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Artikel und Hintergründe zum Thema

Hafenwirtschaft

Daniel Schilling,

Neue Bahnumschlagsanlage in Bremen

Rhenus Weserport Bremen baut am Terminal 4 des Bremer Industriehafens eine vollautomatische neue Bahnumschlagsanlage für die Verladung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid.

Bis zur Fertigstellung der neuen vollautomatische Bahnumschlagsanlage am Terminal 4, nutzt Nabaltec bereits vorübergehend das Terminal 2 im Bremer Industriehafen für den Umschlag von Aluminiumhydroxid. © Rhenus Gruppe

Als Teil der Rhenus Gruppe fokussierte sich die Hafenagentur Rhenus Weserport Bremen bisher auf den Umschlag von Hochseeschiffen auf den Straßentransport und Binnenschiffe. Für die jüngste Zusammenarbeit mit der Nabaltec AG baut Rhenus Weserport nun ihre bestehende Bahnanbindung in großem Stil aus. Die Bahnumschlagsanlage im südlichsten Seehafen Deutschlands wird der Verladung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid aus Verhüttungen im Ausland dienen.

Als Anbieter von umweltfreundlichen, flammhemmenden Füllstoffen und Spezialoxiden bedient die Nabaltec AG Wachstumsmärkte in der ganzen Welt. Aufgrund der hohen Energiekosten und der damit zu erwartenden Deindustrialisierung in Deutschland erweitert das Unternehmen bei den für das Produktportfolio wichtigen Basisrohstoffen Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid seine Bezugsmöglichkeiten auf Verhüttungen in ganz Europa, Brasilien und – je nach Kosten- und Qualitätssituation – weltweit.

Bremen preiswerte Alternative

Die Rohstoffe gelangen über den Seeweg nach Deutschland, wo der Umschlag für Nabaltec im Vergleich zu niederländischen und belgischen Seehäfen Kosten spart und durch die Lagerhaltung in Bremen Versorgungssicherheit gewährt. 

„Die Entscheidung für die Abwicklung des Aluminiumhydroxids und Aluminiumoxids über Rhenus Weserport fiel aufgrund der vorhandenen Gleisanbindung, die sich hervorragend für eine auftragsbezogene Erweiterung eignet. Weitere entscheidende Faktoren waren die direkte Anbindung an die Hochseeverkehre und die vorhandenen Umschlags- und Lagermöglichkeiten. Von Bremen aus gelangt der Rohstoff direkt per Bahn zu uns nach Bayern. Wir erwarten hier Kostenvorteile aufgrund der Ausdehnung unseres Lieferantenportfolios, so dass wir weiter wettbewerbsfähig unsere Produkte anbieten können”, erläutert Johannes Heckmann, Vorstandsvorsitzender der Nabaltec AG.

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Aluminiumhydroxid ist ein wichtiger flammhemmender Bestandteil von Kunststoffkabeln und anderen metallischen Leitern. Aluminiumoxid wird bei der Produktion von technischer Keramik sowie in der Feuerfest- und Poliermittelindustrie eingesetzt.

Neues Geschäftsfeld

Rhenus Weserport hat die Güterabwicklung für Nabaltec bereits aufgenommen. Mit der Erweiterung der Umschlagsmöglichkeiten auf Gleisanlagen stellt sich der Hafendienstleister zukunftssicher auf. „Das neue Geschäftsfeld ist für uns eine wichtige Entwicklung. Mit der ersten Bahnverladeanlage erschließen wir uns neue Märkte und Kooperationsmöglichkeiten“, erklärt Rudolf Egbert, Geschäftsführer von Rhenus Weserport. „Gerade in Zeiten der Deindustrialisierung in Deutschland eröffnen sich für uns damit neue Chancen.“

Bis die neue vollautomatische Bahnumschlagsanlage am Terminal 4 fertig ist, nutzt Nabaltec bereits vorübergehend das Terminal 2 im Bremer Industriehafen für den Umschlag von Aluminiumhydroxid. Die Genehmigungs- und Bauverfahren für den Umbau des Terminals 4 sind in vollem Gange. Geplant ist die Inbetriebnahme der neuen Anlage für Ende 2024. Der Ausbau und die automatische Bahnverladeanlage ermöglichen Nabaltec den angestrebten Umschlag von 70.000 bis 140.000 Tonnen Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid pro Jahr.

Der Vertrag zwischen Rhenus Weserport und Nabaltec wurde über einen Zeitraum von 10 Jahren geschlossen, mit Option zur Verlängerung.

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