FTS

Marvin Meyke,

Instabile Lasten automatisiert stapeln

Das automatisierte Stapeln nicht formstabiler Güter in einem Blocklager ist nach wie vor eine Herausforderung. E&K Automation, Anbieter von Fahrerlosen Transportsystemen, hat hierfür erstmalig 3D-Kameras in Verbindung mit einer Software zur Bildauswertung eingesetzt und in einem Pilotprojekt bei einem Kunden erfolgreich getestet.

Erfolgreicher Praxistest: erstmalig setzt EK Automation 3D-Kameras in Verbindung mit einer Software zur Bildauswertung ein, um auch instabile Lasten präzise und sicher zu stapeln. © EK Automation

Instabile Produkte, zum Beispiel auf Paletten gestapelte PET-Flaschen, Kanister oder Dosen erschweren automatisierte Intralogistikprozesse. EK Automation hat hierfür eine Lösung entwickelt, die 3D-Kameratechnik nutzt: Eine Tiefenkamera, angebracht am autonomen Transportroboter (ATR) erfasst die zu transportierende Last. Die 3D-Kamera nimmt die Entfernung jedes einzelnen Bildpunkts auf. In einer Punktewolke werden die Daten erfasst und per Software in Echtzeit ausgewertet. So ist das Fahrzeug in der Lage, die genaue Art und Position der Beförderungsgüter und der Paletten zu erkennen. Der Roboter kann auch unterscheiden, ob es sich bei der identifizierten Oberkante der Last beispielsweise um Packfolie oder aber die Last selbst handelt. So ist der eingesetzte Transportroboter in der Lage, auch instabile Güter von uneinheitlicher Höhe sicher aufzunehmen und sicher zu transportieren.

Erfolgreicher Testbetrieb
In einem Gemeinschaftsprojekt mit einem Kunden erprobte EK AUTOMATION erfolgreich den Einsatz von 3D-Kameras und Software. Die Anforderung des Unternehmens war die prozesssichere Beförderung leerer PET-Behälter durch autonome Transportfahrzeuge. Dabei sollte sichergestellt werden, dass die instabilen Lasten sowohl gestapelt als auch entstapelt werden können, ohne diese zu beschädigen. Die Transportroboter überzeugten im Praxistest mit höchster Präzision und Betriebssicherheit. Im Vergleich zu manuell gesteuerten Gabelstaplern konnten die Fehlerquote und Transportschäden signifikant gesenkt werden. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt und Testbetrieb wird die innovative Technik in Kürze auch anderen Kunden zur Verfügung stehen.

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