Für mehr Kontinuität
03.08.2010
Da die vorhandenen Hebezeuge zu alt und nicht mehr zeitgemäß waren, erneuerte Goldhofer seine Krane. Der Hersteller von Spezialtransportfahrzeugen setzt nun unter anderem auf vernickelte Lastketten mit hoher Bruchfestigkeit.
Dass Goldhofer auf Kito-Produkte setzte, erklärt Peter Boxler, stellv. Betriebsleiter, so: „Der Grund dieser Vorgehensweise war, dass bei den anderen Hebezeugen in Anbetracht der vorhandenen elektronischen Raffinessen eventuelle Reparaturen nur mit Spezialwerkzeugen und Spezialersatzteilen möglich gewesen wären und von unseren Mitarbeitern hätten nicht ausgeführt werden können. Ein Austausch von Komponenten käme darüber hinaus Goldhofer zu teuer. Mit ausschlaggebend war aber auch, dass sich der Kito-Elektrokettenzug für die Arbeitsbedingungen als das geeignetste Hebezeug geradezu anbot. Des Weiteren waren die Geschwindigkeiten beim Heben und Senken der Last ein wesentlicher Entscheidungsfaktor. Neben der Zuverlässigkeit der Kito-Komponenten ist die Wartungsfreundlichkeit von immenser Wichtigkeit, die jährliche UVV-Prüfung ist sehr einfach durchzuführen.“
Funktionalität im Fokus Kito hat bei der Entwicklung des ER2 den Schwerpunkt auf Funktionalität gelegt. Das bedeutet, dass der Zug auch ohne besondere Schnörkel, robust und solide gebaut und mit Frequenzumrichter- Technik, seine Aufgaben auch in diesem Umfeld problemlos erfüllen kann. Ein wichtiger Bestandteil der hohen Fertigungstiefe ist die Lastkette, die sich erheblich von Mitbewerbern unterscheidet. Denn Kito ist laut eigenen Angaben der einzige Hersteller weltweit, der seine Lastkette vernickelt – ein absolutes Alleinstellungsmerkmal von Kito.
Die vernickelte Lastkette mit einer Bruchfestigkeit von 800 N/mm² entspricht der Güteklasse DAT, mit weiteren Vorteilen wie z. B. deutlich erhöhter Korrosionsbeständigkeit und Standfestigkeit. Ein spezielles Herstellungsverfahren macht dies möglich, für Goldhofer ein wichtiger Aspekt in Bezug auf die harten Betriebsbedingungen. So kam ein Produkt zum Einsatz, mit dem Goldhofer im wahrsten Sinne des Wortes rechnen kann. Die engen Terminvorstellungen der Kunden setzen eine durchgängige, stringente Fertigungslogistik voraus.
Und die beginnt bereits in der Produktionsvorbereitung, wo an der Siebenwalzenmaschine die Bleche gerichtet werden. Der vorhandene Einträger-Brückenkran mit einer Kito-Einschienenkatze ER2M032 und angehängtem Batteriemagneten versorgt diese Maschine zuverlässig. Mit ihm sollten, so die Vorgabe von Goldhofer, unterschiedlich große Bleche in die Maschine transportiert und nach dem Richtvorgang der Maschine wieder entnommen werden. Anschließend werden sie zur Weiterverarbeitung in die Fertigungshallen transportiert.
