Aus materialfluss 8-9/2019

Logistik unter besten Bedingungen

Schlau Logistik konsolidiert im Großraum Berlin drei regionale Logistiklager und realisiert damit Synergien für den Materialfluss der Unternehmensgruppe Brüder Schlau. Dafür wurde der bestehende Standort in Wustermark um eine 14.000 Quadratmeter große Halle erweitert. Hörmann lieferte sämtliche Tore und die Verladetechnik.

Die Hörmann-Torabdichtungen DDF mit reißfesten Planen auf schaumstoffgefüllten Seitenkissen können beim Andocken eingedrückt werden oder seitlich aus­weichen, ohne dass Schäden entstehen. © Hörmann

Beim Gestalten von Arbeitsplätzen ist Raphael Bitter kompromisslos: „Die Ergonomie muss passen“, betont der für Immobilien und Expansion verantwortliche Bereichsleiter der Unternehmensgruppe Brüder Schlau. Das Unternehmen hat sich auf den Groß- und Einzelhandel mit Farben, Tapeten, Gardinen, Sonnenschutz, Bodenbelägen, Teppiche, Badausstattung, Betten, Accessoires, Bauchemie, Werkzeuge und Zubehör spezialisiert. Auch bei der neuen Lagerhalle in Wustermark bei Berlin stand die Ergonomie im Vordergrund. Seit April 2018 erweitert die rund 14.000 Quadratmeter umfassende Investition den dortigen Logistik­standort, um damit drei regionale Lagerstandorte im Großraum Berlin zu konsolidieren und neue Synergien zu erschließen. Speziell beim Be- und Entladen stehen die Lagerfachkräfte unter hohem Zeitdruck; vor diesem Hintergrund sollten sich die in Wustermark verbauten Tore und die Verladetechnik möglichst leicht und schnell bedienen lassen.

Schnelle Lieferbereitschaft war entscheidend
In Zusammenarbeit mit dem beauftragten Generalbauunternehmer Willy Johannes Bau aus Hemslingen entschied sich Schlau für Produktlösungen von Hörmann. Neben dem problemlosen Handling sprachen dafür die gute Produktverarbeitung sowie die schnelle und zuverlässige Lieferbereitschaft. Die Halle konnte innerhalb von nur neun Monaten errichtet werden. Der Auftrag an Hörmann umfasste je 28 Industrie-Sectionaltore, Torabdichtungen und Ladebrücken sowie sieben Feuerschutz-Schiebetore und vier Brandschutztüren.

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Weithin sichtbar sind die an der Außenfassade montierten Torabdichtungen Typ DDF mit reißfesten Planen auf schaumstoffgefüllten Seitenkissen. Sie werden beim ungenauen Andocken eines Fahrzeugs eingedrückt oder weichen seitlich beschädigungsfrei aus. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Bauhöhen der Lkw hat Hörmann extralange Kopfplanen geliefert, die sich auch an die Konturen der niedrigeren 7,5-Tonner anpassen. So ist ein energieeffizientes und zugfreies Be- und Entladen möglich.

Gute Wärmedämmung und schonender Torlauf
An der Schnittstelle zwischen Halle und Lkw entschied sich Schlau für die hydraulische Vorschub-Ladebrücke Typ HTL 2 von Hörmann. Die Konstruktion mit ineinandergreifenden Unterzügen von Plattform und Vorschub sowie seitliche Gleitprofile sichern die gleichmäßige Führung der Ladebrücke. Der 1.000 Millimeter lange Vorschub kann über separate Bedientasten zentimetergenau ein- und ausgefahren und kontrolliert auf der Lade­fläche platziert werden. Die Markierungen im Vorschub zeigen die minimale und maximale Auflagetiefe der Brücken an, was den Mitarbeitern zu jeder Zeit ein sicheres Gefühl vermittelt.Die verbauten Industrie-Sectionaltore SPU F42 bestehen aus doppelwandigen, 42 Millimeter starken Stahl-Lamellen, die für eine gute Wärmedämmung mit PU-Schaum verfüllt sind. Die integrierte Duratec-Kunststoff-Verglasung ist kratzfest und ermöglicht natürlichen Lichteinfall. Für Isolierung sorgen 60 Millimeter starke Sandwichpaneele, die unterhalb der Ladebrücken angebracht sind und den für Hubklappen vorgesehenen Freiraum am Ladetor nach oben hin abdichten.

Die Industrie-Sectionaltore sind mit einem Antrieb vom Typ WA 300 S4 ausgestattet, der speziell für die Anforderungen in Logistikbauten konzipiert wurde. Der an einer 230-Volt-Wechselstrom -CEE­­-Steckdose angeschlossene Antrieb arbeitet mit 24 Volt Gleichstrom statt – wie herkömmliche Industrietor-Antriebe – mit 400 Volt Drehstrom. Damit liegt der Preis des WA 300 S4 im Vergleich zu einem Drehstromantrieb mit identischer Ausstattung deutlich niedriger, und der tägliche Stromverbrauch fällt bis zu 75 Prozent geringer aus. S4 steht dabei für „Soft-Start Soft-Stopp“ und sorgt für einen ruhigen und schonenden Torlauf, was die Lebensdauer der Toranlage begünstigt. Für die Installation des Antriebs werden seitlich nur 200 Millimeter benötigt.

Sicherheit in jedem Fall
Eine weitere Eigenschaft des Antriebs ist die sichere „Tor-Zu“-Fahrt mit einem auf zehn Zentimeter pro Sekunde gedrosselten Tempo ab einer Öffnungshöhe von unter 2.500 Millimeter. Oberhalb dieser Höhe öffnet und schließt das Tor mit einer Geschwindigkeit von 19 Zentimeter pro Sekunde. Die serienmäßige Kraftbegrenzung sorgt dafür, dass das Tor bei darunterstehenden Personen oder Gegenständen mit begrenzter Kraft auftriff und dann automatisch reversiert.
Ebenfalls ein sicheres Gefühl geben die insgesamt sieben verbauten Feuerschutz-Schiebetore vom Typ FST 90-1, die im Brandfall ein Ausbreiten des Feuers auf angrenzende Hallenbereiche verhindern. Sie schließen bei Brandgefahr automatisch und halten Feuer mindestens 90 Minuten stand. Vier Tore wurden mit Brandschutztüren von Hörmann kombiniert, die bei Gefahr den Fluchtweg sichern. Bei den übrigen drei Schiebetoren wurden integrierte Schlupftüren gewählt. Ein rauchdichtes Feuerschutz-Schiebetor schließt das Gefahrgutlager ab.

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