter in die Produktion zu bringen und den inner­betrieblichen Materialfluss nachhaltig zu verbessern.

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Vertikalförderer für Paletten und IBC-Container

Die neue Förderanlage verbindet Kellergeschoss, Erdgeschoss, 1. und 2. Obergeschoss über einen zentralen Vertikalförderer, ausgelegt für bis zu 40 Paletten pro Stunde. Sie transportiert sowohl Euro- und Industriepaletten als auch IBC-Container mit bis zu 1.500 kg Gewicht und arbeitet dabei flexibel und zuverlässig. Jede Etage verfügt über Aufgabe- und Abnahmeplätze mit vorgelagerten Förderstrecken und Stauplätzen, abgestimmt auf vorhandene Prozesse und Platzverhältnisse. Die Beschickung erfolgt manuell per Deichsel- oder Gabelstapler, die Steuerung übernimmt das System. Die Zielauswahl nimmt der Bediener bequem über einen Drucktaster an der Aufgabe vor. Auf dem Touchpanel wird angezeigt, ob die gewählte Etage belegt oder frei ist. Diese Information dient lediglich der Orientierung, da die Abförderung systemseitig nur dann erfolgt, wenn am Ziel ein freier Platz vorhanden ist.

Effizienter Materialfluss mittels intelligenter Steuerung und Freiplatzlogik

Ein zentrales Element ist die Freiplatzprüfung mit Transportfreigabe: Nur wenn auf der gewählten Zielebene ein freier Stauplatz verfügbar ist, wird die Palette abgefördert. Über Touchpanels auf jeder Etage sehen die Bediener sofort, welche Ziele im Moment ansteuerbar sind – und können flexibel priorisieren. Das System verhindert Leerfahrten, erhöht auch bei hoher Auslastung und dynamischen Anforderungen die Förderleistung und sorgt für einen reibungslosen Palettentransport zwischen den Etagen. Die Steuerung unterstützt nicht nur den Prozess, sondern auch die Mitarbeitenden, die damit klar und effizient arbeiten können.

Fördertechnik im Bestand integriert bei begrenztem Platz

Erstmals an die Fördertechnik angebunden: Im Untergeschoss werden Paletten mit Rohstoffen übernommen und automatisch in die oberen Produktionsebenen gefördert. © Förster & Krause

Die baulichen Gegebenheiten: normale Deckenhöhen, laufende Produktion, klar definierte Verkehrswege. Die Herausforderung: eine vollwertige Palettenfördertechnik unter diesen Bedingungen einzubinden ohne Prozesse zu stören oder Flächen zu blockieren. Zum Einsatz kommen robuste Ketten- und Rollenförderer, die sowohl hohe Leis­tungsfähigkeit als auch Langlebigkeit bieten. Die gesamte Förderstrecke ist reversierbar und auf Gewicht sowie Abmessungen der Fördergüter abgestimmt. Das Ergebnis ist eine kompakte Lösung, die bestehende Wege berücksichtigt und zugleich zukunftssicher ausgelegt ist.

Die neue Technik ist Teil eines umfassenden, langfristigen Veränderungsprozesses. „Mit jeder Modernisierung merken wir, wie viel reibungsloser und klarer unsere Abläufe werden. Wir ersetzen nicht einfach Alt durch Neu, sondern hinterfragen den Prozess. F&K geht diesen Weg mit, Schritt für Schritt“, so An­dreas Wiens, der auch bereits das Retrofit der Fördertechnik im automatischen Hochregallager im letzten Jahr verantwortete.

Partnerschaftlich realisiert – mit Blick auf weitere Modernisierungen

Die erfolgreiche Umsetzung basiert auf einer eng abgestimmten Projektarbeit beider Seiten, die von der ersten Konzeptidee bis zur Inbetriebnahme reichte. Alle Arbeiten – von der Demontage der alten Fördertechnik über den erforderlichen Deckendurchbruch zum Keller und einem zusätzlichen Wanddurchbruch bis hin zur anschließenden Montage und Inbetriebnahme  – wurden optimal aufeinander abgestimmt. So konnte die Anlage nach rund drei Wochen wieder genutzt werden, was auch auf Kundenseite Anerkennung fand.

Ebenso positiv blickt Förster & Krause auf die Zusammenarbeit: „Die Projekte mit Dr. Kurt Wolff verlaufen immer partnerschaftlich, klar strukturiert und zielgerichtet. Es ist ein Kunde, mit dem man gerne gemeinsam weiterdenkt“, sagt Hans-Georg Förster, Gesellschafter und Logistikplaner bei Förster & Krause. Weitere Retrofit- und Neuanlagen im Bereich Fördertechnik sind bereits in Planung, mit dem Ziel, den innerbetrieblichen Materialfluss Schritt für Schritt effizienter, transparenter und belastbarer zu gestalten.

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