Editorial Materialfluss 6/16
Es kommt darauf an…
Liebe Leserinnen und Leser, sicherlich haben Sie bereits Ihre Meinung zu der Frage, was den Sinn oder Unsinn, den Erfolg oder Misserfolg der unlängst beendeten einstigen Weltleitmesse der Intralogistik CeMAT betrifft.

Entweder vor Ort als Besucher oder am Stand oder über den branchenweiten Flurfunk. Ich möchte einen Aspekt ergänzen, der im Gegensatz zu Besucherzahlen, Timing, Ort und so weiter selten ehrlich diskutiert wird: Eine Messe ist das, was man aus ihr macht. Ein Pauschalurteil über die CeMAT ist fehl am Platz.
Das „Machen“ beginnt mit der Vorbereitung und der Frage, wen man in welcher Form einlädt und mit welchen Argumenten man lockt, der Pressearbeit und endet nicht erst mit dem Standdesign. Offen oder intim, einladend oder gewöhnlich: Hier taten sich in Hannover in einigen Hallen Abgründe auf. Offenbar gilt das auch für das Standpersonal, das an manchen Ständen hilfsbereit, aber nicht aufdringlich wirkte, an anderen dagegen gleichgültig oder – genauso schlimm – aufdringlich. Und so verwundert es nicht, dass Unternehmen, die ihre Hausaufgaben gemacht haben, Anfang Juni zufrieden und mit wertvollen Kontakten im Gepäck abreisten. Der geteilten Meinung über die Messe zum Trotz. Was ich hier schreibe, gilt aber gleichermaßen auch für die Messebetreiber. Auch sie sollten gehalten sein, aus ihrer Messe etwas zu machen. Aberwitzige Experimente beim Einlass-Ticketing oder auch das Einsparen von Teppichen in den Messehallen sind jedenfalls kontraproduktiv.
Im Mittelpunkt der Ausgabe steht der Schwerpunkt Flurförderzeuge und Komponenten – unter anderem erwartet Sie ein spannendes Materialfluss Round Table Gespräch mit Experten aus dem FTS-Bereich. Vor der Sommerpause lesen wir uns noch einmal: Am 29. Juli erscheint Materialfluss Spektrum mit einem Sonderteil zum Thema Neubau.
Freundliche Grüße aus Haar,
Martin Schrüfer, Leitender Chefredakteur Materialfluss, LT-manager









