Software

Marvin Meyke,

EDI Software für den Mittelstand

Im Streben nach immer mehr Effizienz, Transparenz und Wirtschaftlichkeit setzen nicht nur Großunternehmen auf digitale Systeme für die Planung und Abwicklung ihrer Geschäftsprozesse.

Neben ERP Systemen sorgen EDI Programme für die Standardisierung und Automatisierung von Warenwirtschafts-, Bestell- und Lieferinformationen und so für eine reibungslose Kommunikation. Diese Entwicklung wird nicht vor mittelständischen und kleineren Unternehmen Halt machen.

Tania Hüngsberg, Geschäftsführerin Hüngsberg © Hüngsberg

Spätestens seit Corona ist klar: Unternehmen, deren digitale Infrastruktur bereits bedarfsgerecht ausgelegt und einigermaßen leistungsfähig war, sind klar im Vorteil. Das digitale Management sämtlicher Geschäftsprozesse sorgte dafür, dass diese reibungslos ineinandergriffen.

Grundlage für die übergreifende Strukturierung solcher Prozesse ist ein bedarfsgerecht ausgelegtes ERP System. Eine digitale Plattform, die die Daten aus der Produktion, der Warenwirtschaft und dem Rechnungswesen und weiteren Bereichen sammelt und dadurch eine effiziente Planung möglich macht. Leider werden solche Systeme häufig schlecht gepflegt, beziehungsweise nicht konsequent angewendet. Das gilt insbesondere für den Austausch von Daten mit Geschäftspartnern und Dienstleistern. Gerade wer von planmäßigen Lieferketten abhängt, sollte den Erhalt und den Versand von Geschäftsnachrichten komplett digitalisieren und standardisieren. Bedarfsmeldungen, Bestellungen, Rechnungen, Lieferscheine – mithilfe eines an das ERP angeschlossenen EDI Systems ist deren automatische Weitergabe ein einfacher Weg viel Zeit und Geld zu sparen. Denn der manuelle Datenaustausch ist im Vergleich nicht nur wesentlich aufwendiger, sondern auch entsprechend fehleranfällig. Kommunikationslücken und Eingabefehler können Auftraggeber und Auftragnehmer teuer zu stehen kommen.

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In Branchen, in denen eine Vielzahl von Herstellern, Lieferanten und weiterverarbeitenden Betrieben miteinander verknüpft sind, ist die Nutzung von EDI längst üblich. Die Automobilindustrie wurde sogar schon vor Jahren zum elektronischen Datenaustausch verpflichtet. Ob auch kleinere mittelständische Betriebe von einer derartigen Standardisierung und Automatisierung von Geschäftsnachrichten profitieren? Tania Hüngsberg, Geschäftsführerin des gleichnamigen EDI Software- und EDI Services-Anbieters, bekräftigt die Notwendigkeit der Digitalisierung aus ihrer Sicht: "Bestellungen, Liefer- und Rechnungsdaten fehlerfrei und ohne großen Zeitaufwand per EDI zu übermitteln, spart Kosten für jedes Unternehmen – egal wie groß. Noch mag die Fähigkeit dazu lediglich ein Wettbewerbsvorteil sein. Bald schon werden Auftraggeber aus Kostengründen auf dem automatischen Datenaustausch bestehen."

Wie bei ERP Systemen kommt es bei der Wahl einer EDI Software auf die Anforderungen des Unternehmens an. Bereits 1981 gegründet, gehört Hüngsberg zu den ersten EDI Entwicklern und hat sich mit seinen anpassbaren EDI- und CAD-Lösungen in der Automobilbranche etabliert. Bis heute setzt man hier auf Inhouse Entwicklungen, um gerade mitteständischen und kleineren Unternehmen aus Industrie, Logistik und Handel einfach zu nutzende und gleichzeitig technologisch führende EDI Lösungen anbieten zu können. "Kleinere Betriebe kommen mit EDI Software „von der Stange“ häufig nicht gut zurecht", erläutert Tania Hüngsberg, "sie brauchen kein aufgeblähtes, komplexes Programm, das alles kann. Ihre speziellen Kommunikationsanforderungen, beziehungsweise jene ihrer Kunden, sollen gelöst werden – nicht mehr, und nicht weniger".

Als einfachen Einstieg in die Welt des EDI übernimmt Hüngsberg die Übermittlung solcher Nachrichten, sodass gar keine On-Premise Installation einer EDI-Software notwendig ist. Speziell für Logistik-Anbieter, die nicht über ein ERP System verfügen, hat der EDI Spezialist zudem ein eigenständiges Nachrichtenverarbeitungsprogramm, den logDAX, entwickelt.

Die erste Einbettung von komplexeren Hüngsberg EDI Lösungen in die ERP Systeme ihrer Kunden begleitet das hauseigene Service-Team oder autorisierte Servicepartner vor Ort. "Gerade Mittelständler ohne großes IT Team befürchten Probleme mit der Integration eines EDI Systems in ihr ERP,"" so die Erfahrung von Hüngsberg, "außerdem muss ja auch das immer auf dem neusten Stand gehalten werden. EDI Nachrichtenformate ändern sich immer wieder. Der Support durch Servicemitarbeiter, die irgendwo im Ausland sitzen, und sich mit den Systembegebenheiten vor Ort gar nicht auskennen, hilft ihnen da auch nicht." Weshalb Hüngsberg einen Schwerpunkt auf die zu ihren vor Ort installierten oder Cloud-basierten EDI-Lösungen passenden Serviceleistungen setzt.

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