Cobots
Global aufgestellt – lokal gedacht
Von seiner neuen Niederlassung in Stuttgart aus will Delta Electronics den Bedürfnissen des europäischen Marktes entgegenkommen und neue KI- und Robotik-Lösungen anbieten.
Seit 1971 ist Delta Electronics unter anderem als Experte für smarte Industrieautimatisierung aktiv. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren vermehrt dem europäischen Markt zugewendet. Da sich dieser in einigen Aspekten doch stark von Deltas asiatischem Heimatmarkt unterscheidet, hat Delta sowohl in den Aufbau lokaler Teams als auch in die Entwicklung von Feautures investiert, die der europäische Markt fordert.
So hat Delta, um die Entwicklung seiner Cobots im europäischen Raum vorantreiben zu können, im Spätsommer in Stuttgart einen Standort eröffnet. Es sollen neue KI- und Robotik-Lösungen entstehen, zusätzlich wird die Niederlassung auch das Robotics Training Center für den Süden Deutschlands beherbergen. "Wir freuen uns, hier im Südwesten Deutschlands, in einer der innovationsstärksten Regionen Europas, nun vor Ort vertreten zu sein und wollen von hier aus die Entwicklung neuer KI- und Robotik-Lösungen vorantreiben. In diesem vielversprechenden Cluster aus renommierten Hochschulen, einem hohen Grad an Erfindergeist und dem hochentwickelten industriellen Umfeld von Maschinenbau und Zulieferbetrieben hat Delta überaus wertvolle Standortfaktoren gefunden", sagt Michael Mayer-Rosa, Senior Director der Industrial Automation Business Group in der EMEA-Region sowie seit wenigen Wochen auch Head of Intelligent Robot Systems (IRS) bei Delta Electronics.
Präzise Cobots für viele Aufgaben
Stichwort Cobots: Hier standen die Bedürfnisse des europäischen Markts im Fokus, als Delta mit der Entwicklung der sogenannten D-Bots begann. Die Serie umfasst derzeit sechs hochflexible Modelle mit Traglasten von bis zu 30 kg, Reichweiten von bis zu 1.800 mm, Kompatibilität mit EtherCAT, Modbus und Codesys sowie Integration von 24-Bit-Encodern. Damit lässt sich ein hohe Präzision gewährleisten, insbesondere bei Pick-&-Place-, Schweiß- und Palettier-Anwendungen.
"Im Bereich des Maschinenbaus und der Automatisierungstechnik ist die kollaborative Robotik eine der am stärksten wachsenden Branchen. Die Marktforscher von Interact Analysis prognostizieren eine jährliche Wachstumsrate von rund 20 % bis 2032. Mit unseren Cobots der D-Bot-Serie wollen wir Unternehmen dabei unterstützen, ihre Produktionsprozesse zu optimieren, die Effizienz in der Fertigung zu steigern und dem Arbeitskräftemangel in vielen Branchen entgegenzuwirken", sagt der erfahrene Automatisierungsexperte Mayer-Rosa.
Die D-Bots verfügen über sechs Achsen für hohe Flexibilität und Präzision und bieten Geschwindigkeiten von bis zu 200 °/s bei einer Genauigkeit von ±0,02 mm. Ihre Reichweite liegt zwischen 800 und 1.800 mm. Die Integration von 24-Bit-Encodern erhöht die Präzision und gewährleistet eine gleichbleibende Leistung. Durch die Unterstützung von Schnittstellen wie EtherCAT, Modbus und Codesys eignen sich diese Cobots für eine Reihe von Aufgaben, von der Palettierung über Pick & Place bis hin zum Schweißen. Sie sind für den schnellen Einsatz konzipiert und erfordern keine speziellen Programmierkenntnisse, sodass sie in kürzester Zeit einsatzbereit sind. Aufgrund der Plug-&- Play-Funktion ist die Einrichtung von Bewegungen und Befehlsausführungen mühelos möglich.
Komponenten für den europäischen Markt
Neben Komplettsystemen wie den Cobots bietet Delta auch einzelne Komponenten, die speziell mit dem Fokus auf die lokalen Bedürfnisse in Europa entwickelt wurden. Dazu zählt das neue Servodrive A3-EP. Da sich der Markt für automatisierte Fertigung rasant entwickelt, steigt der Bedarf an Servoprodukten mit höherer Leistung, Geschwindigkeit, Präzision, Bandbreite und Funktionalität. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, bietet Delta ein High-End-AC-Servosystem, die A3-Serie, mit Merkmalen wie Multifunktionalität, hoher Leistung, Energieeffizienz und kompaktem Design. Mit Auto-Tuning und einer benutzerfreundlichen Schnittstelle für die Systemanalyse bietet die Serie eine Bandbreite von 3,1 kHz und verwendet einen 24-Bit-Absolut-Encoder.
Die Besonderheit der Variante A3-EP, die auf der SPS vorgestellt wird, liegt in der Ergänzung durch zahlreiche Safety-Features, die für Kunden in Europa sehr wichtig sind. A3-EP ist eine offene Plattform, die unter anderem Ethercat mit den erweiterten Unterprotokollen FoE, EoE, FSoE unterstützt. Der Servoantrieb ist mit einem TCP/IP-Port ausgestattet, der einen IoT-Knoten bildet. Die Sicherheitsfunktion lässt sich durch ein einfaches digitales Kabelsignal aktivieren. Der Antrieb kann auch Motoren von Drittanbietern integrieren.
Ebenso haben die Motioncontroller der Serie AX-5, deren Steuerung auch mit Codesys programmierbar ist, auf der diesjährigen SPS Premiere. Die Module der Serie AX-5 zeichnen sich durch schlankes Design aus, das die Kosten für die Schalttafel erheblich senkt. Außerdem verfügen sie über abnehmbare Klemmenblöcke und ein DIN-Schienen-Clip-Design, um die Installation und Verdrahtung zu vereinfachen. Das System nutzt einen Hochgeschwindigkeits-EtherCAT-Bus mit 100 MHz, der eine hochpräzise Synchronisationssteuerung und E/A-Aktualisierungen in Echtzeit gewährleistet. Darüber hinaus unterstützen die Advanced-Slice-I/O-Module umfangreiche Erweiterungen der E/A-Module durch zusätzliche Systemstromversorgungs- und E/A-Stromversorgungsmodule. Um individuellen Anforderungen bestmöglich zu genügen, bietet Delta unterschiedliche digitale I/O-Module, verschiedene analoge I/O-Module sowie vier unterschiedliche Temperaturmessmodule der AX-5 Serie an.











