Massenware individuell konfigureren, mit Re-Customization Kosten sparen, Outsourcing mit LGI LOGISTICS GROUP INTERNATIONAL
03.08.2009
Im Bereich Notebook Postponement von Toshiba leistet ein Logistikdienstleister weit mehr als nur Logistikaufgaben: Hier kommt das verkaufsfähige Verpacken der Notebooks einschließlich des Bereitstellens der länderspezifischen Ausstattung hinzu.
Um in der heutigen Zeit als Logistikdienstleister wettbewerbsfähig sein zu können, bedarf es wesentlich mehr als klassische Transport- und Lagertätigkeiten zu übernehmen. Ausgeklügelte, auf den Kunden zugeschnittene Prozesse sowie die Optimierung bestehender logistischer Abläufe spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Aber auch eine hochtechnologische und moderne Systemlösung sowie eine starke Integration in die Wertschöpfungsprozesse zeichnen das Logistikunternehmen von heute aus.
Am Beispiel der Hightech-Elektronik-Industrie lässt sich der Wandel der Zeit und das neue Rollenverständnis im Dienstleistungssektor verdeutlichen. Die Produkte der Elektronikhersteller wie beispielsweise Notebooks oder PCs werden heutzutage auf Grund der geringen Produktionskosten in Fernost produziert. Um die kurzfristige Verfügbarkeit des Produktes sicherzustellen, entstehen große Herausforderung im Bereich Transport und Logistik.
Hochwertigen Produkte werden mit dem Flugzeug nach Europa transportiert, um die Lieferzeit für den Kunden erträglich zu halten. Doch durch den hohen Ölpreis der letzten Jahre sahen sich die Elektronikhersteller gezwungen, die Luftfrachtkosten drastisch zu senken. Dies konnten sie nur erreichen, indem sie generische Baugruppen in Asien fertigen und Teile der Produktion erst vor der Auslieferung nahe am Kunden durchführen.
Das bedeutet, dass die teuren Notebooks als Bulkware (Massenware) frachtoptimiert aus Fernost importiert und erst später nah am Verkaufsmarkt verpackt und konfiguriert werden. Billige Massenteile, wie z.B. Kabel, werden als kostengünstigere Seefracht transportiert und erst vor Ort kommissioniert und dem jeweiligen Gerät zugeordnet.
Dies hat darüber hinaus zum Vorteil, dass sich die Hersteller bei der Produktion der Artikel noch nicht festlegen müssen, in welches Zielland später geliefert werden soll. So werden Bedarfsschwankungen in den einzelnen Ländern effizient nivelliert. Diese länderspezifische Konfiguration der Produkte hat in der Vergangenheit durch den Computerhersteller selbst stattgefunden.
Heutzutage besetzen immer mehr Logistikdienstleister diese Nische, um die Konfigurationskosten für die Hersteller zu variabilisieren. Oft werden auch die dafür vorhergesehen Anlagegüter sowie die Immobilien an die jeweiligen Logistikdienstleister veräußert mit dem Ziel, die Fixkosten zu senken. Der Anspruch an den Logistikdienstleister liegt bei der Übernahme von Produktionsprozessen in der Bereitstellung des nötigen Knowhows in Kombination mit einer unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgreichen Umsetzung.
Kurze Durchlaufzeit
Die Flexibilität einer solchen logistischen Dienstleistung umfasst gerade in der Elektronikbranche eine sehr kurze Durchlaufzeit, kurzfristig avisierte Tagesvolumen sowie Volumenschwankungen von einem Tag zum anderen von bis zu 400 %. Um unter solchen Spielregeln einen langfristig wettbewerbsfähigen Logistikstandort schaffen zu können, bedarf es einer ebenso anpassungsfähigen Personalstruktur.
Dies gelingt oft nur mit dem Einsatz von Zeitarbeitskräften. Dabei muss der Dienstleister den Spagat zwischen dem notwendigen Fachwissen und der flexiblen Gestaltung des Personaleinsatzes schaffen. In der Regel kann man dies nur durch eine qualifizierte und hoch motivierte Stammbelegschaft sicherstellen, die ihr Wissen an die Zeitarbeiter weitergibt und gleichzeitig Kontrollfunktionen übernimmt.
Insbesondere in komplexen Umfeldern und langfristigen Partnerschaften haben Logistikdienstleister zusätzliche Kompetenzen aufgebaut, die weit über das einfache Warenhandling hinausgehen. In der Elektronik-Branche spricht man auch von den so genannten Re-Diensten. Diese lassen sich in vier Ebenen einteilen.
Bei der Re-Customization werden für bestimmte Länder verkaufsfähig verpackte Produkte wieder ausgepackt und mit dem länderspezifischen Zubehör einer anderen Variante versehen und erneut verpackt. Dabei wird auch die vorhandene Software gelöscht und das neue Softwarepaket aufgespielt. Die Re-Configuration hingegen verlangt weitergehendes Wissen und Fertigkeiten. Die in einer spezifischen Ausstattung in Nahost gefertigten Produkte werden bezüglich Soft- und Hardware umkonfiguriert. Das heißt, es werden neben dem Löschen und Neuaufspielen von Software z.B. der Speicher erweitert oder Komponenten wie Festplatten oder Prozessoren getauscht.
Eine hohe Engineering-Kompetenz wird in der dritten Ebene, dem Re-Work, vorausgesetzt. Das Re-Work wird immer dann durchgeführt, wenn die Qualitätskontrollen Fertigungsfehler feststellen. In einem solchen Fall werden die Elektronikartikel häufig komplett zerlegt, um sie dann, ggf. mit getauschten Komponenten, neu zusammenzubauen.
Um eine zeitnahe Bearbeitung zu gewährleisten, muss diese Kompetenz direkt im Anschluss der Kontrolle stattfinden, idealerweise durch den Logistikdienstleister selber. Die höchste Ebene, die ein Logistikdienstleister einem Hersteller anbieten kann, ist die Übernahme von Teilbereichen der Entwicklung. Doch hierzu ist eine qualifizierte und hoch entwickelte IT-Abteilung nötig, die auf Augenhöhe mit der Kunden-IT zusammenarbeiten kann.
Die LGI Logistics Group International GmbH hat als Elektronikspezialist in der Kontaktlogistik für Toshiba in Regensburg ein solches Kompetenzzentrum in allen Facetten aufgebaut. „Binnen drei Monaten haben wir Toshiba- Schlüsselmitarbeiter und die Immobilie übernommen und liefern seit dem ersten Tag hochwertige Arbeit ab. Dies ist nur zu schaffen, wenn sich zwei Partner vertrauen. Wie in diesem Fall“, freut sich Bernhard Jung, zuständiger Key Account Manager der LGI.
Toshiba Europe GmbH, info-computer@toshiba.de, www.toshiba.de
LGI Logistics Group International GmbH, E-Mail: info@lgi.de, www.lgi.de
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