Inside Combilift

Martin Schrüfer,

„Deutsche Geschäftspartner sind für Innovationen offen“

Martin McVicar, Geschäftsführer und Co-Founder des Flurförderzeugherstellers Combilift, schreibt mit seinem irischen Unternehmen seit langem eine Erfolgsgeschichte. Materialfluss traf den jugendlich auftretenden Unternehmer im Rahmen der LogiMAT und ließ sich später, nach der Messe, die Vorzüge der neuen Produkte erklären.

Zweimal Martin, und das am ersten Messetag der LogiMAT: Martin McVicar und Martin Schrüfer am Messestand von Combilift. Foto: Liz Townsend

Materialfluss: Was war Ihr Eindruck von der diesjährigen LogiMAT? Welche Begegnung wird Ihnen in Erinnerung bleiben?

Martin McVicar: Vom Beginn der Messe bis zum Schluss hatten wir einen regen Besucherstrom auf unserem Stand und es hat mich nicht überrascht, als ich von den diesjährigen Rekordzahlen von über 50.000 Besuchern erfuhr. Wie immer war die LogiMAT die perfekte Plattform für uns, unsere breite Produktpalette dem Fachpublikum vorzuzeigen, und in geographischer Hinsicht ist die Veranstaltungsort ideal für Besucher, die aus den deutschsprachigen Ländern, aus Europa sowie von weiter her kommen. Im Vorfeld des St.-Patricks-Tages haben wir uns auch gefreut, an dem mittleren Tag der Messe den irischen Minister für Landwirtschaft Michael Creed und den irischen Botschafter in Deutschland Michael Collins, auf unserem Stand begrüßen zu dürfen.

MFL: Sie zeigen erstmals auf der LogiMAT den Combi-CS – laut Pressemitteilung ist er besonders für den Einsatz in schmalen Gängen geeignet – warum ist das so? McVicar: Der Combi-CS Deichsel-Frontstapler ist unser kleinstes Modell bis jetzt und kann problemlos in Gangbreiten von 2,3 Meter arbeiten. Dies ist erstens auf die sehr kompakten Dimensionen und zweitens auf den Mehr-Stellungs-Deichselkopf zurückzuführen. Dank dieser Innovation kann der Bediener an der Seite des Staplers stehen und daher entfällt der Bedarf, zusätzlichen Raum hinter dem Gerät bereitzustellen.

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MFL: Sie sagen, er ist eine Alternative zu fahrbaren Staplern. Für welche Branchen sind diese Stapler zu empfehlen? McVicar: Die Tendenz zur Verwendung von Deichselstaplern ist steigend: Wo möglich und je nach den zu handhabenden Lasten, werden Geräte wie der Combi-CS zunehmend bevorzugt, aufgrund der erhöhten Sicherheit, die sie gegenüber fahrbaren Staplern bieten – die niedrigere Geschwindigkeit trägt zu einer Reduzierung der Risiken bei. Der Einsatz eines Combi-CS ist besonders dort zu empfehlen, wo andere Mitarbeiter anwesend sind, wie etwa in den Fertigungsbereichen von Produktionsanlagen. Auch in Verkaufsräumen oder Lagerbereichen von Baumärkten, wo nicht nur das Personal, sondern auch die Kundschaft sich im Umkreis befinden könnte, bietet der Combi-CS eine sichere Alternative. Ein weiterer Vorteil bei dem Einsatz von handgeführten Geräten ist die schnellere und kostengünstigere Bedienerschulung.

MFL: Was hat es mit dem Mehr-Stellungs-Deichselkopf auf sich, den Combilift entwickelt und patentiert hat. Wodurch ist dieser so einzigartig?

McVicar: Der Mehr-Stellungs-Deichselkopf ist ein einzigartiges Designmerkmal der Combilift Deichselstapler-Reihe und kann nach links oder rechts gedreht werden, um das angetriebene Hinterrad zu positionieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Deichselstaplern steht der Bediener eines Combi-CS seitlich. So werden betriebliche Gefahren wie Einklemm- oder Zerquetschrisiken ausgeschlossen. Da der Bediener nicht durch den Mast schauen muss, bietet diese Arbeitsposition hervorragende Sicht der Gabeln, der Ladung und auch auf die gesamte Arbeitsumgebung.

Setzt sich auch mal gerne selbst ans Steuer eines Seitenstaplers: Combilift-Geschäftsführer Martin McVicar auf der LogiMAT. Foto: Liz Townsend

MFL: Wenn man Bilder vom Einsatz mit den Aisle-Master-Gelenkstaplern sieht, ist die Höhe beindruckend, die die Stapler erreichen. Ist das Ihr Alleinstellungsmerkmal – so hoch wie die Stapler von Aisle-Master kommt keiner? McVicar: Der Aisle-Master ist der einzige Gelenkstapler auf dem Markt, der Hubhöhen bis zu 15 Meter anbietet und ist so eine gute Wahl für Unternehmen, die ihr gesamtes Lagerpotenzial ausnutzen möchten. Was unsere Kunden auch überzeugt, ist die Garantie über fünf Jahre oder 5.000 Betriebsstunden, die auf jedem Aisle-Master standardmäßig gewährt wird.

MFL: Wenn es um Flurförderzeuge geht, ist die Konkurrenz aus Deutschland groß. Welche Strategien haben Sie entwickelt, um gegen die Konkurrenz aus Deutschland zu punkten? McVicar: Deutschland war einer der ersten Exportmärkte nach der Gründung von Combilift 1998. Wir fanden deutsche Geschäftspartner sehr analytisch und für innovative Produkte offen und sie erkannten schnell die konkreten Vorteile unserer Handlinglösungen: beispielsweise Platzersparnisse, gesteigerte Effizienz und erhöhte Sicherheit. Unsere Produkte unterschieden sich im Wesentlichen von den damals verfügbaren Modellen der deutschen Hersteller und wir konnten relativ leicht Fuß fassen. Wenn das Produkt tatsächlich liefert, was es verspricht, sind Kunden unserer Marke treu. Wir haben Unternehmen und Industriesegmente gezielt angesprochen und ein solides Vertriebsnetz von erfahrenen und höchst versierten Händlern bundesweit aufgebaut und das hat Früchte getragen: Nach Großbritannien und den USA ist Deutschland unser drittgrößter Absatzmarkt – zehn Prozent unserer Produktion wird hier verkauft.

MFL: Wie würden Sie Ihre gegenwärtige Marktstellung beschreiben? Welche Ziele haben Sie sich für die nächsten fünf Jahre gesetzt? McVicar: Unsere Position auf dem Markt als Anbieter von maßgeschneiderten und sonderangefertigten Handlinglösungen ist weltweit unübertroffen. Wie man verschiedenen Weltranglisten entnimmt, sind wir der einzige Flurförderzeughersteller, der seinen Umsatz innerhalb der letzten vier Jahre fast verdoppeln konnte. Unsere Produktpalette umfasst Deichselstapler mit 1 t Hubkraft, die originalen und bewährten multidirektionalen Stapler sowie Straddle Carriers, die Ladungen von 100 t heben und bewegen können. Wir haben 40 Millionen Euro in eine neue, 46.000 Quadratmeter große Produktionsstätte in Monaghan investiert, die dieses Jahr eröffnet. Dank dieser erhöhten Fertigungskapazität, der Verstärkung unseres technischen Personals sowie der Entwicklung neuer Modellreihen werden wir in der Lage sein, unsere Stückzahl sowie unseren Umsatz in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln.

MFL: Vielen Dank für das Gespräch, Herr McVicar.

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