Förder- & Hebetechnik

„Hand in Hand mit dem Kunden Lösungen entwickeln“

AMI Förder- und Lagertechnik hat vor wenigen Monaten sein 30-jähriges Bestehen gefeiert und stellt sich aktuell vor allem den Herausforderungen zur Digitalisierung der Logistik. materialfluss sprach mit Geschäftsführer Stefan Brenner.

Stefan Brenner
Stefan Brenner, Geschäftsführer, AMI Förder- und Lagertechnik GmbH, Luckenbach - Foto: AMI Fördertechnik

materialfluss: Herr Brenner, das Jubiläum ist zugleich auch die Geschichte eines Unternehmens, das heute eine feste Größe in der Branche ist. Worauf führen Sie den Erfolg Ihres Unternehmens bis heute zurück? Stefan Brenner: Wichtiger Bestandteil unseres Erfolgs am Markt ist sicherlich, dass wir einen engen Kontakt zu unseren Kunden haben und diesen intensiv pflegen. In Projektgesprächen hören wir zu, bringen die Problematik auf den Punkt, um letztlich daraus gemeinsam mit dem Kunden, Hand in Hand, die Aufgabenstellung für das Projekt zu erarbeiten. Aufgrund unserer flachen hierarchischen Struktur sind wir zudem in der Lage ohne Reibungsverluste in der innerbetrieblichen Organisation agieren zu können. Darüber hinaus erlaubt es unsere hohe Fertigungstiefe von über 87 Prozent flexibel auf Kundenwünsche einzugehen, zum Beispiel mit besonderen innovativen Komponenten und Systemlösungen. So können wir, alles in allem, auch kurzfristig und trotzdem termingerecht agieren.

mfl: Ihr Unternehmen ist in vielen Branchen der Industrie, des Handels und des E-Commerce tätig. Auf welchen gemeinsamen Nenner lassen sich die Anforderungen der Betreiber bringen? Brenner: Ein gemeinsamer Nenner ist die Metapher für Gemeinsamkeiten ansonsten unterschiedlicher Interessengruppen. Das heißt: im übertragenen Sinne - und ist denn auch die Antwort: Über alle Anwenderbranchen hinweg ist die Forderung nach hoher Qualität und Verfügbarkeit sowie hoher Effizienz sicherlich ein allgemeingültiger Anspruch der Betreiber in allen Branchen. Nicht zu vergessen ein möglichst geringer Aufwand für Service-und Wartung. Für die Erfüllung dieser Ansprüche stehen wir mit den von uns gefertigten und realisierten Systemen und Anlagen.

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mfl: Die Intralogistik und deren Anwendungen werden nicht zuletzt aufgrund der Digitalisierung zunehmend komplexer. Wie wird sich aus Ihrer Sicht die Intralogistik verändern müssen, soll die 4.0-Philosophie ihren Nutzen für den Betreiber entfalten können? Brenner: Ganz sicher werden die Kernkomponenten der Förder- und Lagertechnik deutlich flexibler werden müssen, was ihre Möglichkeiten anbelangt auf sich verändernde Anforderungen aufgrund der digitaler werdenden Welt der Logistik zu reagieren. Selbstredend, dass dabei der Vernetzung einzelner Komponenten untereinander eine große Bedeutung zu Teil wird. Damit einher gehen zum Beispiel auch die Anforderungen an die Parametrisierung der Software. Über alles betrachtet lässt sich meiner Meinung nach aber noch nicht exakt abschätzen, welche Aufgaben durch Logistik 4.0, auch in Verbindung mit dem stetig wachsenden Internethandel, noch auf uns zukommen werden und welche Potenziale die Digitalisierung bieten wird.

„Die Intralogistik muss Antworten auf die Anforderungen der Digitalisierung finden.“

Stefan Brenner Geschäftsführer AMI Förder- und Lagertechnik GmbH, Luckenbach

mfl: Wo sehen Sie für Ihr Unternehmen die großen Herausforderungen sowohl in geschäftsstrategischer Sicht als auch in Bezug auf die Entwicklung innovativer Produkte und Lösungen?

Brenner

: Sicherlich stellt die Digitalisierung an uns – als Intralogistik-Systemanbieter – hohe Anforderungen. Im Kern wird sich aber nichts daran ändern, dass wir Hand in Hand mit unseren Kunden innovative Lösungen entwickeln, die entsprechenden Systeme im Hause fertigen, beim Kunden installieren und in Betrieb nehmen. Aber natürlich wird der Einfluss der Digitalisierung dabei spürbar sein. So haben wir kürzlich mit unserer neuen Warehouse Logistics Solution-Software AMI WLS-4.0 eine IoT-Lösung auf den Markt gebracht, die zum Beispiel Förderanlagen und Kommissioniersysteme im Sinne von Logistik 4.0 nicht nur miteinander verknüpft, sondern auch überwacht und Frühwarnsysteme sinnvoll aktiviert. Generell gilt für unsere geschäftsstrategische Ausrichtung, dass wir uns noch stärker als bisher im Bereich der Automation und der automatischen Lagersysteme engagieren werden. In diesem Kontext wird sicherlich ein Schwerpunkt unserer Arbeit auf der Ausarbeitung intelligenter Systeme und Anlagen liegen.

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