Etiketten
Etikettieren oder direkt bedrucken – das ist hier die Frage
Wer die Wahl hat, hat die Qual: Denn Kartonagen lassen sich sowohl bedrucken als auch etikettieren. Doch woher weiß man, welche Kennzeichnungstechnologie tatsächlich die richtige ist? Was sinnvoll ist, bestimmt meistens der Anwendungsfall, wissen die Experten von Bluhm Systeme.

Folgende Fragen sollte man sich stellen und beantworten können: Wird die Kennzeichnung nur für die interne Logistik benötigt oder muss sie auch den speziellen Anforderungen von externen Partnern und Kunden gerecht werden? Neben der Druckschärfe bilden die benötigte Flexibilität und Geschwindigkeit sowie die Betriebskosten eine wichtige Entscheidungsgrundlage.
Keine Frage der Größe
Ein Legi-Air Etikettendruckspender von Bluhm Systeme kann Etiketten in variabler Höhe und einer Breite von bis zu 180 Millimeter mit variablen Daten bedrucken. Das ist optimal für Logistikkennzeichnungen. Doch kann es sich durchaus lohnen, auch einen Tintenstrahldrucker in Erwägung zu ziehen. Die Markoprint-Tintenstrahldrucker von Bluhm mit Piezotechnologie sind in der Druckbreite variabel und erreichen immerhin auch eine Druckhöhe von 800 Millimeter. Großer Pluspunkt: Die Betriebs- und Druckkosten bei den Tintenstrahldruckern sind erheblich günstiger als bei den Etikettierern. Auch bei der Druckgeschwindigkeit hängen die Tintenstrahldrucker mit bis zu 1.000 mm/sec. die Etikettendruckspender ab, die 400 mm/sec erreichen.
„Es lohnt sich zu fragen, ob ein flexibler Etikettierer überhaupt benötigt wird“
Kennzeichnung nur für intern oder auch für extern?
Bei internen Logistikkennzeichnungen mögen die Anforderungen an die Optik des Druckes nicht so hoch sein, die Lesbarkeit steht im Mittelpunkt – doch sobald externe Partner oder Kunden die Informationen fordern, muss man sich an deren Vorgaben orientieren. Diese sind im Vorfeld zu prüfen. Handelskonzerne verlangen oft von ihren Lieferanten ein A-Grading bei den Drucken. Die Bewertung mit A bis F bezieht sich auf die Lesbarkeit von Codes gemäß dem American National Standards Institut (ANSI). A steht dabei für „sehr gut“. Für die Etikettendruckspender kein Problem. Sie drucken mit bis zu 600 dpi Auflösung. Ein Thermotransferdruck auf dem Etikettenmaterial ist gestochen scharf und sehr kontrastreich auf weißem Etikettenmaterial. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob die Kartonagenqualität und Farbe der Kartonage ein ebenso brillantes Druckbild mit Tinte zulässt.
Etikettierer flexibel in jeder Einbaulage

Auf welchen Seiten muss der Karton gekennzeichnet werden? Wie sind die Platzverhältnisse? Variieren Karton-Format und -Material? Sind immer die gleichen Kartons zu beschriften, kann der Markoprint Großschriftdrucker die ideale Lösung sein. Jedoch muss der Druckkopf ganz nah an der Kartonoberfläche installiert werden. Flexibel erweist sich der Tintenstrahldrucker, wenn das Druckfeld variiert (Formatwechsel) oder die Schriftgröße während des Drucks geändert werden muss.
Im Vergleich mit den Großschriftdruckern sind die Legi-Air Etikettierer Anpassungskünstler. Ihre modulare Bauweise ermöglicht zahlreiche Anwendungen: Die Stempelplatte ist verfahrbar und variabel austauschbar. Etikettiert werden kann von allen Seiten, auch von oben und unten. „Um die Ecke“ ist ebenfalls kein Problem. Während die Großschriftdrucker nur für saugfähige Materialien und gerade Oberflächen geeignet sind, etikettieren die Legi-Air Etikettendruckspender zuverlässig verschiedene Verpackungsoberflächen und -Materialien. Die Etikettierer überwinden auch größere Distanzen zum Produkt: Der Spendehub ist variabel und das Etikett wird aufgeblasen.
Fazit
Bei jeder neuen Kennzeichnungsaufgabe lohnt es sich zu fragen, ob ein flexibler Etikettierer benötigt wird, oder ob nicht auch ein kostensparender Tintenstrahldrucker die Aufgabe bestens lösen kann. Da viele Parameter zu beachten sind, macht es Sinn einen Experten eine detaillierte Bestandsaufnahme durchführen zu lassen.









