Editorial materialfluss 4/2018
Zwischen den Messen
Zwischen den Intralogistikmessen LogiMAT und CeMAT liegen gerade mal ein paar Wochen. Die Eindrücke aus Stuttgart kaum verarbeitet, nimmt die Branche nun bald – hoffentlich zahlreich – am Restart der CeMAT teil. Was sich am Rockzipfel der Hannover Messe ereignen wird, ist seit Monaten eines der beliebtesten Themen bei Branchenmeetings. Ich beteilige mich an dieser Stelle nicht an Spekulationen, sondern lasse mich einfach mal überraschen und hoffentlich begeistern ab dem 23. April.

In Stuttgart haben mich im Wesentlichen zwei Aspekte überrascht und elektrisiert: Zum einen ist es die Vehemenz, mit der die Frage diskutiert wird, wie weit sich ein Lager sinnvoll automatisieren lässt. Zum anderen die Frage, ob der Eintritt der Flurförderzeughersteller in neue Felder der Intralogistikbranche die Statik der Branche verändert.
„Kaum ein Mitarbeiter, der von Produkten und nicht gleich von Lösungen spricht“
Die erste Frage ist natürlich geprägt von den technologischen Entwicklungen der Player, Kollege Roboter klopft vehement an die Lagertore und will den Kollegen Mensch am liebsten in Ruhestand schicken. Wenn man bei manchen zigfach ausgezeichneten und mit höchster medialen Unterstützung gehypten Unternehmen genauer hinsieht, klaffen auf diesem Feld aber Versprechen und Wirklichkeit noch weit auseinander.
Zur Frage nach den Flurförderzeuherstellern lässt sich festhalten, dass die Energie, die die Staplerprofis in das neue Feld stecken, immens ist. Kaum ein Mitarbeiter dieser Unternehmen spricht noch von Produkten, sondern gleich von Lösungen. Lösungen, die künftig sogar als Plug&Play verkauft werden sollen (einer der großen Player traut sich das zu!) womit dann aus Produktverkäufern Projektverkäufer würden. Geht doch gar nicht? Oder doch? Abwarten. Auch dieses Thema klingt so spannend, wie es ist, die Antwort der etablierten Generalunternehmer wird nicht lange auf sich warten lassen.
Martin Schrüfer Leitender Chefredakteur [email protected]










