Software

Optimiertes WMS für Multichannel und Produktionsversorgung

Der Online-Optiker Mister Spex setzt bei der Optimierung seiner Logistikprozesse auf das Warehouse Management System PSIwms von PSI Logistics. Das Standardprodukt aus der PSI Logistics Suite steuert die Intralogistik und Produktionsversorgung im Logistikzentrum in Berlin-Siemensstadt.

Foto/Screenshot: PSI Logistics
Foto/Screenshot: PSI Logistics

Der Umzug in das neue Logistikzentrum war ein wichtiger Schritt zur Realisierung unserer Wachstumsperspektiven“, analysiert Javier Carvajal Vargas, Chief Operation Officer der Mister Spex GmbH, Berlin. „Dabei verfolgten wir neben der Kapazitätserweiterung vor allem das Ziel, die Versandprozesse zu beschleunigen sowie die Prozesssteuerung insgesamt zu optimieren.“ Den Zuschlag für das erforderliche Warehouse Ma-nagement System, erhielt das PSIwms der PSI Logistics GmbH, Berlin. Mit seinen Modulen und Funktionen koordiniert es sowohl die intralogistischen Prozesse für eine schnelle Auftragsfertigung und termingerechte Produktionsversorgung als auch die Multichannel-Strategie inklusive Retourenbearbeitung. „Es gab ein langes Auswahlverfahren, bei dem PSI Logistics mit besseren Bewertungen, Referenzen und Lösungen in unterschiedlich hoch performantem Umfeld überzeugte“, begründet Vargas die Auftragsvergabe. „Entscheidungsaspekte waren die Upgrade- und Integrationsfähigkeit sowie das Funktionsspektrum, das das PSIwms bereits mit seinem Standard abdeckt.“

10.000 Quadratmeter Fläche umfasst der neue Logistik- und Produktionsstandort, den der Online-Optiker 2016 in Berlin Siemensstadt bezogen hat. Allein 6.500 Quadratmeter davon sind Lagerfläche. Das scheint auf den ersten Blick nicht übermäßig groß für ein Logistikzentrum, in dem pro Tag bis zu 12.000 Aufträge und Bestellungen aus ganz Europa bearbeitet werden – relativiert sich aber schnell mit Blick auf das kleinteilige Artikelspektrum, das dort gelagert ist: Auf seiner Website können Kunden unter mehr als 43.000 Markenbrillen das passende Gestell wählen, Farben und Materialien festlegen. Vor Ort werden die Gläser in den angebundenen Produktionsräumen unter Reinraumbedingungen eingeschliffen und montiert. Für verschiedene Produktionsschritte sind darüber hinaus externe Dienstleister eingebunden.

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Javier Carvajal Vargas
„Insbesondere in Spitzenzeiten mit starken Peaks und hoher Auslastung zeigt sich das PSIwms leistungsfähig und stabil.“

Javier Carvajal Vargas Chief Operation Officer bei Mister Spex

Aus dem Logistikzentrum werden mehr als zwei Millionen Kunden versorgt. Dabei verfolgt das Unternehmen eine Multichannel-Strategie: Neben dem Online-Shop, kooperiert der Online-Optiker bei Services wie Sehtests und Brillenanpassungen mit mehr als 550 lokalen Augenoptikern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Parallel dazu hat das Unternehmen 2016 den ersten eigenen Store in Berlin eröffnet; in 2017 folgten weitere Läden.

Alle vier Segmente werden aus dem Mister Spex-Logistikzentrum versorgt. „Daher suchten wir nach einem WMS, das neben der Lagerverwaltung insbesondere die verschiedenen Auftragsstrukturen aus dem B2B-Bereich, dem B2C-Bereich und der Produktion abdeckt“, so Vargas. Im Februar 2016 erfolgte die Auftragsvergabe. Seit November 2016 steuert das PSIwms die Intralogistik des Lagers.

