Wie grün ist grün wirklich?
04.10.2011
Zahlreiche Unternehmen konzentrieren sich auf grüne Verpackungen. Deshalb drängt sich die Frage auf, wie „grün“ grüne Verpackungen wirklich sind.
Derzeit behaupten viele Hersteller, „grün“ zu sein, indem sie sich auf abbaubare Verpackungen berufen. Hiermit konzentrieren sie sich auf das unterste Element der Abfallhierarchie, wohingegen die Gesetzgebung einen „ganzheitlichen Ansatz“ für Abfallerzeugung und Abfallmanagement anstrebt.
Die ISO 14021 über Umweltkennzeichnungen und -deklarationen fordert von Unternehmen, die Auswirkungen ihrer Umweltangaben zu begründen. Diese Angaben müssen spezifisch, nachvollziehbar, überprüfbar und verlässlich sein. Die Richtlinie gibt dem Anwender die Möglichkeit, verschiedene Optionen zu vergleichen und folglich eine durchdachte und umweltfreundliche Entscheidung zu treffen.
Weiterhin geben die internationalen Recycling-Codes Anweisungen bezüglich der Aufbereitung und Wiederverwendung von Verpackungsabfällen.
Die Bezeichnung „grün“ wird für eine Vielzahl an umweltfreundlichen Lösungen verwendet. Allgemein gibt es vier mögliche Lösungen.
Eine Lösung sind Verpackungen, die auf aus Stärke gewonnenem PLA (Milchsäure) basieren. Somit sind diese Verpackungen biologisch abbaubar. Die Kunststoffverpackungen erfüllen die Norm EN 13432, die festlegt, dass 90% der Verpackung innerhalb von neun Monaten abgebaut sein muss. Um diese Norm zu erfüllen, wird in den meisten Fällen eine spezielle industrielle Kompostierungsanlage benötigt.
PLA wird aus Zucker gewonnen, einem nachwachsenden Rohstoff. Bei seiner Produktion verbraucht der aber auch Ressourcen wie Erde, Wasser, Energie, Mineralien sowie Nährstoffe. Zudem verursacht er die Verwendung von gefährlichen Pestiziden und Düngemitteln.
Im aktuellen Verpackungsmarkt gibt es zwei Arten an Zusatzstoffen: OXO-Zusatzstoffe enthalten Schwermetalle, die unter dem Einfluss von UV-Strahlen mit Sauerstoff reagieren – ähnlich wie Rost – und den Kunststoff zersetzen. Dauer und Reststoffe dieses Abbauprozesses sind noch wenig bekannt. Andere Verpackungen können auch Bio-Zusatzstoffe, die auf Enzymen basieren, enthalten. Sobald diese Verpackungen unerwartet den Umweltbedingungen ausgesetzt sind, stimulieren diese Zusatzstoffe das Wachstum der von Mikroorganismen auf dem Material. Diese Mikroorganismen zerlegen die Verpackung in Wasser, inerten Kompost und CO2.
Wiederverwertung von Rohstoffen
Eine andere, viel offensichtlichere Methode, um Verpackungen ressourcenschonender zu machen, ist die Verwendung von wiederverwerteten Rohstoffen. Dieser Ansatz ist höher in der Abfallhierarchie eingeordnet. Wiederverwertete Rohstoffe können aus Produktionsabfällen oder aus Kunststoffen, die bereits durch den Verbraucher genutzt und entsorgt wurden, gewonnen werden.
Stichwort Flo-Pak Green
FloPak Green ist ein Chip in Form einer Acht, der nicht kaputt gehen kann. Folglich wird während der Verwendung kein Staub erzeugt. Auch zieht er keine Ratten oder andere Nagetiere an und seine Schutzfunktion wird nicht durch Feuchtigkeit beeinflusst. Damit ist er sehr gut für automatisierte Füllsysteme geeignet.
FP International GmbH,
E-Mail: info@fpintl.de, www.fpintl.de
Pack 2000 Verpackungssysteme GmbH,
E-Mail: info@pack2000.de, www.pack2000.de
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