Sicherheit im Vordergrund Da Goldhofer neben verbesserter Wirtschaftlichkeit großen Wert auf Unfallsicherheit legt, wurde der Kran zusätzlich mit einer Funksteuerung ausgerüstet. Dadurch erhält der Kranfahrer mehr Bewegungsspielraum und befindet sich zudem niemals in der Nähe der Last. Er kann so die Last aus sicherer Distanz führen und auf der Maschine absetzen. Hinzu kommt, dass durch den Einsatz der integrierten Frequenzumrichter für die Hub- und Katzfahrbewegungen eine feinfühlige Lasthandhabung und eine deutliche Minimierung der Pendelneigung erreicht wird. Auch dies trägt wesentlich zu mehr Arbeitssicherheit bei.“
Im Detail liegen die Besonderheiten Im Innenleben des ER2 werden elektromagnetische Hochleistungsbremsen eingesetzt. Diese Bremsen sind nahezu wartungsfrei. Erst nach zwei Mio. Bremsspielen muss der Bremsspalt überprüft werden. Kito gewährt auf diese Komponenten zehn Jahre Garantie. Bei den Modellen mit zwei Hubgeschwindigkeiten werden standardmäßig Frequenzumrichter in der Hub- und Katzfahrbewegung eingesetzt. Diese zeichnen sich aus durch leichte Bedienung und Wartung, sodass kein Zusatzgerät oder Laptop benötigt wird.
Auch sind spezielle Schulungen überflüssig. Über ein Bedientableau können die wichtigsten Funktionen parametriert werden. Zusätzlich werden die abgelaufenen Betriebsstunden und Lastspiele, die bei den Arbeitsprozessen anfallen, im Display angezeigt. Dies ist besonders für die jährliche UVV-Überprüfung sehr hilfreich. Kito verkauft auch keine Ersatzteilkits. Selbst nach einer abgelaufenen Nutzungsdauer von nominell zehn Jahren, wenn das Gerät gemäß UVV generalüberholt oder ausgetauscht werden muss, werden nur die Teile ausgewechselt, die benannt werden. Dadurch können die Kosten für die Generalüberholung äußerst gering gehalten werden.
Im Übrigen, die ER2-Elektrokettenzüge mit Frequenzumrichter und zwei Hubgeschwindigkeiten bis zu 500 kg Tragfähigkeit werden der FEM-Triebwerksgruppeneinstufung 3m zugeordnet. Das bedeutet, dass sie für eine Nutzungsdauer von 3 200 Volllaststunden eingesetzt werden können. Zum Vergleich: Bei der FEM-Einstufung 1Am bzw. 2m werden lediglich 800 bzw. 1 600 Volllaststunden erreicht. Der ER2-Kettenzug verfügt über einen Hochleistungsmotor mit verbesserter Ventilatorkühlung und geringerer Geräuschemission. Im neuen Blechbearbeitungszentrum der Firma Goldhofer werden auf einer CNC-Plasmaschneideanlage aus Blechen unterschiedlicher Materialstärke Blech-Segmente ausgeschnitten.
Nach der Bearbeitung bleibt ein Blechraster übrig, das entsorgt werden muss. Darüber hinaus entsteht bei den Brennvorgängen Schlacke, die über ein Laufband in Kübel transportiert wird. Diese Kübel müssen regelmäßig aus einem Schacht gehoben und entleert werden. Im Einsatz ist ein 3,2-t- Einträgerlaufkran mit einer Kito-Einschienenkatze ERM032. Zusätzlich wurde eine 1-t-Einschienenkatze ER2M010 mit einem Elektro-Permanentmagneten als Lastaufnahmemittel installiert.
Dieser Kran übernimmt die Entsorgung der Blechraster und der Schlacke- Kübel. Bei der Umrüstung dieses Kranes entschied man sich für den Einsatz von zwei unabhängigen Katzen: Das heißt, dass die Einschienenkatzen wechselweise angewählt werden können, ohne die maximale Tragfähigkeit von 3,2 t zu überschreiten. Dies bringt für den Betreiber erhebliche Handling-Vorteile. Auch hier sind die Einschienenkatzen mit Frequenzumrichtern ausgerüstet, was beim Magnetbetrieb das Lastpendeln deutlich minimiert. Die Steuerung erfolgt zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und besseren Nutzbarkeit des Krans über eine Sicherheits-Funksteuerung mit Meisterschaltern.
Goldhofer AG, E-Mail: info@goldhofer.de, www.goldhofer.de
Kito Europe GmbH, E-Mail:info@kito.net, www.kito.net
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