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Meinung

Daniel Schilling,

Automatisch besser

Automatisch besser

materialfluss-Chefredakteur Daniel Schilling © Weka Business Medien

Tausende Videos auf Tiktok und Youtube beweisen, dass Lagerräume kein Ort für unqualifiziertes Personal sind: Verträumte Fahrzeugführer lassen Regalreihen wie Dominosteine umkippen oder geraten mit falsch beladenen Flurförderzeugen anderweitig in Schwierigkeiten.

Lustig nur, wenn‘s nicht die eigenen Mitarbeiter sind und eigentlich auch dann nicht. Jobs im Lager sind nicht die attraktivsten oder bestbezahlten im Unternehmen, aber sie erfordern Umsicht und Fachkenntnisse von den Fachkräften – und das nicht erst seit heute.

So war die Lagerlogistik schon früh ein Einsatzgebiet für automatisierte Systeme, und viele Hochregallager werden von den Mitarbeitern nur noch zu Wartungszwecken betreten. Doch manche Aufgaben ließen sich bislang nicht automatisieren und es blieb bei Handarbeit. Das ändert sich nun. Es ist eine Innovation, die aus mehreren Richtungen kommt: Neue Flurförderzeuge oder Regalbediengeräte sind flexibler und benötigen weniger Raum, verbesserte Sensoren bilden die Umgebung detaillierter und schneller ab, neue Software schließlich zieht Nutzen aus den Hardware-Innovationen und erleichtert zugleich die Programmierung.

Auch jenseits des Lagers, in den Produktionshallen, machen sich diese Innovationen bemerkbar: Transportroboter oder neudeutsch Autonome Mobile Roboter (AMR) sind nicht mehr auf vorgegebene Routen festgelegt wie die klassischen Fahrerlosen Transportsysteme, sondern finden mit Hilfe von Routenkarten, aktuellen Sensordaten und Echtzeitdaten von anderen Verkehrsteilnehmern den schnellsten Weg an ihr Ziel.

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Schließlich haben auch Cobots und Roboter deutliche Fortschritte insbesondere bei Programmierbarkeit und Preis gemacht. Unter 10.000 Euro gibt es ein breites Angebot an sofort einsetzbaren Robotiklösungen für die verschiedensten Aufgaben in der Intralogistik.

Und so haben wir dem Thema "FTS, AGV und Robotik" diesmal unseren Schwerpunkt gewidmet. Nicht zum ersten Mal und sicher auch nicht zum letzten Mal in diesem hoch innovativen Bereich. In unserer Titelgeschichte berichten wir zum Beispiel ab Seite 30 über den Einsatz von Transportrobotern in der Batteriefertigung. Die besonderer Herausforderung hier war das Arbeiten unter Reinraumbedingungen. Ab Seite 34 steht dann die Software im Fokus: Wie lassen sich Zeit und Ressource durch eine optimierte Werkslogistik einsparen? Ein weiterer Artikel ab Seite 24 berichtet über die Bemühungen, durch eine neue Industrienorm verschiedene AMR und FTS im Werk in eine einheitliche Steuerungsumgebung zu integrieren.

Ich freue mich auf interessante Innovationen und Ihre Reaktionen auf diese Ausgabe!

Ihr

Daniel Schilling

Chefredakteur

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