Als Automatisierungskomponenten für 7.400 Brillen hat Mister Spex jüngst ein automatisches Paternoster-Kommissioniersystem von Kardex installiert und an das PSIwms angebunden. Die weiteren Regalanlagen in den manuellen Kommissionierbereichen bieten Lagerkapazitäten für mehr als 700.000 Artikel. Das PSIwms ermittelt die Lagerplätze nach unterschiedlichen Strategien, Prioritäten und Artikelklassifizierungen, die anhand der Vertrieb- und Durchsatzzahlen kontinuierlich angepasst werden. Die Transportaufträge für die Einlagerung wie auch für die Kommissionierprozesse ermittelt das PSIwms wegeoptimiert.

Schnittstellenproblematik optimal gelöst

Oberfläche des PSI-WMS
Eim Blick auf die Oberfläche des PSI-WMS, das bei Mr. Spex neben der Lagerverwaltung verschiedene Auftragsstrukturen abwickelt.

Für die Kommissionierprozesse werden die Aufträge unterschieden nach Produktionsaufträgen sowie einerseits dem B2C-Versand von Handelsware, Mustergestellen und individuell gefertigten Auftragsbrillen direkt an die Kunden beziehungsweise zur Abholung in den Shops und der Versorgung der Ladengeschäfte.

Für die Produktionsversorgung stößt das IT-System die wegeoptimierte Kommissionierung und die Auslagerungsprozesse im automatischen Kommissioniersystem an. Das PSIwms koordiniert die Materialzusammenführung und die Versorgung der Montageplätze mit den Auftragsinformationen. Für die reinen Versandaufträge steuert das WMS die Materialflüsse, die Zusammenführung der Auftragsposten zur Shop-Belieferung und die Übergabe an die Versandfertigung.

Multi-Order-Picking für bis zu 100 Aufträge

Besonderheit: Das kleinteilige Artikelspektrum unter anderem mit einer Vielzahl an Kontaktlinsen erlaubt die Umsetzung eines manuellen Multi-Order-Pickings, bei dem die Mitarbeiter mit einem Kommissionierdurchgang bis zu 100 verschiedene Aufträge bearbeiten.

Ein weiteres Highlight der Prozessteuerung aus dem PSIwms betrifft die Bearbeitung von Retouren wie etwa nicht zugestellter oder unzustellbarer Sendungen. Nach Übernahme der Retouren erfolgt eine Qualitätskontrolle sowie ihre Zuordnung auf die nachfolgenden Prozessschritte. Parallel dazu verheiratet das PSIwms die Auftragsdaten und generiert die Folgeaufträge. Mit ihnen werden zunächst die sogenannten „Edger“ an den Schleifplätzen mit den erforderlichen Gläsern versorgt. Anschließend koordiniert das WMS eine etwaige Zwischenlagerung der Brillengläser sowie die auftragsgerechte Zusammenführung von Fassung und den Gläsern.

Nach abschließender Qualitätskontrolle der gefertigten Versandprodukte erfolgt aus dem PSIwms heraus die Koordination der Versandfertigungs- und Bereitstellungsprozesse im Warenausgang. Bei der Prozessteuerung bindet das PSIwms alle integrierten Hardware-Komponenten und Subsysteme etwa zur Datenerfassung und Label-Erstellung ein.

„Mit dem PSIwms haben wir ein leistungsstarkes Warenhouse Management Systems implementiert, das unabhängig von den ERP-Ressourcen für maximale Effizienz und optimal koordinierte Prozesse bei der Lagerverwaltung, Produktionsversorgung und Auftragsfertigung sorgt“, resümiert Vargas. „Insbesondere in Spitzenzeiten mit starken Peaks und hoher Auslastung zeigt sich das PSIwms bei den Prozessen im Warenein- und -ausgang äußerst leistungsfähig und stabil. Von unserer dadurch verbesserten Logistik-Kompetenz profitieren unsere Kunden im gesamten europäischen Ausland. Ein wirtschaftliches, zukunftsfähiges Investment.“

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