Lagerverwaltungssoftware

Daniel Schilling,

Autostore und lagerübergreifendes zentrales WMS

Im bayerischen Freilassing stellt der Bahnbaumaschinen-Hersteller Robel seine Lager- und Transportprozesse neu auf. Hörmann Intralogistics realisiert bis Ende 2024 ein durchdachtes Gesamtkonzept, zu dem auch ein Neubau gehört.

Robel Bahnbaumaschinen in Freilassing entwickelt, produziert und liefert seit 1901 Gleisbaumaschinen. © Robel

Robel Bahnbaumaschinen in Freilassing entwickelt, produziert und liefert seit 1901 Gleisbaumaschinen. Rund 670 Mitarbeiter sorgen am Standort für moderne, sichere und wirtschaftliche Maschinen, Systeme und Dienstleistungen rund um den Gleisbau. Um die Produktionskapazitäten und den Automatisierungsgrad in Freilassing zu erweitern, ist der Neubau eines Logistikgebäudes sowie ein zentralgesteuertes, neues Materialflusskonzept vorgesehen. Dreh- und Angelpunkt der zukunftsweisenden Intralogistiklösung ist ein umfassendes Warehouse Management System (WMS), das den optimalen Logistikbetrieb sowie die Digitalisierung der innerbetrieblichen Prozesse gewährleistet.

Hörmann Intralogistics setzte sich mit seinem Gesamtkonzept aus Autostore-System und dem WMS Hilis durch und erhielt den Realisierungsauftrag. Mit dem bewährten, modularen WMS können die komplexen Anforderungen von Robel von der Verwaltung und Steuerung sämtlicher Lagerbereiche, über den Wareneingang sowie der Qualitätssicherung bis zur Produktionsanbindung und dem Versand abgebildet werden.

"Durch das neue Intralogistikkonzept werden wir unsere Lager- und Transportprozesse am Standort Freilassing digitalisieren, dabei sämtliche heterogenen Lagerbereiche integrieren und die Anbindung an die Produktion über Routenzug und Stapler zentral steuern", fasst Christoph Bräuer, Leiter Beschaffung und Logistik bei Robel Bahnbaumaschinen, das Projekt zusammen.

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Struktur der neuen Materialflussprozesse

Der Plan beinhaltet ein neues Logistikgebäude, in dem neben dem AutoStore-Kleinteilelager auch ein Schmalganglager entsteht und Wareneingang, Qualitätskontrolle, Konsolidierung, Produktionsversorgung sowie Verpackung und Versand abgewickelt werden. Im Autostore-System, das direkt mit dem Wareneingang und dem Versand gekoppelt und im 1. Obergeschoss des Lagerneubaus positioniert ist, werden kleine Bauteile gelagert und kommissioniert.

Zehn Red-Line-Roboter handeln die insgesamt 20.000 Behälter auf dem Single-Double-Grid, auf dem seitlich Ladestationen angebracht sind. Just in time bringen die AutoStore-Roboter die benötigen Artikel an einen der vier Bin-Lifts mit Swing-Ports im Erdgeschoss. Zwei weitere Bin-Lifts sind bereits vorgesehen. Zudem umfasst der Neubau ein Schmalgang- und ein Kragarmlager.

Durchgängige, digitalisierte und transparente Lager- und Logistikprozesse durch Hilis

Das übergeordnete Ziel der Einführung eines neuen WMS ist, neben der Standardisierung und systemischen Unterstützung der Prozesse, auch die Erhöhung des Automatisierungsgrads, signifikante Optimierungen durch verbesserte Bestandstransparenz sowie eine Effizienzsteigerung durch maßgeschneiderte Logistikabläufe.

Das Hörmann Intralogistics Warehouse Management System Hilis verwaltet und steuert künftig sämtliche Materialflussprozesse: vom Wareneingang über die Qualitätskontrolle, insgesamt sechs Lagerbereiche einschließlich Autostore, Konsolidierung – hier werden die Waren aus den Lagerbereichen auftragsbezogen zusammengeführt und synchron für den Transport bereitgestellt –, Produktions- beziehungsweise Serviceversorgung, Verpackung und Versand.

Andreas Wimmer, Head of IT Sales Hörmann Intralogistics, sieht das WMS Hilis als Herzstück der neuen Intralogistiklösung: "Hilis implementiert alle asynchronen, bestehenden sowie neue, manuelle und automatisierte Lagerbereiche inklusive dem Autostore-System und sorgt dafür, dass die angeforderten Waren synchron am Konsolidierungspunkt zusammenkommen." Das neue Intralogistik-Konzept bei Robel wird Ende 2024 live gehen.

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