300 Mitarbeiter

Martin Schrüfer,

Arvato Supply Chain Solutions gründet digitale Einheit

Arvato Supply Chain Solutions hat mit Arvato SCS Digital eine neue Einheit mit knapp 300 Mitarbeitern gegründet. Für das Unternehmen ist dies ein wichtiger Schritt, um die Digitalisierungsstrategie voranzutreiben und für seine Kunden neue digitale Lösungen und Produkte auf allen Ebenen der Zusammenarbeit zu entwickeln.

© Arvato SCS

„Mit der digitalen Einheit stärken wir unsere Marktposition, indem wir zwei Faktoren kombinieren – die Entwicklung digitaler Angebote für Klienten und deren Endkunden und die Implementierung digitaler Lösungen entlang der logistischen Wertschöpfungskette“, betont Frank Schirrmeister, CEO von Arvato Supply Chain Solutions. Denn der Wettbewerb verändere sich: „Um die steigenden Ansprüche der Klienten und deren Kunden zu erfüllen, geht an der digitalen Supply Chain kein Weg vorbei.“

„Wir sind in unserer Unternehmensstruktur nach Industrien organisiert und verfügen in diesen Bereichen über tiefe Branchen- und Logistikkenntnisse. Mit der neuen digitalen Einheit schaffen wir nun Kompetenzen, die dieses Know-how auf allen Ebenen mit Digitalexpertise verzahnt“, erklärt Boris Scholz, der als Chief Digital Officer von Arvato Supply Chain Solutions die neue Einheit führt.

Ein Projekt, das bereits auf gute Resonanz bei Kunden aus der Fashionindustrie gestoßen ist, ist die Customer Experience Cloud, die darauf abzielt, Endkunden eine komfortablere Kauferfahrung beim Onlineshopping zu ermöglichen. Boris Scholz: „Dazu zählen beispielsweise Wunschtermin-Zustellungen, umfangreiche Tracking- und Tracing-Informationen auch für Marktplatzbestellungen und internationale Sendungen, Instore Apps zur Unterstützung von Omnichannel-Prozessen, Analysefunktionen sowie Voranmeldungen von Retouren mit der Möglichkeit, Gutschriften direkt mit dem ersten Scan durch den Carrier oder die Paketstation auszulösen. Es ist ein digitales Produkt mit klarem Mehrwert für die Kundenbindung, denn bei allen Prozessen fungiert der Kunde als Ansprechpartner für den Onlinekäufer, während wir im Hintergrund die Leistungen abwickeln.“

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Basis und zunehmend wichtiger für solche digitalen Lösungen ist die Nutzung und Analyse vorhandener Daten. Arvato Supply Chain Solutions kann dazu auf einen umfangreichen Bestand an Informationen zurückgreifen, da das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette managt und so über Daten aus dem Warehouse, von Endkunden, Auftraggebern, Lieferanten und Transportdienstleistern verfügt. „Hier schlummert noch viel Potenzial, das durch die Zusammenführung von Datenexperten und Entwicklern künftig in echten Mehrwert verwandelt wird“, so Boris Scholz. „Eine aktuelle Entwicklung ist u. a. der sogenannte AI-Control-Tower. Dabei handelt es sich um eine modulare Digitallösung, die mithilfe künstlicher Intelligenz unseren Kolleginnen und Kollegen in der Logistik wichtige Entscheidungshilfen gibt – beispielsweise bei einer besseren Schichtplanung, der Optimierung von Pick- und Pack-Prozessen oder der Visualisierung von Sendungen im Warenausgang, denen eine besondere Priorität zugeschrieben wird. Mitarbeiter können systemgestützt und datenbasiert Entscheidungen treffen, die vorher Vorarbeiter auf Basis ihres Erfahrungsschatzes treffen mussten.“
Künstliche Intelligenz und Algorithmen werden von Arvato auch im Bereich der digitalen Bilderkennung (Image Recognition) eingesetzt. Aktuell läuft dazu bereits ein Pilotprojekt zur kamerabasierten Analyse von Retouren. Zusätzlich wird diese Technik künftig zur automatisierten Qualitätssicherung bei logistischen Zusatzleistungen eingesetzt – beispielsweise beim Repackaging von Waren. Darüber hinaus könnten automatisierte Bilderkennungsverfahren für Inventurzählungen genutzt werden. Integrierte Bildanalysedaten scannen heute bereits Barcodes während die Logistikprozesse weiterlaufen. „All dies sind Beispiele für mehr Effizienz entlang der Logistikprozesse und bedeuten am Ende für unsere Kunden einen höheren Servicelevel oder auch niedrigere Kosten“, erläutert Boris Scholz.

„Um Lösungen für die digitale Supply Chain anbieten zu können, haben wir zuletzt massiv in die Cloudtechnologie investiert und sind nun zukunftsfest aufgestellt“, sagt CEO Frank Schirrmeister. Als wichtige strategische Säule werden aktuell alle Applikationen sowie die SAP R/3 Systeme auf SAP S/4 HANA in die Microsoft Azure Cloud migriert. Dadurch können beispielsweise fortschrittliche Analyse-Tools genutzt, externe Lieferanten einfacher integriert und Reportings in Echtzeit erstellt werden, um digitale Mehrwerte für die Klienten zu schaffen. Investiert wurde auch in die Mitarbeiterqualifizierung, um sie in Bereichen wie Cloud, Data Analytics oder Anwendungen rund um das maschinelle Lernen auf die digitalen Herausforderungen vorzubereiten. Seit Anfang des Jahres wurden alle Collaboration Tools wie Office 365 oder Microsoft Teams und Sharepoint in die Cloud migriert.

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