Weil heute vieles schneller geht

08.05.2012

Ganzheitliche, transparente und anpassungsfähige Prozesse für eine schnelle Warenverfügbarkeit, hohe Qualität und perfekter Service. Das sind die Anforderungen an moderne Lagerverwaltungssysteme. Nur so kann die oft schnelle Änderung der Geschäftsprozesse abgebildet werden.

Die Auswahl eines passenden Lagerverwaltungssystems ist bei den rund 150 am Markt angebotenen Systemen nicht einfach. Je nach Funktionsumfang, Automatisierungsgrad und Integrationsaufwand kostet ein System von weniger als 100.000 € bis mehr als 1.000.000 €. Die Anforderungen an Lagerverwaltungssysteme sind je nach Branche sehr unterschiedlich. Während ein Versandhändler in der Regel eine große Anzahl an Aufträgen mit wenigen Positionen abwickelt, trifft man im technischen Handel oft auf ein breites Artikelspektrum. Bei der Verwaltung und Distribution elektronischer Artikel werden andere Anforderungen gestellt, als bei Lebensmitteln, medizinischen Produkten oder Stahlerzeugnissen. Vor allem in der chemischen Industrie, der Lebensmittel- und der Pharma-Branche werden viele Prozesse außer durch die Anforderungen der Kunden auch infolge gesetzlicher Vorschriften notwendig. Beispiele dafür sind das Betäubungsmittelgesetz, das Thema Gefahrgut oder die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Chargen.

Die Herausforderung besteht darin, unterschiedliche Artikel über einheitliche Prozesse abzuwickeln. Damit jederzeit mit zusätzlichen Ressourcen mehr Aufträge abgewickelt werden können, müssen die Prozesse zudem skalierbar sein. Flexibilität zählt deshalb heute zu den wichtigen Merkmalen effizienter Systeme. Das gilt auch für die Kommissioniertechniken und -strategien, die je nach Branche und Produkten schnell auf sich verändernde Marktgegebenheiten, z. B. weniger Auftragspositionen oder mehr Aufträge, reagieren müssen.

Typische Lagerprozesse wie Wareneingang, Warenausgang, Bestandsführung sind seit Jahren Standard. Im Vordergrund neuer Entwicklungen stehen die Integrationsfähigkeit und Zusatzfunktionen wie ein Dock- und Yard-Management, Ressourcenplanung oder das Abbilden von Prozessen der „Value-Added Services“. Gefragt sind ferner eine Ladehilfsmittel- oder Leergutverwaltung. Darüber hinaus legen die Kunden großen Wert auf Lagerstrategien, Optimierungsmöglichkeiten und Auswertungen. Weiterentwickelt und erheblich verbessert wurden die Schnittstellen zu untergeordneten Systemen wie Pick by Light, Pick by Voice, Materialflussrechner, Shuttle, automatische Kleinteile- und Hochregallager sowie Langgutlager oder Stapelanlagen. Das betrifft auch standardisierte Schnittstellen zu gängigen ERP-Systemen, die projektspezifisch anpassbar sein müssen.

Vier Systeme im Überblick

Das durchgehend webbasierte Warehouse-Management-System PROLAGWorld der CIM GmbH Logistik-Systeme bietet zahlreiche Funktionen zur Lagerverwaltung. Das System arbeitet mit mobilen oder stationären Datenerfassungsgeräten wie PDA (Personal Data Assistant), Personal Computer, Notebook, Tablet PC oder Datenfunk-Scanner. Bei der Kommissionierung, Einlagerung, Produktionsversorgung oder der Entnahme wird der Mitarbeiter über die Ausgabe an seinem jeweiligen Endgerät wegeoptimiert durch das Lager geführt. Funktionen wie Inventuren, Doppelspiele, direkte Einlagerung und die Übergabe von Paletten auf Meetingplätze von der Produktion in das Lager und umgekehrt werden vom System gesteuert.

Nach dem Baukastenprinzip können Abläufe oder Module hinzugefügt werden. Alle Abläufe sind standardisiert und einstellbar. Die Software ist umgebungs- und sprachenunabhängig und kann auf verschiedenen Datenbanken und Betriebssystemen installiert werden. Javaprogrammierung und Thin-Client erlauben den Zugriff mit Handy, PC oder Staplerterminal weltweit über das Internet auf das Lager. Das System ist SAP-zertifiziert, von Microsoft für Windows Server 2008 R2 und SQL-Server 2008 sowie vom Fraunhofer Institut für Materialfluss validiert.

Als zentrale Softwareplattform zur weltweiten Integration aller Intralogistikprozesse versteht sich auch das integrated Warehouse Administration & Control System iWACS von Klug Informationssysteme. Als standardisiertes Modulkonzept liefert es nach Angaben des Unternehmens für jede Aufgabenstellung und Anforderung in der Intralogistik eine maßgeschneiderte Lösung. Zu den verfügbaren Modulen zählen u.a. Warehouse Management, Staplerleitsystem, Shipping, Tracing & Tracking und Pick-Alternativen, ferner Supply Chain Management, Material Flow Control sowie Service, Analysen und Visualisierung.

