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Artikel und Hintergründe zum Thema

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Materialflusskongress 2015: Kommen nun die Roboter?

Traditionell in Bayern geht am 26. und 27. März der 24. Deutsche Materialflusskongress in Garching bei München über die Bühne. Rund 400 Intralogistik-Experten diskutieren an den beiden Tagen über Automation und die weltweite Vernetzung. Auf dem umfangreichen Programm stehen 40 Fachvorträge, Keynotes, die Verleihung des Innovationspreises, ein Showcase und natürlich auch die Vernetzung der Teilnehmer untereinander und last but not least der Besuch der Stände der ausstellenden Unternehmen.

TU München in Garching
Modernes Ensemble vor den Toren der bayerischen Landeshauptstadt: Das Gelände der TU München in Garching bietet perfekte Rahmenbedingungen.

Auch in der Logistiklandschaft ist Smart Factory ein bestimmendes Thema. Vollständig autonome und intelligente Roboter ermöglichen eine rasche Anpassung der Fabrik an die sich ständig ändernden Bedingungen. Roboter übernehmen immer häufiger die Aufgaben von Arbeitskräften – dennoch verfügt der Mensch über klar überlegene kognitive und sensomotorische Fähigkeiten. Über dieses Spannungsfeld zwischen Mensch und Technik sprechen Experten.

Der erste Tag des Kongresses wird von Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wi.-Ing. Willibald A. Günthner, dem Leiter des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) an der TU München / Garching eröffnet. Am Vormittag sorgen dann gleich drei hochkarätige Vorträge hintereinander für Spannung. Zunächst wird Rudolf Keller Geschäftsführer der SSI Schäfer Holding, die Auswirkungen eines dynamischen Markts auf die Systemanbieter ausleuchten, bevor es in die Robotik geht. Manfred Gundel, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kuka Roboter, spricht dann über die Zusammenarbeit von Mensch und Robotern. Betrachtet man die derzeitigen Anstrengungen von Kuka, auf dem Intralogistikfeld zu reüssieren, hat jeder Kongressteilnehmer einen Grund mehr, hier gut zuzuhören. Digital geht es danach mit Stefan Hentschel von Google Deutschland weiter, der die digitale Transformation und ihren Einfluss auf die B2B-Industrie beschreibt.

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Mensch und Roboter arbeiten in der Logistik zusammen

Vorträge im Rahmen des Materialflusskongresses
Was hier auf den ersten Blick wie eine Vorlesung aussieht, ist ein Bild von einem der zahlreichen Vorträge im Rahmen des Materialflusskongresses. Mitmachen und mitreden ist in der Regel erlaubt.

Am Nachmittag finden verschiedene Fachvorträge parallel statt (unter anderem mit Topmanagern der Intralogistikunternehmen Knapp und Viastore sowie von Softwareanbieter AEB), bevor der abendliche Umtrunk im Beisein netter Kongressteilnehmer mit der Verleihung des VDI-Innovationspreises Logistik 2015 und dem VDI-Studienpreis für Logistik 2015 beginnt. Hier sei eine Anmerkung in eigener Sache gestattet: Erstmals war in diesem Jahr Materialfluss in der Jury des VDI-Innovationspreises Logistik vertreten und hat über den Sieger mit abgestimmt. Eine Medien partnerschaft von Materialfluss und Schwesterzeitschrift LT-manager sowie eine Moderation, auf die gleich zurückgekommen wird, runden das Engagement von JM Fachmedien beim Materialflusskongress des weiteren ab.

Am zweiten Kongresstag ballen sich zwischen 9.00 Uhr und 12:00 Uhr zahlreiche Vorträge aus den Schwerpunktbereichen Best Practice, Tiefkühllogistik und Forschung und Entwicklung. Un-  ter anderem wird Materialfluss hier die Session „Multi-Channel“ moderieren. Hier hält zunächst Peter Bimmermann, Key Account Manager bei Vanderlande Industries, einen Vortrag („Omni- Channel-Handel: Herausforderung und Chance für die Intralogistik“). Bimmermann spricht unter anderem über Ansätze in der Supply Chain, Paket und Palette, Kosten- und Effizienztreiber und effiziente Lösungen im Warehouse. Danach wird Rahmen der Session Jürgen Vedie, Vorstandsmitglied der zooplus AG, die Internationalisierung effizienter Logistiknetzwerke propagieren – als Basis für dynamisches Wachstum, wie Vedie meint.

ausstellende Unternehmen
Zwischen den Vorträgen informieren ausstellende Unternehmen die Kongressteilnehmer.

Und am Ende des Kongresses wartet ein weiteres Schmankerl auf die Teilnehmer: Dr.-Ing. Hubert Zitt, Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik an der Hochschule Kaiserslautern / Zweibrücken, spricht über technische Visionen und „Star Trek“ – und wie diese Realität wurden. Denn seit den 1980er Jahren sind wissenschaftliche Berater stets bei der Produktion der Science-Fiction-Reihe „Star Trek“ involviert. In seinem Vortrag wird Hubert Zitt auf diese Visionen der Science-Fiction-Autoren eingehen und erläutern, wie der aktuelle Stand von Wissenschaft und Technik ist. Gene Roddenberry, der Erfinder von Star Trek, sprach vor Produktionsbeginn seiner Fernsehserie mit Ingenieuren, Physikern, Ärzten und anderen Wissenschaftlern darüber, wie diese sich die technischen Entwicklungen in ihren Fachgebieten vorstellen könnten. Diese Ideen hat Roddenberry gesammelt und als Technologien der Zukunft verfilmt.

Nicht zuletzt aus diesem Grund wurden die „Star Trek-Macher“ bereits in den 1960er Jahren vom National Space Club in Washington wegen der wissenschaftlichen Richtigkeit der Serie geehrt. Einige dieser Visionen sind heute bereits Realität geworden. Handys, automatische Türen, Flachbildschirme oder Videokonferenzen sind Beispiele für Technologien, die in Star Trek bereits in den 1960er Jahren für die Zukunft prognostiziert wurden. „Beam us up, Hubert Zitt“ ist man geneigt zu rufen...

Martin Schrüfer 

Kontakt:

VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V. D-40468 Düsseldorf Tel.: 02 11 / 62 14-0 E-Mail:

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