Materialflussrechner

Materialfluss smart optimieren, Durchlaufzeiten senken

Eine schlanke Intralogistik mit einem effizienten Materialfluss hilft dabei, Lagerbestände zu reduzieren und Kosten zu sparen. Wichtig dabei unter anderem: Anpassungsfähigkeit, Berücksichtigung der Prinzipien der Lean Production und eine gute Kommunikation.

© Sysmat

Effektiver Materialfluss trägt entscheidend zu reibungslosen Produktionsprozessen und damit auch zur Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bei. Eine Anpassung sämtlicher intralogistischer Abläufe sollte dabei jederzeit möglich sein, denn optimale Produk­tion setzt voraus, dass entsprechendes Material dann vorliegt, wenn Bedarf besteht. An dieser Stelle sichert das Lean Management die Anpassung an die Bestellungen der Kunden. Das Ziel: Vereinfachung der Fertigungsschritte mit effizientem Materialfluss, da nur eine flexible Intralogistik eine effiziente Verarbeitung ermöglicht. Durchlaufzeiten lassen sich so senken und modifizierte Kundenanforderungen uneingeschränkt umsetzen. Mit dem System der Lean Production erfolgt die Anlieferung sowie Weiterleitung von Werkstoffen daher bedarfsgerecht.


Flexibilität als Basis
Lean Management sorgt für einen optimierten Materialfluss, der sich den individuellen Kundenbedürfnissen anpasst. Zusätzlich sparen Unternehmen Lagerkapazitäten sowie damit ­verbundene Kosten ein. Benötigtes Material wird nur zur Ver­fügung gestellt, wenn es auch Verwendung findet. Infolgedessen findet eine angepasste Anfertigung entsprechend der Kundenbestellungen statt. Vorteile liegen dadurch vor allem in einer Umgehung von Über- und Unterproduktion, in der Kosteneinsparung sowie in erhöhter Flexibilität.

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Gewonnene Anpassungsfähigkeit darf allerdings nicht die Qualität des eingesetzten Materials beeinträchtigen. Sowohl bei vermehrten Ausfällen als auch bei Reparaturen fallen ansonsten Kosten an oder es kommt zu einem unnötigen Verbrauch von Ressourcen. Dennoch genügt eine ausschließliche Berücksichtigung der effi­zienzsteigernden Prinzipien der Lean Production auf methodischer Ebene nicht: Wer eine Optimierung des innerbetrieblichen Material-
flusses vorsieht, muss beim Betriebsmittelbau auf Flexibilität wie auch Langlebigkeit achten.

Wann lohnt sich das Lean Management?
Da keine hohen Lagerkapazitäten mehr erforderlich sind, wirkt sich das Lean Management unmittelbar auf die Bestände aus. So entsteht freie Kapazität für weitere Produktlinien. Benötigtes Material füllt der Lieferant direkt oder aus einem separaten Zentrallager auf. Prinzipien einer Lean Production machen dadurch einen überdurchschnittlichen Unternehmenserfolg möglich. Dabei setzt sie vor allem auf Komplexitätsreduzierungen, bei denen es mit einfachen Mitteln effiziente Lösungen anzustreben gilt. Um die Fertigung zu optimieren, finden die Arbeitsschritte weniger am Fließband, sondern mehr an Montageplätzen statt und Abläufe gestalten sich somit umfangreicher. Dies ermöglicht eine Abschaffung weniger gefragter Produktionslinien sowie eine Erweiterung gängiger Herstellungslinien, um dadurch den Herstellungsprozess zu verbessern. Kosteneinsparungen und Reduzierung von Störungen sind das Ergebnis.

Zusammenspiel von Mensch und Technik
Als komplexer Prozess betrifft der Materialfluss die Lager-
haltung sowie die gesamte Produktion. Ohne den Menschen wäre eine Realisierung des Lean-Gedankens im Rahmen der Intralogistik daher nicht möglich. Nur der Mitarbeiter vor Ort erkennt schließlich unmittelbar, wo Verschwendung herrscht oder wie sich Prozesse noch weiter optimieren lassen. Deshalb sollten Unternehmen bei der Einführung einer schlanken Intralogistik besonders auf die Förderung der Rolle der Mitarbeiter Wert legen. In der vernetzten Wirtschaft steht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine deswegen immer mehr im Mittelpunkt – Technik stellt Lösungen bereit, die Unternehmen wie auch Mitarbeiter entlasten. Logistiksysteme und -prozesse ­gewinnen an Flexibilität, steigern die Produktionseffizienz und sichern Kapazitäten der Arbeitskräfte.

Über Schnittstellen zu mehr als 20 Anlagenherstellern verbindet zum Beispiel der grafische Materialflussrechner matControl graphics der sysmat GmbH unterschiedliche Maschinen zur besseren Kommunikation miteinander. Ebenso bildet er dem Anwender den gesamten Materialfluss, von beispielsweise Automatik­lagern, ab. Dadurch erkennt der Nutzer, wo Fehler auftreten oder wo noch Optimierungspotenzial vorliegt. Je eingespielter das Team, desto bessere Ergebnisse lassen sich erreichen. Dabei glänzt der Mensch vor allem mit Kreativität, Individualität, sowie Anpassungsfähigkeit. Technik wiederum zeichnet Genauigkeit, Geschwindigkeit wie auch Ausdauer aus. Wo Menschen moderne Lösungen zur Unterstützung nutzen, entstehen für Unternehmen somit sinnvolle Kooperationen.

Über Systmat
Als einer der marktführenden Anbieter entwickelt sysmat aus Mainhausen grafische Materialflussrechner für automatisierte Anlagen, Automatiklager und Produktionslinien. Die Materialflussrechner-Software matControl graphics ermöglicht es Unternehmen, Anlagen unabhängig vom Hersteller zu modernisieren. Entwicklungs- und Inbetriebnahmezeiten werden durch Standardfunktionen, Inhouse-Inbetriebnahmen, direkt wirksame Änderungen und konfigurierbare Schnittstellen zu mehr als 20 Anlagenbauern deutlich verkürzt. Die grafische Bedienoberfläche matStudio graphics visualisiert den Materialfluss und vereinfacht Störungserkennungen und -beseitigungen. Im Rahmen des Innovationspreis-IT wurde matControl von der Initiative Mittelstand mit dem Prädikat „Best of 2012“ und „Best of 2015“ ausgezeichnet. Eine Kernkompetenz des Unternehmens ist das Ablösen veralteter Materialflussrechner-Software in bestehenden automatischen Logistikzentren. Die hier gesammelten Erfahrungen bilden die Grundlage für die Entwicklung der Software.

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