Die einzelnen Module können projektspezifisch und kundenbezogen individuell zu einem optimalen Kundensystem kombiniert werden. Die Packalgorithmen, die Wegeoptimierung, die Leitstandsfunktionalitäten und das Management-Informations-System wurden nochmals verbessert. Auch das Service-Tool ist mittlerweile in 3D verfügbar. Dadurch kann die interne Instandhaltung optimal unterstützt werden. Zudem lässt sich die Fehlerbehebung durch ein Helpdesk beschleunigen. Damit steuert, visualisiert, optimiert, organisiert das System die Prozesse der Intralogistik, vom manuellen bis zum hochautomatisierten Lagersystem.

Das System Probas von GDV Kuhn verwaltet das komplette Lager von der Vereinnahmung avisierter Ware über Lagerort- und Platzbestimmung gemäß vereinbarten Kriterien, der Auslagerung, optimierter Kommissionierung und Konsolidierung bis zum Versand. Darüber hinaus übermittelt das System Daten an Speditionssysteme und avisiert Lieferungen. Zusätzliche Module wie Störmeldesystem, Palettentausch, Statistik oder Lagergeldabrechnung bieten ein umfassendes Paket, das individuell angepasst werden kann. Der Vorteil: Zwischen einzelnen Ebenen und Abläufen gibt es keine Reibungsverluste.

Dabei kann das MFR-Modul schnittstellenfrei integriert werden. Die Software-Lösung aus einer Hand gewährleistet zudem ein optimiertes Handling durch die Mitarbeiter: Alle Abläufe werden einfach und verständlich auf den Bildschirmen abgebildet. Durch ein Simulations-Modul verfügt GDV Kuhn schon vor dem physischen Aufbau einer Anlage virtuell über die Fördertechnik. Somit können alle Abläufe vorab getestet werden, was, gepaart mit der intuitiven Bedienbarkeit der Masken, zu geringem Vor-Ort Inbetriebnahme- und Schulungsaufwand führt. Die beim Kunden meistgenutzten Bildschirmdialoge in PROBAS für die Kommissionierung werden jeweils kundenspezifisch an die Bedürfnisse angepasst, um den jeweiligen Prozess optimal zu unterstützen. Somit wird am entsprechenden Arbeitsplatz noch einmal kostbare Arbeitszeit dauerhaft eingespart, und Anwendungsfehler können stark reduziert werden.

Größtmögliche Flexibilität

Zu den branchenübergreifend einsetzbaren Lösungen zählt auch das Lagerverwaltungssystem unitop von GOB Software & Systeme. Es soll reibungslos ineinandergreifende Lager- und Unternehmensprozesse sowie größtmögliche Flexibilität gewährleisten, vom Wareneingang über alle Arbeitsschritte im Lager bis hin zum Versand oder zur Bereitstellung in der Produktion. Benötigte Daten liefert unitop LVS durch eine fortlaufende Kontrolle der Lagerprozesse sowie durch eine permanente Inventur. Die Software kann in bestehende Microsoft-Dynamics-NAV-Umgebungen integriert oder per Schnittstelle an ein beliebiges Warenwirtschaftssystem angebunden werden. Maximale Flexibilität wird darüber hinaus durch den hohen Parametrisierungsgrad der Software ermöglicht. Das System ist modular aufgebaut und somit kostengünstig projektspezifisch erweiterbar. unitop LVS erweitert das ERP-System Microsoft Dynamics NAV um spezielle Funktionen für eine effiziente Warehouse-Logistik.

Um jederzeit einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf Daten aus dem ERP-System Microsoft Dynamics NAV zu ermöglichen, hat GOB Software & Systeme mit unitop Mobile eine App für iPhone und iPad entwickelt.

Erfolgreiche Einführung

Ein erfolgreiches Projekt hängt vom Projektmanagement auf Kunden- und Lieferantenseite ab. Zum Projektmanagement gehört eine intensive Vorbereitung des Projektes auf beiden Seiten. In Projekten von Klug Informations-Systeme werden alle betroffenen Fachabteilungen eingebunden, um die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Projekt und damit die Akzeptanz des Projektes zu gewährleisten. Zudem wird die Pflichtenheftphase als eine der wichtigsten Phasen gesehen. Hier muss genügend Zeit für Auftragnehmer und Auftraggeber sein, um detaillierte Diskussionen führen zu können und die Geschäftsprozesse bis ins Detail zu spezifizieren.

GDV Kuhn mbH,
www.gdvkuhn.de

CIM GmbH Logistik-Systeme,
www.cim.de

GOB Software & Systeme GmbH & Co. KG,
E-Mail: info@gob.de, www.gob.de

Klug GmbH integrierte Systeme,
E-Mail: klug@klug-is.de, www.klug-is.de

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