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Artikel und Hintergründe zum Thema

Automatisierung in der Logistik

Alexandra Hose,

Vier Falschannahmen über Roboter im Lager

Obwohl die Automatisierung von Lagerprozessen durch Robotik längst Realität ist, hat Exotec vier Falschannahmen rund um die Robotisierung in der Logistik festgestellt und klärt darüber auf.

© Exotec

Falsch: „Roboter sind nur da, um die Produktivität von Unternehmen zu steigern und haben keinen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden."
Produktivitätssteigerung ist nur ein Aspekt des Mehrwerts von Robotisierung und Automatisierung. Der Einsatz von Robotern in einem Logistiklager befreit Arbeiter von körperlich anstrengenden Aufgaben, wie dem Heben schwerer Lasten oder das Ausführen repetitiver Bewegungen. Auch Exoskelette und Roboter, die entwickelt wurden, Anwendern direkte Unterstützung zu bieten, verringern das Risiko von Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE). Im Idealfall sollten Lagerlogistiksysteme generell in Zusammenarbeit mit Ergonomieexperten und unter Verwendung der Rapid-Upper-Limb-Assessment (RULA)-Methodik entwickelt werden – denn nur so können die ergonomischen und biomechanischen Risiken bestimmter Aufgaben quantifiziert werden, was für die Entwicklung eines maßgeschneiderten Systems erforderlich ist.

Falsch: „Der Einsatz von Robotern in einem Lager führt zu Konflikten."
Wie beim Projektmanagement im Allgemeinen ist es auch bei der Umsetzung eines Robotisierungsprojekts essenziell, alle beteiligten Teams zum frühestmöglichen Zeitpunkt einzubinden, um deren Feedback einzuholen. Dies kann beispielsweise durch die Teilnahme an System-Co-Design-Workshops oder die immersive Schulungen geschehen. Indem die Vorteile für die einzelnen Mitarbeitenden – wie etwa die Reduzierung repetitiver Aufgaben oder eine verbesserte Sicherheitslage – hervorgehoben werden, kann Misstrauen abgebaut werden.
Die Robotisierung bewirkt eine langfristige Transformation der Produktionsressourcen, und wie jeder transformative Wandel ist sie unweigerlich mit Bedenken und Ängsten auf Seiten der Belegschaft verbunden. Von Führungskräften bis hin zu den Mitarbeitenden ist es entscheidend, dass alle im Unternehmen am selben Strang ziehen. Ebenso ist es wichtig, dass die Unterstützung für den Wandel auch nach der Installation des Systems anhält, denn auch dessen kontinuierliche Optimierung und Anpassung muss Gegenstand eines strukturierten und konzertierten Prozesses sein, an dem alle Stakeholder beteiligt sind.

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Falsch: „Roboter stellen eine Gefahr für die Sicherheit am Arbeitsplatz dar."
Sicherheit ist ein integraler Bestandteil der Konzeption von Robotersystemen – allein schon deshalb, weil sie so geplant sind, dass sie ohne menschliches Eingreifen funktionieren. Im Idealfall operieren sie ausschließlich in einem abgegrenzten Bereich, der von Menschen nur zu Wartungszwecken betreten werden darf, und dies auch nur dann, wenn die Roboter zuvor außer Betrieb genommen wurden. Roboter sollten beispielsweise LiDAR-Technologie nutzen, um Kollisionen miteinander zu vermeiden, und für eine bestimmte maximale Traglast ausgelegt sein.

Falsch: „Roboter werden zwangsläufig Logistikarbeiter ersetzen."
So einfach ist es absolut nicht. Roboter übernehmen zwar repetitive und/oder gefährliche Aufgaben für Menschen, setzen aber damit deren Ressourcen für wertschöpfende Tätigkeiten frei. Auch deshalb entstehen neue Berufsbilder rund um das Management und die Wartung der Roboter. Ein vollautomatisiertes Lager, das ausschließlich von humanoiden Robotern „bevölkert“ und verwaltet wird, wird es nicht geben. Die Realität sieht deutlich anders aus: Roboter, die alles andere als humanoid aussehen, übernehmen schwere Lasten und repetitive Aufgaben, während Menschen alle nicht automatisierbaren Aufgaben übernehmen.

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